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Test: Medal of Honor - Allied Assault: Breakthrough

Das zweite Addon der Weltkriegssimulation. Sinnvolle Erweiterung oder hoffungslos veraltet?
 
Seiner Zeit zählte Medal of Honor zu den Meilensteinen bei den Weltkriegs-Shootern und auch heute erfreut sich das Spiel dank der spaßigen Multiplayermodi immer noch einer ziemlich großen Fangemeinde. Grund genug für die Entwickler, selbst im Angesicht von Battlefield 1942 noch ein weiteres Addon herauszubringen. Geht die Rechung auf?

Durchbruch

Dieses Mal kämpfen sie als US-Seargent John Baker in sehr abwechslungsreichen Missionen an den Fronten in Nordafrika, Sizilien und später auch Italien. Dabei verschlägt es sie gleich zu Beginn in ein von einem Wüstensturm heimgesuchtes Gebiet, wo man kaum die Hand vor Augen sieht und sie eine feindliche Stellung stürmen sollen. Später begleiten sie eine Panzerkompanie, müssen diese beschützen und mit einem Detektor durch ein mit Minen bepflastertes Gebiet gehen. Missionshighlight ist gekenterte Schiff: Während eines Levels im Inneren eines Zerstörers explodiert der Maschinenraum und das Schiff droht unterzugehen, eine willkommene Abwechslung. Dennoch bleiben echte Überraschungen und Spannungsmomente im Missionsdesign aus, wie etwa im Hauptprogramm beim Sturm auf Omaha Beach. Schade ist außerdem, dass die Story nicht wirklich zusammenhängt. Wenn sie eine Mission geschafft haben, wird ohne Zwischenstop direkt die nächste geladen und sie stehen wieder bei der Besprechung. Über den Hauptcharakter erfahren wir auch ziemlich wenig.
Die Spielzeit ist Addon-typisch und nach ca. zehn Stunden ist der Spaß zumindest im Singleplayermodus vorbei.

I am the one and only...

Wie von Medal of Honor gewöhnt werden sie fast immer alleine unterwegs sein, Kontakt mit Freunden haben sie meist nur beim Briefing. Und wenn sie dann doch mal von Verbündeten unterstützt werden, fallen diese aufgrund der eher mäßigen KI so schnell um, dass sie am Ende trotzdem auf sich gestellt sind. Die KI der Gegner ist dafür immer noch gut gelungen, bei Granatenwurf beispielsweise versuchen ihre Widersache diese zurückzuwerfen oder zumindest auszuweichen.
Die Waffen haben sich kaum verändert, immer noch ist das typische nur am Ende des Magazins nachladbare amerikanische Gewehr ihre Hauptwaffe. Dazu gesellen sich meist die gute alte Thompson und eine Pistole. Sie können zwar von den herumstehenden Waffen so viele aufnehmen wie sie wollen, aber dennoch keine von gefallenen Gegnern, sondern nur deren Munition. Herumstehende Geschütze wie Stand-MGs oder Mörser sind wie üblich benutzbar, besonderen Spaß macht hier die Panzerfahrt, auch wenn die Physik zu wünschen übrig lässt.
Ein hilfreicher Kompass zeigt ihnen immer in welcher Richtung ihr nächstes Missionsziel liegt.

...oder auch nicht

Richtigen Fans kommt es aber eigentlich weniger auf die erweiterte Solospielerkampagne an, sondern eher auf den neu dazugekommenen Multiplayermodus, der den Namen Liberation trägt. Das Besondere an ihm ist, dass ein gefallener Spieler erst wieder seinen Dienst an der Waffe antreten kann, wenn ihn ein Teamkamerad rettet. Daneben gibt es natürlich auch noch die typischen Modi wie Free for all, Teamdeathmatch oder Objective-based. Gelegenheit zum Spielen findet man im Internet genug, mehr als 600 Server zählte die Liste. Die Latenz ist nach wie vor relativ gering, so dass größere Gefechte ohne Probleme möglich sind. Und auf LAN-Ebene gehört Medal of Honor nach wie vor zum Repertoire von so manchen Spielern

Grafik und Sound

An der Engine wurde zum Hauptprogramm kaum noch was verändert. Weder richtig gut, noch richtig schlecht stellt sich die Grafik heutzutage dar. Haufenweise gut gemachte Scripts stehen an der Tagesordnung, die trotz der alten Engine noch immer Spannung erzeugen. Die Charaktermodelle sehen nach wie vor relativ schön aus und über den Sound braucht man sich auch nicht zu streiten, der ist wie immer erste Klasse, besonders die Waffengeräusche.

Vergleich und Fazit

Den Vergleich mit ähnlichen Spielen braucht Breakthrough nicht zu scheuen. Während Battlefield eher die Actionorientierten befriedigt und Day of Defeat und das kommende Call of Duty simulationslastiger sind, trifft Medal of Honor die Mitte. Grafisch übrigens auch, Battlefield sieht bei weitem besser aus, Day of Defeat dagegen wegen der noch älteren Engine schlechter. Letztendlich müssen aber Fans entscheiden, welchem Spiel sie den Vorrang geben. Aber Medal of Honor hat nach wie vor eine große Fangemeinde, die das AddOn sicherlich mit offenen Armen empfängt und sich sicher auch schon auf Teil 2 freut, der bei den Entwicklern schon in Arbeit ist.
Screen 1
In Nordafrika müssen wir eine Basis stürmen
Screen 2
Ein Fluss trennt zwei Stadtteile, wir auf der einen Seite, der Gegner auf der anderen
Screen 3
Vorsicht Minen
Screen 4
Die Weitsicht ist gut
Screen 5
Undercovermissonen: Meine Lieblingslevels bei MOHAA
Screen 6
Im umgekippten Zerstörer hat man zeimliche Probleme bei der Orientierung
Screen 7
Eine der wenigen neuen Waffen

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Medal of Honor - Allied Assault: Breakthrough

Packshot
3D-Shooter
von EA
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCSeptember 2003

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