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Test: Dragon Throne

Nicht gerade zum ersten Mal wird die Romanvorlage "Romanze der drei Königreiche" für ein Spiel genutzt. Was ist diesmal dabei herausgekommen?
 
Echtzeitstrategie aus China? Warum nicht, hatten wir schon einmal 2001 mit Three Kingdoms - Im Jahr des Drachen, das aber hierzulande wahrlich nicht der Reißer war und sang und klanglos untergegangen ist. Publisher Modern Games will nun mit Dragon Throne - Battle of Red Cliffs die Fortsetzung auf die deutschen Festplatten bringen. Gleich vorweg, ab hier wird das ganze Unterfangen zu einem schlechten Scherz: Bei Dragon Throne handelt es sich im wesentlichen um das gleiche Spiel mit gleicher Story und gleichem Ziel nur mit anderem Namen und geringsten Veränderungen. Kann das die strategieverwöhnten deutschen Spieler begeistern?

Liu Bei, Sun Quan und Cao Cao

Diese drei Namen kommen einem sofort bekannt vor, wenn man, ja wenn man den Roman „Romanze der drei Königreiche“, verfasst vom chinesischem Dichter Luo Guanzhong im 14. Jahrhundert, gelesen hat. Die Hintergrundstory ist ziemlich komplex und gerade für Freunde der chinesischen Geschichte aus den Jahren um 200 n.Chr. durchaus sehr reizvoll. Alles wird im Handbuch und in vorgelesenen Text-Zwischensequenzen a-la Age of Empires II geschichtlich korrekt erzählt. Leider wird die Story dadurch viel zu trocken und der Spielspass bleibt auf der Strecke.
Zusammengefasst geht es darum nach dem Niedergang der fast 400jährigen Han Dynastie mit einem der drei neuen Möchtegern-Herrscher Chinas, eben diesen Herren Liu Bei, Sun Quan und Cao Cao, ein neues Imperium aufzubauen. Genau wie im Vorgänger gibt es dafür für jeden Charakter eine eigene Kampagne deren Ziel es ist die beiden anderen Kontrahenten mit siegreichen Schlachten, politischen Intrigen und dem Aufbau einer florierenden Wirtschaft aus dem Rennen zu werfen.
Die drei Kampagnen mit jeweils sieben Missionen können immerhin mit verzweigten Schlachten auf mehreren Karten aufwarten. Kurz um, man besetzt auf den Länderkarten durch Gebäude markierte Städte und kann nun auf einer weiteren Karte in dieser Stadt die Basis errichten und ausbauen. Trotz dieses Features spielen sich die Missionen vollkommen gleich, weil es immer nur darum geht alle, aber auch wirklich alle Feinde auf den Karten zu vernichten. Dies nervt besonders, wenn man auf bis zu drei Karten pro Mission noch einen einzelnen Lanzenträger der Feinde suchen muss, um die Mission zu beenden.

Alle Hände voll zu tun

In Dragon Throne baut man genretypisch seine Basis auf, dies funktioniert jedoch nur auf den Stadtkarten. Es gibt verschiedene Gebäude wie Tempel, Bauernhöfe oder militärische Ausbildungscamps. Das wichtigste jedoch ist das Gerichtsgebäude. Wird dies vom Feind eingenommen gehört die Basis mit sämtlichen Arbeitern und Gebäuden dem Gegner. Dies funktioniert natürlich auch andersherum.
Die „Produktion“ von einfachen Bürgern erfolgt in unserem Haupthaus. Von hier werden die Leute dann in die jeweiligen Gebäude gesteckt. Braucht man neue Soldaten so sendet man die Einwohner erst umständlich in die Ausbildungscamps für Bogenschützen, Schwertkämpfer oder Lanzenträger usw.
Bei der Rohstoffgewinnung geht es ähnlich umständlich zu. So bauen die Arbeiter die Rohstoffe Holz und Eisenerz bei entsprechen Klick auf die Vegetation oder die vorhandenen Minen automatisch ab, jedoch bedarf es im zu erbauenden Bauernhof einer konkreten Befehlserteilung damit die Bauernlümmel überhaupt erst einmal arbeiten. So kann man die Bauern zum Felder bestellen oder zum Schweinehüten einteilen, damit die verschiedenen Rohstoffe wie Getreide, Mais oder Fleisch ins Lagerhaus kommen. Wein wird übrigens im Wirtshaus hergestellt, jedoch auch hier nur wenn man einfache Bürger zum arbeiten in dieses schickt. Ganz wichtig im Spiel sind Pferde die man entweder in der Wildnis einfängt, von Gegnern erbeutet oder im Stall züchtet. Auf dem Marktplatz kann man sogar Handel mit anderen Städten treiben. Eine Akademie sorgt für die Erforschung neuer Technologien gegen entsprechende Goldmittel, die man durch Zölle von eroberten Städten und Dörfern einnimmt. Die über 100 Forschungs- und Upgrademöglichkeiten überfordern den Spieler aber maßlos.
Screen 1
Das Gerichtsgebäude
Screen 2
Überfall auf das Stadttor
Screen 3
Blutgetränkte Erde nach dem Gemetzel
Screen 4
Frische Pferde für unsere Truppen

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Dragon Throne

Packshot
2D-Echtzeitstrategie
von emme, Strategy First
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCNovember 2003

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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