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Test: Prince of Persia: Sands of Time
Lara Croft und Co. müssen zittern, der Prinz von Persien höchstpersönlich nimmt sich ihrer an um den Genrethron zurückzuerobern.
Das Flair der legendären Prince of Persia Serie, welche 1989 als einfaches DOS-Spiel begann, wurde vor vier Jahren von dem eher durchwachsenen Prince of Persia 3D etwas gedrückt. Nun schreiben wir das Kalenderjahr 2003 und die Entwickler der Vorgänger wollen der Serie wieder zu altem Glanz zurück verhelfen, was die Rückkehr an die Genrespitze voraussetzt. Gelingt ihnen das Comeback?Prince formally known as the PrinceWenn man das Spiel startet, fühlt man sich direkt wie in 1001 Nacht bei Alladin und Co., denn die Geschichte könnte glatt ein orientalisches Märchen sein und wird von den Entwicklern fabelhaft veranschaulicht.Was würde Indiana Jones im orientalischen Zeitalter machen? Vermutlich das gleiche, was auch der jüngste Sohn von König Sharaman macht: Rätsel lösen, Gegner verhauen, hier und da einen saloppen Spruch vom Stapel lassen und Frauen retten. Die Geschichte beginnt so, dass der König und sein Sohn mal wieder auf Eroberungszug sind. Angelangt in der Schatzkammer des feindlichen Reiches findet der Prinz einen geheimnisvollen Dolch, sowie eine riesige schimmernde Sanduhr. Die Schätze werden eingesackt und die Sanduhr einem unterworfenen Sultan zum Geschenk gemacht. Alle fragen sich allerdings, was es mit der Uhr auf sich haben könnte. Schließlich passiert das Unfassbare und der namenlose Prinz, beeinflusst von einem bösartigen Wesir, stößt den Dolch in die Sanduhr. Ein großer Materieausstoß beginnt und plötzlich verwandeln sich alle Menschen im Palast in Monster, selbst sein Vater. Nur der Prinz, der Wesir und die Tochter des Sultans kommen unbeschadet davon, warum sie verschont wurden ist zunächst nicht klar. Und so beginnt die Reise des Prinzen durch das Schloss des Sultans eine Antwort zu finden und alles wieder rückgängig zu machen, schließlich ist er Schuld an dem Schlamassel. Vorerst macht sich der Prinz mit dem Dolch alleine auf den Weg, wird aber später von der Prinzessin Farah begleitet, die er oftmals benötigt um bestimmte Rätsel zu lösen. Auch wenn sich der Prinz nur durch dieses eine Schloss bewegt so stolpert er doch in eine riesige kaum überschaubare Welt hinein. Unter anderem besucht er Orte wie eine große Folterkammer oder ein Turmverlies. Olympisches GoldGespielt wird genreüblich aus der Verfolgerperspektive und mit Maus und Tastatur. Bewaffnet mit Dolch und Säbel schlägt sich der Prinz durch die vielfältigen Gegnerhorden und Level. Anders als bei „normalen“ Spielen ist hier, dass die Gegner sozusagen Geister und demnach unsterblich sind, also sind sie mit konventionellen Waffen nicht bezwingbar. Hier kommt der Zauberdolch zum Einsatz, welcher in die vorher bearbeiteten und geschwächten Gegner gerammt werden muss, um sie aufzulösen. Die Kämpfe gestalten sich allerdings ziemlich einfach, nur zwei Schlagtasten und die Sprungtaste werden benötigt um schon tolle Kombinationen hinzaubern zu können.Doch massenweise Gegner sind nicht alles, was das Spiel zu bieten hat. Zahlreiche Rätsel und Geschicklichkeitseinlagen warten auf den Prinzen. Dabei bedient sich der Prinz eines Movesrepertoires, bei dem Lara Croft als Bewegungslegastheniker bezeichnet werden kann. Elegant, flexibel und akrobatisch bewegt sich der Protagonist durch die einzelnen Areale. Gravitationsgesetze spielen dabei kaum eine Rolle: Scheinbar unerreichbare Stellen werden ganz einfach durch einen „Wallrun“ überwunden, um auf einen höheren Standort zu gelangen, springt er einfach von Wand zu Wand, bei Gegnern wird einfach ein Salto über ihren Kopf hingelegt um sie dann von hinten zu überraschen. Und wer jetzt denkt, solche Aktionen bekommt er nie zu Stande, der irrt. Mit nur einer Taste löst man je nach Umgebung eine Bewegung aus, welche schon nach kurzer zeit dank kinderleichtem Handlings perfekt beherrscht wird. In Sachen Steuerung setzt Prince of Persia also wirklich Maßstäbe. Herr der ZeitWer das alles schon aufregend findet, kennt aber noch nicht das eigentlich Feature des Spiels. Der Prinz hat nicht nur zum Hauen seinen Dolch dabei. Mit ihm kann er Sachen machen, die die von Neo und Co. wie lahme Spielereien erscheinen lassen. Denn warum die Zeit verlangsamen, wenn man sie auch zurückspulen kann? Wenn der Gute unbeabsichtigt mal in die Tiefe fällt oder von einem Gegner erledigt wurde, bedient man sich einfach der Replay-Funktion und dreht die Zeit zurück bist zu der Stellen, an der man das Unglück noch verhindern kann. |
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