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Test: Löwenherz

Das gleichnamige Brettspiel von Klaus Teuber (Siedler von Catan) das 1997 den deutschen Spielepreis erhielt, war Vorlage für diese PC-Umsetzung.
 
König Löwenherz ist auf dem Heimweg in sein Reich, doch ehe er dort Ruhe und Ordnung wiederherstellen kann, bricht erst einmal Chaos aus, denn die Fürsten wollen ihre Pfründe sichern und sogar noch ausbauen, ehe der König heimkehrt.

Grenzen setzen

Löwenherz ist die Umsetzung des gleichnamigen Brettspiels von Klaus Teuber (Siedler von Catan), das erstmals 1997 erschien und dieses Jahr neu aufgelegt wurde. Als Spieler schlüpft man in die Rolle eines der bis zu vier Fürsten, die versuchen sich ein möglichst großes Reich zu schaffen.
Gespielt wird auf einem 12x12 Felder großen Brett auf dem sich Wiesen, Wälder, Dörfer und Minen sowie im Zentrum die Königsstadt befinden. Zu Beginn platziert jeder Spieler seine vier (bei vier Spielern drei) Burgen, die jeweils mindestens sechs Felder voneinander entfernt stehen müssen, sowie neben jede Burg einen Ritter. Im Spielverlauf setzt jeder Spieler dann auf die Linien zwischen den viereckigen Feldern Grenzsteine, gelingt es ihm damit ein Gebiet vollständig zu „umzäunen“ in dem seine Burg steht – wobei der Spielfeldrand auch als Grenze gilt – gilt es als sein Reich und er bekommt Siegpunkte. Für umschlossene Wiesen gibt es keinen, für Waldfelder einen, für Dörfer drei und die Königsstadt fünf Siegpunkte. Hat man einmal ein Reich gegründet kann man ihm angrenzende Felder durch Erweiterung einverleiben, vorausgesetzt sie gehören entweder keinem Reich oder einem Reiche an, in dem weniger Ritter stehen als im eigenen. Raubt man einem Gegner Felder aus dessen Reich muß dieser Siegpunkte für dadurch verlorene Wälder/Dörfer wieder abgeben.

Dukaten, Bündnisse und Überläufer

Die Spieler sind immer abwechselnd am Zug und nachdem zu Beginn die drei Burgen samt Ritter gesetzt wurden bekommt jeder drei sogenannte Machtkarten, die ihm eine oder zwei der folgenden Aktionen ermöglichen:
- Grenzsteine setzen (es gibt Karten die es ermögliche einen, zwei oder drei Grenzsteine zu setzen)
- Gebiet erweitern (man kann ein bereits eingegrenztes Gebiet um ein oder zwei Felder erweitern)
- Ritter einsetzen (der Spieler darf einen oder zwei Ritter aufstellen, wobei diese auf ein Feld gesetzt werden müssen das an eines angrenzt auf dem bereits ein eigener Ritter oder eine eigene Burg stehen)
- Bündnis schließen (eine Art Zwangsbündnis zwischen zwei Gebieten wird geschlossen, der Gegner kann nicht ablehnen. Danach kann keines der Gebiete sich in das jeweils andere erweitern
- Überläufer (aus einem gegnerischen Gebiet nach Wahl des Spielers muß ein Ritter entfernt werden, in einem daran angrenzenden eigenen Gebiet darf er dann einen eigenen einsetzen)
Bieten die Karten zwei Aktionen an, muß der Spieler beim Ausspielen eine der Aktionen auswählen. Jede Karte kostet beim Ausspielen Dukaten, hat der Spieler nicht genug Geld, kann er auch eine Karte verkaufen, sie wird dann auf dem Machtmarkt abgelegt. Dukaten erhält man über die Minen, die sich in den eigenen Gebieten befinden. Es gibt vier unterschiedliche Minen, bei erreichen eines Monopol auf eine Minenart bekommt man fünf Siegpunkte, ansonsten für jeden Minentyp den man besitzt (unabhängig davon ob nur eine oder mehrere) eine Dukate.
Hat man nun eine Machtkarte ausgespielt bzw. sie verkauft und ggf. die Aktion ausgeführt, zieht man entweder vom Machtkartenstapel verdeckt eine Karte nach oder zieht eine vom Machtmarkt (jedoch nicht die, die man gerade selbst verkauft hat).
Das Spiel endet wenn eine – je nach Spielerzahl schwankende – Zahl von Siegpunkten erreicht wurde oder alle Machtkarten ausgespielt wurden.

Umsetzung

Die Umsetzung ist ganz im Stiel der bereits vorher erschienenen Brettspieladaptionen (Expedition nach Tikal, Torres usw) gestaltet. Das dreidimensionale Spielbrett kann unsinnigerweise gezoomt und rotiert werden, wobei wieder nur eine der Vogelperspektive nahe kommende Sicht genug Übersicht bietet. Grafisch ist das Spiel leider auf ähnlich schwachem Niveau wie Torres, alles wirkt zudem perspektivisch etwas verzerrt und stellt man die Auflösung hoch werden die Schriften unleserlich. Gut gelungen sind hingegen Tutorial und Steuerung und auch Musik und Sprachausgabe sind ok.
Die Spielgegner der KI-Gegner kann in drei Stufen eingestellt werden und ist – wie das ganze Spiel - recht anspruchsvoll.
Als schlechten Scherz muß man wohl den Multiplayermodus bezeichnen. Denn der besteht nur aus der Installationsdatei der Catan Online-Welt in der man dann nach der Installation das Spiel spielen kann, aber eben in einer webbasierten Fassung die nichts mit dem hier besprochenen Spiel zu tun hat und die man auch spielen kann OHNE dieses zu kaufen. Eine LAN- oder HotSeat-Unterstützung vermisst man einmal mehr. Dennoch macht die Singleplayer Variante Spaß und - da Löwenherz ein recht komplexes Spiel ist - auch Sinn, wer also die Augen vor der schwachen Optik verschließen kann und das Spiel zu mehreren sowieso lieber am guten alten Brett am Tisch spielen will, kann ruhig mal einen Blick riskieren.
Screen 1
Das Tutorial führt Neulinge gut in die Regeln ein
Screen 2
Bei dieser KArte stehen zwei Aktionen zur Wahl
Screen 3
Ein Gebiet wurde umschlossen
Screen 4
Weder hübsch noch sinnvoll: Die Nahansicht
Screen 5
Schade, nur zweiter.

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Löwenherz

Packshot
Brettspiel-Umsetzung
von Dartmoor Softworks
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
PCNovember 2003

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

Bewertungen zum Spiel

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