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Call of Duty
3D-Shooter
von Activision
PCNovember 2003
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Test

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Medal of Honor hat seiner Zeit sowohl auf der Konsole als auch auf dem PC einen hohen Standard gesetzt: Ein Weltkriegs-Shooter, der eine nie zuvor gesehene und gespürte Atmosphäre erzeugte. Zwei Jahre später ist ein Großteil des damaligen Entwicklerteams zu Infinity Ward gewechselt und bringt nun sein Erstlingswerk Call of Duty heraus. Kann das Spiel wirklich an seinem Vorbild vorbeiziehen?

Mittendrin

“In dem Krieg, der die Welt veränderte fiel die Entscheidung nicht durch einen einzelnen, viele kämpften und starben“. Diese wahren Worte sind nicht für jeden Entwickler selbstverständlich. So schickten fast alle ihren Titelhelden alleine gegen eine Übermacht los. Doch das ist natürlich geschichtlich nicht ganz korrekt. Ein einzelner alliierter Soldat hätte nie im Leben gegen mehrere Achsenmächtler bestehen können, das ist nur im Spiel möglich. Diese Selbstverständlichkeit griffen die Entwickler von Infinity Ward jetzt auf und versuchen ein Mittendringefühl zu vermitteln, indem sie sie so gut wie nie alleine auf dem Feld ihre Pflicht erfüllen lassen. Langweilige aneinander gereihte Einzelspielereinsätze gehören der Vergangenheit an, ab jetzt wird im Team gekämpft.
In drei Kampagnen schlüpfen sie nacheinander in die virtuelle Soldatenrolle für Amerika, England und die Sowjetunion. Dabei kämpfen sie unter anderem in der französischen Normandie (diesmal hinter den feindlichen Linien), verteidigen Stalingrad gegen die Deutschen und stürmen letztendlich den Reichstag in Berlin.
Zuvor weißt sie aber noch ein hilfreiches Tutorial in die wenig komplizierte Steuerung ein, bevor es dann mit dem ersten Briefing losgeht.

Alle für einen...

Das Spiel erinnert sehr stark an Medal of Honor: Allied Assault, was aber kein Nachteil ist. Tatsächlich wollten die Entwickler dank ihrer Erfahrung mit dem Genre eine noch bessere Atmosphäre schaffen. Und es ist ihnen mehr als gelungen. Noch nie zuvor war der zweite Weltkrieg so (erschreckend) real wie bei Call of Duty. Die Scriptereignisse wurden nochmals überarbeitet und wirken noch echter und unvorhersehbarer, das Leveldesign ist extrem gut gelungen, an jeder Stelle gibt es Action satt.
Das beste Feature aber ist, dass sie wie gesagt kaum noch alleine unterwegs sein werden und sich meistens in einem Squad bewegen, was ja eigentlich auch logisch ist, da auf dem Schlachtfeld eigentlich niemand was auf eigene Faust unternimmt. Ihr Team dient dabei aber nicht nur als lebende Zielscheibe sondern ist erfreulich clever. Selbst wenn sie nicht nachhelfen, bewegen sich ihrer restlichen Mitglieder allmählich auf der Karte fort. Sie geben ihnen Deckungsfeuer, sterben ungescriptet, gehen bei Beschuss in Deckung und ziehen verletzte Soldaten aus der Gefahrenzone. Dadurch entsteht das Gefühl, dass man wirklich nicht alleine unterwegs ist. Wenn sie auf einen ihrer Kameraden zielen, sehen sie sofort seine gesundheitliche Verfassung markiert durch Statusfarben. Jeder Soldat trägt zusätzlich noch einen eigenen Namen, was auch das Wir-Gefühl steigert. Falls nun doch einmal ein Mitglied sterben sollte, müssen sie auch nicht gleich verzagen, in den meisten Levels rückt nach einiger Zeit unauffällig ein neuer Mitspieler nach. Nur wenige Missionen geben eine bestimmte Anzahl Kameraden vor, so dass sie, wenn diese sterben auf sich allein gestellt sind.
Aber auch die Gegner sind nicht blöd. So decken sie sich ebenfalls gegenseitig, geben Sperrfeuer, während der andere zu einer Position rennt, alarmieren ihre Mitglieder bei einem Granatenwurf, werfen diese dann zurück oder weichen zumindest aus. Übrigens: Wenn sie sich wirklich wie im Krieg fühlen wollen, spielen sie auf dem härtesten der vier Schwierigkeitsgrade, da treffen auch die Deutschen besser

Was wäre ein Soldat ohne sein MG?

Beim gemeinsamen Vorgehen zeigt ihnen stets ein hilfreicher Radar-Kompass ihre Position und das nächste Missionsziel an. Ihre Energieanzeige kennzeichnet ebenfalls mit Statusfarben, wie es ihnen im Moment geht. Diese kann aber auch sehr schnell abnehmen, wenn sie z.B. die ganze Zeit Kopftreffer einstecken müssen. Eine aufblinkende Schadensanzeige zeigt ihnen stets an, woher der Schuss kam, auch wenn sie sich hastig drehen.
Ihre Waffen sollten ihnen von Medal of Honor und Co. schon bekannt vorkommen, wie immer sind sie groß an der Zahl. Allerdings unterscheiden sich die Wummen von Nation zu Nation. So rennen die Amerikaner mit der guten alten Thompson-MP los und die Briten mit einer Sten MP. Zusätzlich können sie noch jedem deutschen Gefallenen seine Waffe abnehmen und benutzen. Allerdings können sie nur maximal zwei Primärwaffen mit sich tragen und müssen oftmals schnell abwägen, welche Waffe ihnen im Moment nützlicher ist. Neu ist, dass man jetzt jede Waffe anlegen und so über Kimme und Korn zielen kann um besser zu treffen.
 
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