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Kolumne: Alles ganz neu und überarbeitet
GameCaptain wird vollkommen überarbeitet, ab morgen steht euch ein ganz neuer Service zur Verfügung. Alles wird besser, schöner und vor allem: innovativer. Die neue GameCaptain-Seite wird so ziemlich alles in den Schatten stellen, was es bislang an Online-Magazinen gibt. Der erfolgreiche Auftritt, der für mehrere Auszeichnungen auf höchster Ebene nominiert wurde, verfügt dann über ein komplett neu gestaltetes Seiten-Design in einem frischen Blau mit vielen bunten Bilder, die Testberichte kommen von versierten, erfahrenen Redakteuren, es gibt absolute Top-News aus allen Bereichen der Spielewelt und als Krönung ist nun auch ein Diskussionsforum dabei, indem sich Spieler aller Nationen miteinander unterhalten können. Die neue GameCaptain-Seite ist die Revolution auf dem Markt der Online-Magazine.
Ja, auf die neue Seite von GameCaptain freue ich mich schon jetzt, auch wenn ich sie noch gar nicht gesehen habe. Aber sie muss der Hammer sein, ich werde nur noch sie besuchen, schon allein deswegen, weil dort meine Spielrezensionen veröffentlicht werden. Und meine Kolumnen.
Moment. Ein frisches Blau? Absolute Top-News? Versierte Redakteure? Diskussionsforum? Das gibt es doch alles schon. Ach, ist das jemandem aufgefallen? Sieh an, so ein Ärger. Wenn ich mal etwas Werbung für die Seite des Kapitäns mache, dann bemerkt jeder, dass die neue Seite gar nicht so neu ist, wenn aber ein neuer Shooter angekündigt wird, dann sind sie plötzlich alle Feuer und Flamme. Ein gutes Beispiel ist jetzt Crysis, über das alle in den höchsten Tönen jubeln. Wahnsinn, wirklich. Ein Spiel, bei dem ich mit verschiedenen Waffen um mich schieße. Das ist wirklich ein ganz absolut innovativ. Ach ja, die Grafik, die so bahnbrechend und überaus brillant ist. Ein Punkt, bei dem ich immer an Defender of the Crown denken muss: Mit offenen Augen saß ich vor dem Bildschirm, fand das Spiel aber so langweilig, dass ich es nach 20 Minuten verschenkt habe. Und dann die vielen neuen Funktionen bei Crysis: Der Nano-Suit. Zugegeben, diesen Lacher wird kaum jemand entdecken – na, macht nichts. Mal abgesehen davon, ist der Nano-Suit nur die technische Variante der Far-Cry-Droge, etwas wirklich Neues bietet das Spiel nicht. Es ist Shooter mit verbesserter Grafik – und?
Klar, ich will auch immer wieder Futter für meine Konsolen, für meinen Rechenknecht, aber dann bitte auch wirklich etwas ganz Neues. Sicher gibt es auch Neulinge, die bei Call of Duty 3 gesagt haben: „Oh, der Zweite Weltkrieg, das ist ja mal ein frisches Szenario“, aber die meisten unter uns Spielern sind schon länger dabei und gähnen bei diese Hintergrundgeschichte. BioShock war eine kleine Ausnahme, bei der das Shooter-Genre nicht auf den Kopf gestellt wurde, aber zumindest mit etwas mehr Pepp versehen wurde. Mir ist auch klar, dass die Publisher sich an neue Spielideen nicht herantrauen, weil es eben auch ein gewisses Risiko mit sich bringt – wer weiß schon, wie sich das verkaufen wird? Bitte nicht missverstehen: Ich mag Shooter wirklich gern, aber mir fehlen bei den meisten Neuerscheinungen die Überraschungsmomente, auch wenn uns immer die alten Ideen als Innovationen verkauft werden. Nein, so blöd ist niemand, oder? Wie wäre es mit einer verzwickten Geschichte, weniger linear, mehr interagierend oder einen neuen Sicht auf die Dinge, einer neuen Art zu kämpfen – so etwas wie The Darkness, bei dem sicher auch nicht alles großartig war, aber der Titel sticht durch Eigenständigkeit hervor. Meinen Dämonenkopf auf die Reise zu schicken, macht immer noch Spaß und ist mal etwas vollkommen Neues.
