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Test: Legacy of Kain - Defiance

Kain und Raziel sind wieder da. Ob die beiden Vampire saugen oder Spass machen klärt unser Test.
 Legacy of Kain - Defiance
Nun geht sie also in eine neue Runde, die Geschichte um die beiden Vampire, denen das Schicksal so übel mitgespielt hat. Der eine, Kain, ist König über das Vampirreich Nosgoth das sich im Zerfall befindet. Er weiss das sein Schicksal von unbekannten höheren Mächten gelenkt wird und sein freier Wille nur eine Illusion ist. Frustriert über seine Situation und den Zerfall Nosgoths versucht er um jeden Preis seinen Fehler (denn er ist für den Verfall seiner Welt verantwortlich) rückgängig zu machen. Um Antworten auf seine Fragen zu finden muss Kain den Zeitmagier Möbius finden, der anscheinend schon lange seine Hände mit im Spiel hat.
Auf der anderen Seite wäre da Raziel. Einst Günstling von Kain, dann aber, weil ihm vor seinem Meister ein paar Flügel wuchsen, von ihm verstoßen und in einen riesigen Strudel geworfen (Wasser ist für Vampire tödlich). Nachdem Raziel ein paar Jahrhunderte am Boden des Strudels gelegen hatte, wurde er von einer mysteriösen Gottheit wieder zum (untoten) Leben erweckt. Weil es in Nosgoth kaum noch Seelen gibt (von der sich die Gottheit ernährt) soll Raziel für ihn auf Seelenfang gehen und bekommt nebenbei die Gelegenheit Rache zu üben. Nach zwei Soul Reaver-Titeln hat Raziel aber nun keine Lust mehr, weiterhin den Laufburschen zu spielen und entkommt dem älteren Gott durch eine List um seinen eigenen Weg zu gehen und sein wahres Schicksal zu ergründen.
Fans der Serie werden die Geschichte um die beiden Vampire sicher besser verfolgen können. Einsteiger tun sich Anfangs etwas schwerer, kommen aber nach einer Weile auch ganz gut zurecht. Ich kann aber nur empfehlen zumindest die Spiele Soul Reaver 1 und 2, sowie Blood Omen 2 gespielt zu haben, um die Story vollständig zu verstehen. Das erste Blood Omen (düsterer Zelda/Diabloclone) muss man dafür nicht unbedingt kennen.

Gib mir deinen Saft !!

In Legacy of Kain: Defiance spielt man abwechselnd Kain oder Raziel, wobei sich die beiden Spielfiguren nur wenig unterscheiden und ähnliche Fähigkeiten besitzen. Mal abgesehen davon das Kain Blut und Raziel Seelen saugt, was aber spieltechnisch dasselbe ist. Zudem verfügen beide Figuren über den Soul Reaver, ein magisches Schwert mit besonderen Eigenschaften. Kain besitzt die physische Ausführung, Raziel das spektrale Geistergegenstück. Das Schwert wird (ausser zum kämpfen) meistens gebraucht um als Schlüssel irgendwelche magischen Türen zu öffnen/Barrieren zu entfernen oder um Spezialfertigkeiten wie kurzzeitige Unsichtbarkeit oder erhöhte Kampfkraft zu erlangen, die man im Laufe des Spiels bekommt.
Die Levels sind recht gradlinig und haben kaum Abzweigungen. Der Spieler ist meistens damit beschäftigt Gegner zu bekämpfen und relativ leichte Rätsel zu lösen. Die arcadelastigen Kämpfe stehen jetzt etwas mehr im Vordergrund als bei den Vorgängern, sind aber auch nicht allzu anspruchsvoll. Spass machen sie, auch wenn sich nach einiger Zeit eine gewisse Routine einschleicht, wobei es recht lustig ist wenn man die Gegner mit seinem Schwert immer wieder in die Luft befördert, so als würde man mit ihnen Tennis spielen. Und wenn man dann doch mal im Eifer des Gefechts ins Gras anstatt in den Hals beisst ist das auch kein Beinbruch. Man startet dann beim letzten erreichten Checkpoint und die sind relativ fair verteilt, so dass man nur kurze Laufwege zurücklegen muss. Nervig ist das bloß bei den (eher seltenen) Jump’n‘Run Sequenzen, weil einige wegen der Kameraführung recht oft wiederholt werden müssen bis man mal rüber ist.
Die Rätsel sind, wie schon erwähnt, in der Regel mit ein wenig Grips leicht zu lösen. Bei Raziel kommt jedoch noch das Element der Spektralwanderung dazu. Er kann an bestimmten Orten zwischen der realen und der Geisterwelt hin- und herwechseln. Einige der Rätsel lassen sich nur durch einen solchen Wechsel lösen, weil sich die Landschaft verändert und so z.B. zwei vorher zu weit voneinander entfernte Säulen zusammenrücken, so das man von einer zur anderen springen kann. Ausserdem kann er nur in der Spektralwelt durch Gitter gleiten, während sich normale Türen nur in der normalen Welt öffnen lassen. Generell kann Raziel nur in der Welt der Sterblichen seine materielle Umwelt beeinflussen, z.B. Schalter umlegen.
Screen 1
Raziel in der Spektralwelt
Screen 2
Wo alles begann: Kains Gruft
Screen 3
unschöne Pappaufstellerbäume
Screen 4
Die Straßenkünstler hier waren mal besser

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Legacy of Kain - Defiance

Packshot
Action-Adventure
von Eidos
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCFebruar 2004
PS2Februar 2004
XboxFebruar 2004

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