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Stormfront Studios offenbar am Ende

Fast 20 Jahre lang haben die Jungs von den Stormfront Studios Spiele entwickelt, zuletzt Die Spiderwick-Chroniken. Besonders bekannt sind auch ihre Umsetzungen zu Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme oder Eragon, und sie waren auch mal an EAs Madden-Serie beteiligt.

Nun hat ein Verantwortlicher gegenüber Next-Gen bestätigt, dass die Firma schließen muss, weil ihre aktuellen Projekte keinen Publisher fanden.

Damit zeigt sich einmal mehr, wie hart das Business ist. Ein gescheitertes Projekt kann schon das Aus bedeuten, weil die finanziellen Mittel für einen weiteren Prototyp oft nicht da sind. Erst vor kurzem mussten Iron Lore die Segel streichen, obwohl sie gerade erst das Dawn of War-AddOn Soulstorm fertiggestellt und mit Titan Quest einen Hit gelandet hatten.
von Joerg
02.04.2008 10:21

Quelle:
Next-Gen.biz

Tags:
Stormfront Studios

Deine Meinung

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Kommentare (3)

Rösisch schrieb am 02.04.2008 11:34
In einem Print-Magazin habe ich gelesen, dass der Hauptgrund für Iron Lore's Ende Raubkopien von Titan Quest waren bei einer Rate von 90% der illegalen Versionen. Auch bei Stormfront vermute ich ähnliche Tendenzen und wenn ich mir den momentanen Markt so anschaue, bin ich der Meinung, dass viele Produzenten dem PC leise Lebewohl sagen! Und herzlich Willkommen Konsolero! Ein Hauptgrund ist demnach die Softwarepiraterie... Sicher ist auch das ein oder andere versemmelte Projekt der Grund, aber die Marktsituation wird meiner Meinung nach durch Raubkopien verschärft, bzw. stark bedroht! Alles Jammern über den Verlust von talentierten Spieleentwicklern hilft da nicht, denn gute Arbeit entlohnt man und beklaut man nicht! Ich bin überzeugt davon, dass es bald noch viel mehr dieser Meldungen geben wird...
Alamar schrieb am 02.04.2008 13:39
Naja, Stormfront hatte nicht unbedingt ein verkaufsstarkes Portfolio, u.a. standen da auch solche Nieten wie Pool of Radiance 2 drin, welches von Gamespot den Preis für das "enttäuschendste Spiel des Jahres" erhalten hatte.
Kaeptn schrieb am 02.04.2008 13:44
Ich denke weder Raubkopien (Stormfront war schon immer CrossPlattform) noch alte Schrottspiele sind der Grund, sondern die struktur der Branche. Entweder du machst Auftragsarbeiten (AddOns, Lizenzspiele...) oder du entwickelst was eigenes. Letzteres musst du aber aus eigener Tasche finanzieren, bis ein Publisher drauf anspringt und wie Innovationsfreudig die sind, allein schon, wenn es um neue Marken geht, von neuen Genres ganz zu schweigen, sehen wir ja am Spielemarkt. Und wie der Stormftont-Manager sich ausdrückte sind offenbar gleich mehrere der Projekte von Stormfront "nicht gepitched" worden (sprich: Kein Publisher zeigte Interesse). Wozu führt das: Um sihcer zu sein, gepitsched zu werden, werden die Entwickler immer vorsichtiger, lieber altbekanntes als was neues, dass den Publisher zu riskant erscheinen könnte. Oder sie machen gleich gar nix eigenes mehr, sondern lassen sich für Fortsetzung XY anheuern. Sehr schade.
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