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Test: C&C: Generäle
Nach der Indizierung ist nun eine entschärfte Fassung speziell für den deutschen Markt erschienen. Grund genug für einen neuen Test.EA Pacifics Strategie-Knaller CCG erlangte kurz nach Verkaufsstart im Frühjahr 2003 traurige Berühmtheit, da es als erstes Echtzeit-Strategie-Spiel in Deutschland von der BPjM indiziert wurde. Zirka ein halbes Jahr später legen die Entwickler nun mit Command & Conquer: Generäle eine speziell für den deutschen Markt abwandelte Variante in die Verkaufsregale. Wie hat das Spiel die Modifizierung überstanden und kann C&C: Generäle damit nach wie vor an der Spitze im Echtzeit-Strategie-Genre mithalten?Cyborg statt Mensch – kastrierte Story wegen IndizierungDie zu realitätsnahe Hintergrundstory der beiden Weltmächte China und USA im Kampf gegen die GBA (Globale Befreiungsarmee) mit insbesondere den brutalen GBA Einsätzen, meist gegen die wehrlose Zivilbevölkerung, sowie die Originalschauplätze Peking oder Bagdad waren ein Grund der zur Indizierung des Originals geführt hat. Um das Spiel dennoch auf dem deutschen Markt verkaufen zu können, hat sich EA Pacific kurzerhand dazu entschlossen, das Game nach dem Willen der BPjM zu entschärfen. Statt USA, China und GBA bekriegen sich nun die Westliche Allianz (WA), der Asiatische Pakt (AP) und die Internationale Befreiungsgruppe (IBG). Die Originalschauplätze wurden in Fantasienamen wie Twin Sword City für Bagdad oder ein banales Hauptquartier statt Washington umgetauft. Weiterhin kämpfen nun statt Menschen - wie schon im Ur-Command & Conquer von 1995 - nur noch Cyborgs gegeneinander. Diesen wurde mit akustischen Verzerrungen sogar blecherne Sprachausgabe gegeben. Leichte Veränderungen gibt es auch bei den Truppen. Der Selbstmordattentäter wurde zum rollenden Dynamitfass oder der Toxin-Traktor zum Säure-Traktor in dessen Strahl die Cyborgs aber nach wie vor wie im Original in zappelnden Animationen grausam verenden.Ansonsten blieben die drei Kampagnen mit ihrem Missionen und Einsatzzielen unangetastet. Lediglich die makabere GBA Mission, bei der ein UN Konvoi zu plündern ist und Hilfsgüter mit Gewalt von der Zivilbevölkerung zu stehlen sind, wurde ersatzlos gestrichen. Auf Grund all dieser Änderungen schafft es C&C: Generäle sogar einen Alterseinstufung ab 16 Jahre zu erreichen. Sie wurden befördert – Neues und BewährtesDas Aufbauen der Basis, mit dem die Missionen überwiegend beginnen ist nach wie vor aus den anderen C&C Titeln bestens bekannt. Von der Kaserne bis zur Abschussrampe für Atombomben stehen insgesamt 31 verschiedene Gebäude zur Verfügung. Neu ist hierbei allerdings die Finanzierung der Truppe. Statt Tiberium oder Edelmetall gibt es jetzt auf den Karten verstreut herumstehende Container mit Nachschublieferungen welche die einzige Ressource im Spiel darstellen. Weitere Einnahmen kann man durch die Plünderung herumstehender Kisten erzielen die meist auf den Karten versteckt sind.Eine weitere Neuerung bekommt man immer wieder gern akustisch vermittelt: „Sie wurden befördert“. Vom ein, drei bis zum fünf Sterne General kann man es in einer Kampagne von Mission zu Mission durch das Sammeln von Fähigkeitspunkten bringen. Diese bekommt man für die Zerstörung feindlicher Einheiten und Strukturen oder durch Siege auf dem Schlachtfeld. Je nach Generalsfähigkeitsgrad kann man damit insgesamt 36 verschiedene und stellenweise spielentscheidende Spezialangriffe und Boni freischalten. Da Fähigkeitspunkte immer knapp sind und nur einmal vergeben werden können, sollte man sich genau überlegen für welche Fähigkeiten man diese auch im Hinblick auf weitere Missionen einsetzt. Die verschiedenen Einheiten selber sammeln wiederum durch siegreiche Kämpfe in drei Stufen Erfahrungspunkte und steigen so bis zum Veteran auf. In der ersten Stufe werden die Einheiten schneller, ab der zweiten können sie sich selbst heilen oder reparieren und ab der dritten verursachen ihre Waffen doppelten Schaden. Sogar das übertragen von Erfahrungspunkten ist begrenzt möglich. Ein abgeschossener WA-Pilot mit Stufe Veteran den man in einen Panzer verfrachtet wertet diesen sofort zum Veteran-Panzer auf. Im Gegensatz zu den Generalspunkten kann man die Erfahrungspunkte für seine Einheiten aber nicht in die nächste Mission übernehmen. Einige Einheitentypen und verschiedenen Gebäude lassen sich zusätzlich noch für Geld mit 33 unterschiedlichen Forschungs-Upgrades aufrüsten. Beide Boni-Punkte-Systeme zwingen den Spieler dazu von Anfang an noch aggressiver zur Sache zu gehen um Punkte für die Generalskarriere und Erfahrungspunkte für seine