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Screen 1
Sein Lieblingszug....
Screen 2
Qual der Wahl
Screen 3
Der gläserne Schachspieler

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Hm, wer liest eigentlich Tests von PC- Schachprogrammen? Könige, Mathematiker, Aliens, Fleischereifachverkäuferinnen, Menschen, die sonst nix zu tun haben ab 0 Jahren? Noch viel interessanter aber ist die Frage: Wer muss eigentlich beim GameCaptain die Reviews zu diesen faszinierenden Stückchen Software schreiben? Ich!! Heiliger Bimbam. Und dann noch ein Schachspiel zum Budgetpreis der Enjoy- Softwareschmiede. Legend of Zord lässt grüßen, da bin ich doch sofort hellwach und schwer gespannt. Also liebe Leser: Willkommen in der geheimnisvollen Welt des Schachspiels, willkommen zu King`s Chess, Bonjour Tristesse....

Was guckst Du?

Schauen wir uns doch als erstes mal an was King`s Chess (KC) dem interessierten Schachspieler an Features so bieten kann. Beginnen wir bei der Wahl der Ansicht, das Auge spielt schließlich mit. Wir entscheiden uns daher entweder für die übersichtlich 2D-Präsentation oder, wer es gerne plastisch und unübersichtlich mag, greift zu den 3D-Grafiksets. Hier ist offensichtlich die meiste Programmierenergie geflossen. Die Holz-, Glas-, Metall- und Marmorfiguren lassen sich drehen, kippen, mit Schatten darstellen und auf zwei verschiedenen Hintergründen anzeigen. Ästhetisch kann mich das Ergebnis nicht wirklich überzeugen, es überwiegt eine sterile Grundnote, kein Set das mich angesprochen hätte. Natürlich kann man über den Sinn und Unsinn der 3D Ansicht generell philosophieren, benutzerfreundlicher ist sicher die plane Ansicht. Von der optischen Brillanz der Chessmaster Serie ist KC aber meilenweit entfernt.
Die 2D Ansicht präsentiert sich im aufgeräumten Windowslook und orientiert sich offensichtlich an Fritz. Aber selbst hier wirkt die Darstellung der Notation, die Zeitanzeige oder die Stellenbewertung liebloser und im Vergleich zum großen Vorbild billig. Auch akustisch wird nicht viel geboten. Wahlweise sagt eine weibliche oder männliche Stimme die Züge an, mit dem skurrilen Nebeneffekt, dass nach dem Ende einer schnellen Partie der Sprecher noch so sechs – sieben Züge nachträgt. Irgendwelche Kommentare sind nicht zu erwarten und Hintergrundmusik, die man immer so nett abstellen kann, ist auch nicht vorhanden.

Ach, spiel doch mit Dir selbst

Ein neues Spiel zu starten ist recht unkompliziert. Drei Schwierigkeitsstufen stehen zur Wahl (leicht, mittel, schwer), die Einstellung der Zeit und Zugvorgabe und die schicksalhafte Entscheidung schwarz oder weiß? Ein Spieler der im 2D Modus die schwarzen Steine wählt wird sich wundern, anscheinend lässt es das Programm nicht zu das Brett zu drehen. Man spielt also von oben nach unten, sehr unkomfortabel.
 
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