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Test: Battlefield 1942 - Secret Weapons of WWII

Kaum auf dem Markt und schon auf Platz 1 der Verkaufscharts. Aber wie gut ist das Add-On wirklich?
 
Gut ein halbes Jahr nach dem ersten Add-On Road to Rome bringt Electronic Arts die zweite Erweiterung zu Battlefield 1942 auf den Markt und landet in der ersten Woche direkt ganz vorn in den Verkaufscharts. Denn noch immer tummeln sich Abend für Abend Tausende von Spielern auf den Servern und selbst in meiner Zockerrunde spielen wir Battlefield immer noch regelmäßig. Gut designte Karten, die Möglichkeit alle Fahr- und Flugzeuge auch zu benutzen und das spannende Ticketsystem üben immer noch ihren Reiz aus. Kann das Add-On hier noch eins drauf setzen?

Historic fiction?

Während Road to Rome noch einen historischen Hintergrund hatte, handelt es sich bei Secret Weapons of WWII um ein fiktives Szenario. Die Einsätze finden diesmal teilweise auch in der Nacht statt, so dass man sich noch besser heranschleichen kann. Kernelemente auf den acht neuen Karten sind Flüsse oder Wasserflächen, die mit den neuen Amphibienfahrzeugen durchquert werden können, und Zäune, die man per Raketenrucksack überwinden kann.
Auch ein neuer Spielmodus ist dabei, der erstmals bei der kostenlosen Zusatzkarte Battle of Britain eingesetzt wurde: der Ziele-Modus. Hier gilt es als Angreifer alle Ziele zu zerstören, um das Spiel schnell zu gewinnen. Auf sechs verschiedenen Karten müssen Tanks, Generatoren oder Raketenabschussanlagen zerstört werden, die sich teilweise in Gebäuden befinden und somit leicht verteidigt werden können. Auch kann der Ingenieur beschädigte Ziele wieder reparieren. Daneben gilt aber das normale Ticketsystem, bei dem die Seite gewinnt, die die Tickets der anderen Seite zuerst auf Null bringt.

Versuchsfahrzeuge

Wem die Fahrzeuge aus Battlefield 1942 zu langweilig geworden sind, erhält mit dem Add-On 16 neue Versuchsfahrzeuge dazu, die alle etwas aus dem Rahmen fallen. Während die Panzer T95 und Sturmtiger noch am ehesten ihren Kollegen aus dem Hauptprogramm gleichen, bieten Amphibienfahrzeuge (Schwimmwagen und LVT-4 Wasserbüffel), Düsenjäger (McDonnell F-85 Goblin und Natter) und der Raketenrucksack eine gänzlich andere Spielerfahrung. Gerade die Düsenjäger sind sehr nervös und besitzen nur MGs (müssen den Gegner also direkt anfliegen), so dass sie ein ideales Ziel für die Flaks abgeben, wenn sie schnell genug erkannt werden. Neu ist auch die Wasserfall Lenkrakete, mit der sich nicht nur gegnerische Flugzeuge aus der Entfernung abschießen lassen, wenn man mit der diffizilen Steuerung erst einmal zurecht kommt, und das C-47 Transportflugzeug, der mobile Einstiegspunkt. Die beiden Nurflügel-Bomber Armstrong Whitworth AW-52 und Horton HO 229 lassen sich vom Boden aus gut mit dem Flakpanzer oder dem Sherman-Panzer mit T-34 Calliope Raketenwerfer vom Himmel holen. Den Abschluss bilden zwei Motorräder mit Beiwagen und MG (XA/42 und R-75) sowie das Kommandoboot.

Frischer Wind

Secret Weapons of WWII bringt auf zweierlei Weise ein neues Spielerlebnis: Zum einen bieten die neuen Fahrzeuge viele Möglichkeiten zum Ausprobieren und Experimentieren, und zum anderen sorgt der Ziele-Modus dafür, dass sich das Spielgeschehen auf einen Punkt konzentriert. So arbeiten wildfremde Leute besser zusammen, als wenn fünf über die Karte verteilte Kontrollpunkte eingenommen werden müssen. Grafik und Sound befinden sich auf einem hohen Niveau, sind aber gegenüber dem Hauptprogramm nicht wesentlich verbessert.
Eine Bemerkung noch zur Bewertung: Würden wir nur den Mehrspielermodus bewerten, so hätte Secret Weapons of WWII sicher eine Wertung von 91% verdient. Da der Einzelspielermodus allerdings aufgrund der schlecht einschätzbaren Bots eine zwiespältige Angelegenheit ist und wir nur eine Gesamtwertung vergeben, reicht es halt nicht um die 90%-Marke zu überspringen.
Screen 1
Der LVT-4 Wasserbüffel bei Nacht.
Screen 2
Das C-47 Transportflugzeug besitzt ein variables MG.
Screen 3
Die Schwimmwagen sind zwar schnell, versagen aber an Steigungen.
Screen 4
Diese Generatoren müssen zerstört werden.
Screen 5
Den Zustand dieses Experimentalflugzeugs kann man an den roten Kreisen auf der Karte erkennen.
Screen 6
Die C-47 in der Außenansicht.
Screen 7
Eines der beiden Motorräder.
Screen 8
Und zuletzt die Goblin.

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Battlefield 1942 - Secret Weapons of WWII

Packshot
Taktik-Shooter
von EA
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCSeptember 2003

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