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Viele kennen es, das Online-Rollenspiel Everquest. 1999 gestartet, verbringen laut Sony ca. 450.000 Menschen weltweit (60.000 in Europa) ihre Freizeit in der Märchenwelt von Norrath. Nun verpacken Ubi Soft und Sony die Geschichte in ein Echtzeit-Strategie-Titel a-la WarCraft 3 und versetzten uns mit Lords of Everquest in eine Zeit die 10.000 Jahre vor dem Online-Hit angesiedelt ist. Zum Test lag uns die Deluxe Edition in komplett deutscher Sprache vor, die vor kurzem erschienen ist, die englische Version erschien bereits im Dezember. Von Artefakten, Allianzen und mächtigen LordsAlte Schriftrollen, Mythen, Legenden und Erzählungen berichten von Geheimnissen wie wertvollen Artefakten und anderen Schätzen die in den dunkelsten Ecken Norraths versteckt sein sollen. Wer diese Dinge in seinem Besitz hat wird uneingeschränkte Macht und Stärke bekommen, berichten die alten Frauen ihren Enkeln in den uralten Gute-Nacht-Erzählungen. Alle erschaudern vor dem Namen des verbannten Kriegsgottes Rallos Zek der Norrath fürchterliche Rache schwor. Warum interessiert sich die Zauberin Solruua gerade jetzt für diese Gegenstände, welchen Interessen geht dabei der gerissene Dieb Finsterauge nach und welche Rolle spielen die drei Allianzen von Norrath, die Bruderschaft der Dämmerung (Dawn Brotherhood), die Elddar Allianz (Elddar Alliance) und das Schattenreich (Shadowrealm)? Genau das sollen wir Spieler für jede Allianz in einer eigenen Kampagne herausfinden. Die etwas lahme Grund-Story bleibt bei allen drei Fraktionen dieselbe nur der Blickwinkel zum Geschehen ändert sich.MissionseinerleiDie jeweils zwölf Missionen der Kampagnen bringen nicht sehr viel Abwechslung. Meist gilt es alle Gegner zu eliminieren, eine Stellung zu halten oder mit einer handvoll Einheiten von A nach B zu gelangen. Für einige wenige Aha-Effekte sorgen da die Verknüpfungen zu den anderen Kampagnen. Etwas Abwechslung bringen die seltenen Nebenquests ins Geschehen für die es meist Truppenunterstützung oder Gegenstände wie Kraftringe, Heiltränke oder Zauberstäbe gibt. Ab und an findet man diese auch in herumstehenden Schatzkisten. Als Bonus gibt es noch drei zusätzliche Missionen in denen man mit drei wichtigen aber in den Kampagnen nicht selber lenkbaren Charakteren spielen kann.Je Kampagne hat der Spieler die Wahl mit einem von fünf Lords das Spiel zu beginnen. Die 15 Lords, mit jeweils vier Spezialfähigkeiten (ähnlich den Helden von WarCraft 3) gehören den bekannten Rassen der Online-Rollenspiel-Vorlage an. So sind vom Barbaren über Froschloks bis hin zu den Zwergen alle Rassen vertreten. Die unterschiedlich starken Spezialfähigkeiten wie Eisregen, Tote beschwören, Truppen heilen, Teleportieren, Sichtweite erhöhen etc. machen die Lords unterschiedlich stark, wodurch sich auch einzig und allein der Schwierigkeitsgrad regeln lässt. Letzterer ist recht unausgegoren. So marschiert man durch viele Missionen mit nur einem Dutzend Einheiten einfach so durch, wobei man sich hingegen bei anderen Missionen mit 50 gut ausgebauten Einheiten die Zähne am Gegner ausbeißt. Karrieregeile EinheitenKnapp 60 verschiedene Einheiten (inklusive Lords) und bis zu 37 Gebäude (Gebäudeübersichtskarte liegt dem Spiel bei) verteilen sich auf die drei Allianzen. Darunter sind einfache Nahkämpfer, Fernkämpfer, Magier, Heiler, berittene Kämpfer, Lufteinheiten oder Belagerungsmaschinen für die es bei den Rivalen meist ein entsprechendes Gegenstück gibt. Trotz alledem gibt es unterschiede in der Spielanlage. So geht es mit dem Schattenreich (Oger, Goblins, Trolle) und deren brutalen Nahkämpfern eher brachial voran, während man mit der Elddar Allianz (Elfen, Froschloks, Halblinge) mehr auf Fernkampf, Zauber und Magie setzen muss. Die Bruderschaft (Barbaren, Menschen, Zwerge) spielt sich dagegen wie eine Mischung aus beiden letztgenannten und erfordert wieder andere Taktiken.Die Gebäude sehen wie die Einheiten zwar vollkommen unterschiedlich aus, funktionen aber meist gleich. So gibt es Hauptgebäude, Verteidigung und Gebäude zur Truppenproduktion bei allen Allianzen. Arbeiter (Bienen, Spinnen, Waldläufer) werden nur zum Abbau der einzigen und immer viel zu knappen Ressource Platin benötigt. Deren Vorkommen sind auf den Karten vorgegeben und sollten zuerst eingenommen werden. Der Gebäudebau geht indes vollautomatisch vonstatten, so dass man sich voll und ganz auf das Kämpfen konzentrieren kann. | ||||||||||||||||||||||||||||
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