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Test: Harbinger
Diablo im Weltraum. Hat der Klon auch das Suchtpotential des Vorbilds?| Es war einmal in einer Galaxis so was von weit weg, dass 97 Billionen Telefonbücher der Stadt Hamburg auseinandergeschnitten und die Seiten aneinandergereiht uns auch nicht großartig weitergeholfen hätten. Gut- wir hätten eine Menge Spaß gehabt und manch vorbeistreunendes Alien wäre mitleidig lächelnd seines Weges gezogen nicht ohne uns ein aufmunterndes: „Good job- bloody fucking Terrie!“ zuzurufen. Ja, ja, so geht’s zu im wilden Weltall und irgendwo da draußen, zwischen porösen Planeten und sittsamen Sonnen zieht ein stark angegammeltes, riesiges Raumschiff einsam seine Bahn: Die Harbinger! Wahrlich keine friedliche Mission auf der sich die Harbinger befindet. Auf ihrem Weg durch die unendlichen Weiten zerbröselt sie Planeten, löscht ganze Zivilisationen aus und klaut alten Damen die Handtaschen. Natürlich macht so ein Raumschiff das nicht aus eigenem Antrieb, ist ja letztendlich nichts anderes als ein aufgerüstetes Ruderboot! Nein, nein, hinter alldem verbirgt sich der megaböse Overlord der hier sein finstres Regime führt und aus den Opfern seiner Schandtaten Sklavenarbeiter rekrutiert. Aber irgendwo im tiefen Bauch der Harbinger versteckt sich ein Häuflein Rebellen und plant die Flucht von diesem ungastlichen Ort... Diablo trifft Heavy MetalSo weit, so Vorgeschichte, was uns aber letztlich präsentiert wird ist ein weiterer Diablo-Clone diesmal im futuristischem Gewand.Zu Beginn entscheiden wir uns genretypisch für einen der drei möglichen Protagonisten. Da haben wir den menschlichen Söldner, den roboterhaften Gladiator und ein extraterristisches Wesen namens Culibine. Jeder Charakter hat seine eigenen Spezialitäten. Unser Artgenosse platziert diverse Minen und blastert sich seinen Weg frei, der Gladiator steuert vorwitzige und explosive Kameras in die Reihen seiner Feinde und blastert sich seinen Weg frei und Culibine schließlich verfügt über Selbstheilung, kreisförmige Defensiveruptionen und, genau, blastert sich ihren Weg frei. Auf den Spielablauf hat die Wahl der Spielfigur nur geringen Einfluss, so die leicht veränderte Storyline sowie unterschiedliche Kommunikation mit den NPC`s. Jede Puppe nennt vier Charakter- bzw. Fähigkeitswerte ihr eigen, die bei einem Levelaufstieg mit drei zu vergebenden Punkten gesteigert werden darf, mehr Einflussnahme auf die Charakterentwicklung gibt es leider nicht. Aber bleiben wir bei den Ähnlichkeiten mit El Diablo: Hier wie dort die gleiche bescheuerte Inventarverwaltung, das heißt immer zuwenig Platz und ständiges Umsortieren der zahlreichen Fundstücke. Tatsächlich findet man Ausrüstungsgegenstände für alle drei Charaktere, von denen dann aber nur ein Drittel brauchbar ist, der Rest wird vertickt. Immerhin gibt es in einigen Leveln Fächer in denen wir überschüssigen Ballast lagern können, der dann wie durch Zauberei in der Nähe des einzigen Händlers wieder materialisiert. Rüstungen und Waffen sind - auch das kommt uns bekannt vor - mit Zusatzmodulen zu verbessern. Selbst die Hotkeys mit denen man den Fernkämpfer am Boden festnagelt oder die durchsichtige Levelkarte aufruft und verschiebt sind eins zu eins übernommen. Macht ja nix, höre ich da raunen, wenn’s Spaß macht. Na ja und genau da gerät unser Raumschiff leicht ins trudeln. |
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