Bevor jemand seinen Rechner aufrüstet, empfehle ich den Griff ins verstaubte Regal, empfehle ich Titel wie Deus Ex, meinetwegen auch Far Cry oder die unübertroffene Atmosphäre des ersten Halo-Teils. Was wirklich gut ist, vergeht nicht so schnell und braucht dann auch keine Verbesserungen – so wie übrigens auch GameCaptain, die Seite im frischen Blau, mit versierten Redakteuren und einem Diskussionsforum, in dem auf hohem Niveau unterhalten wird. Echte Qualität lässt sich nun mal nicht noch verbessern.
>Armin Sengbusch
Ja, auf die neue Seite von GameCaptain freue ich mich schon jetzt, auch wenn ich sie noch gar nicht gesehen habe. Aber sie muss der Hammer sein, ich werde nur noch sie besuchen, schon allein deswegen, weil dort meine Spielrezensionen veröffentlicht werden. Und meine Kolumnen.
Moment. Ein frisches Blau? Absolute Top-News? Versierte Redakteure? Diskussionsforum? Das gibt es doch alles schon. Ach, ist das jemandem aufgefallen? Sieh an, so ein Ärger. Wenn ich mal etwas Werbung für die Seite des Kapitäns mache, dann bemerkt jeder, dass die neue Seite gar nicht so neu ist, wenn aber ein neuer Shooter angekündigt wird, dann sind sie plötzlich alle Feuer und Flamme. Ein gutes Beispiel ist jetzt Crysis, über das alle in den höchsten Tönen jubeln. Wahnsinn, wirklich. Ein Spiel, bei dem ich mit verschiedenen Waffen um mich schieße. Das ist wirklich ein ganz absolut innovativ. Ach ja, die Grafik, die so bahnbrechend und überaus brillant ist. Ein Punkt, bei dem ich immer an Defender of the Crown denken muss: Mit offenen Augen saß ich vor dem Bildschirm, fand das Spiel aber so langweilig, dass ich es nach 20 Minuten verschenkt habe. Und dann die vielen neuen Funktionen bei Crysis: Der Nano-Suit. Zugegeben, diesen Lacher wird kaum jemand entdecken – na, macht nichts. Mal abgesehen davon, ist der Nano-Suit nur die technische Variante der Far-Cry-Droge, etwas wirklich Neues bietet das Spiel nicht. Es ist Shooter mit verbesserter Grafik – und?
Klar, ich will auch immer wieder Futter für meine Konsolen, für meinen Rechenknecht, aber dann bitte auch wirklich etwas ganz Neues. Sicher gibt es auch Neulinge, die bei Call of Duty 3 gesagt haben: „Oh, der Zweite Weltkrieg, das ist ja mal ein frisches Szenario“, aber die meisten unter uns Spielern sind schon länger dabei und gähnen bei diese Hintergrundgeschichte. BioShock war eine kleine Ausnahme, bei der das Shooter-Genre nicht auf den Kopf gestellt wurde, aber zumindest mit etwas mehr Pepp versehen wurde. Mir ist auch klar, dass die Publisher sich an neue Spielideen nicht herantrauen, weil es eben auch ein gewisses Risiko mit sich bringt – wer weiß schon, wie sich das verkaufen wird? Bitte nicht missverstehen: Ich mag Shooter wirklich gern, aber mir fehlen bei den meisten Neuerscheinungen die Überraschungsmomente, auch wenn uns immer die alten Ideen als Innovationen verkauft werden. Nein, so blöd ist niemand, oder? Wie wäre es mit einer verzwickten Geschichte, weniger linear, mehr interagierend oder einen neuen Sicht auf die Dinge, einer neuen Art zu kämpfen – so etwas wie The Darkness, bei dem sicher auch nicht alles großartig war, aber der Titel sticht durch Eigenständigkeit hervor. Meinen Dämonenkopf auf die Reise zu schicken, macht immer noch Spaß und ist mal etwas vollkommen Neues.
Bevor jemand seinen Rechner aufrüstet, empfehle ich den Griff ins verstaubte Regal, empfehle ich Titel wie Deus Ex, meinetwegen auch Far Cry oder die unübertroffene Atmosphäre des ersten Halo-Teils. Was wirklich gut ist, vergeht nicht so schnell und braucht dann auch keine Verbesserungen – so wie übrigens auch GameCaptain, die Seite im frischen Blau, mit versierten Redakteuren und einem Diskussionsforum, in dem auf hohem Niveau unterhalten wird. Echte Qualität lässt sich nun mal nicht noch verbessern.
>Armin Sengbusch
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