Truppen zu sammeln. Gleichzeitig ist man geneigt seine erfahrenen Truppen nicht einfach zu verheizen sondern taktisch klug und mit geringsten Verlusten zum Sieg zu führen. Verteidiger des Friedens – Asiatischer PaktMilitärparade in einer asiatischen Großstadt. Plötzlich rasen Zivilfahrzeuge aus den Seitenstraßen auf die Parade zu und dann knallt es auch schon. Selbstmordkommandos der IBG greifen den Asiatischen Pakt direkt im Herzen an. Ab jetzt übernimmt der Spieler die Geschicke der Asiatischen Armee bei ihren Feldzug gegen die Terroristen.Cyborgs haben die Chinesen im Überfluss und zwingen den Feind mit der Masse der Truppen in die Knie. Doch wie jede Fraktion bei C&C: Genräle hat auch der Asiatische Pakt neben den Standardtruppen seine ganz eigenen Spezialeinheiten. Agentin „Schwarzer Lotus“, die perfekte Aufklärerin, kann Gebäude übernehmen und Fahrzeuge stilllegen. In der Luft kann der Spieler auf MIGs zurückgreifen die zwar schnell und wendig sind aber nur wenige Treffer vertragen. Als Landeinheiten sind der feuerspeiende Drachenpanzer, die mit Napalmgranaten bestückten Infernalgeschütze oder die Nukleargeschütze mit ihren vernichtenden Atomraketen besonders zu nennen. Der kräftige Overlordpanzer lässt sich mit zusätzlichen Türmen (Propaganda-, Gatlingturm, Bunker) bestücken. Zum Nachschubabbau benutzt der Asiatische Pakt ganz herkömmlich LKWs und Energie zapfen sie aus ihren Atomreaktoren. Spezielle Gebäude sind der Propagandaturm für die bessere Motivation der Einheiten und das Atomraketen-Silo für den finalen Raketeneinsatz. Als besonderes Upgrade lassen sich die unmittelbaren Umgebungen der Gebäude allesamt verminen. Als Generalsfähigkeiten stehen hier unter anderem ein EMP-Angriff (legt im Zielgebiet alle Fahrzeuge lahm) oder das Nukleargeschütz zur Verfügung. Der Asiatische Pakt spielt sich recht einfach und unkompliziert. Ist man erst einmal in der Lage drei bis vier mächtige Overlord mit unterschiedlichen Upgrades wie Propaganda- und Gatlingturm zu bauen kann man mit diesen plus drei, vier Drachenpanzern (gegen Panzerabwehr) als Unterstützung ins gegnerische Lager ziehen und dies dem Erdboden gleich machen. Verderben allen Unterdrückern – Internationale BefreiungsgruppeZivile PKW und LKW mit Bomben an Bord rammen einen asiatischen Bunker und jagen ihn sofort in die Luft. Die Bodentruppen rücken nach und die endgültige Erstürmung des kleinen asiatischen Stützpunktes ist nur noch Formsache. Dann Rückzug ins Berglager. Der Spieler übernimmt, und bekommt seinen ersten Auftrag. Die Sprengung eines Stauseedammes soll durch die ins Tal schießenden und alles vernichtenden Wassermassen gegen die Asiaten den Sieg bringen.Da die IBG aus dem Untergrund operiert, unterscheiden sich natürlich auch die Einheiten erheblich von den beiden anderen klassischen Armeen. Das Gegenstück zur asiatischen “Schwarzer Lotus“ ist auf IBG Seite Jarmen Kell mit seinen Superfähigkeiten, sowie spezielle rollende Dynamitfässer und Zivilfahrzeuge die gezielte Attentate gegen die Feinde unternehmen. Ein schneller Kampfjeep mit einem MG auf der Landefläche und der flinke Raketenbuggy unterstreichen die auf Terror ausgelegt Taktik. Besonders gegen die anrückenden Fußtruppen lässt sich der Säure-Traktor einsetzen. Die stärksten Waffen sind der SCUD-Werfer oder der Marodeurpanzer. Letzterer erweitert sich mit Schrottteilen zerstörter Einheiten selbst. Nachschub und Basenbau übernehmen hier zwangsrekrutierte Cyborg-Arbeiter. Spezielle Gebäude sind unter anderem ein Tunnelsystem durch das man schnell und sicher quer über die ganze Karte Kämpfer schicken kann. Da die IBG über keine Lufteinheiten verfügt setzt sie auf eine starke Luftabwehr in Form von Stingerstellungen. Nach dem Upgrade mit panzerbrechender Munition kann eine Stingerstellung durchaus einen Comanche Hubschrauber mit nur fünf Schuss vom Himmel holen. Fahrzeuge stellt man nicht selber im Werk her, sondern kauft sie beim Waffenhändler um die Ecke. Die IBG braucht für ihre Wüsten und Berglager keinen Strom so das man sich darum keine Gedanken machen muss. Als General der IBG hat man unter anderem die Möglichkeit seine Punkte in einen fiesen Hinterhalt zu stecken. Die IBG Truppen sind für den Spieler etwas schwerer zu handhaben. Doch schnell lernt man die flinken Fahrzeuge und das Tunnelsystem für seine Taktik zu nutzen und kann so mit einer gemischten Truppe aus drei, vier Marodeurpanzer in Verbindung mit ein, zwei SCUD-Werfern, einigen Raketenbuggys zur Luftabwehr und ein paar Säure-Traktoren gegen die Cyborgs gut gerüstet das gegnerische Lager angreifen. |
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