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Nach dem Spielen der Preview-Version des Ego-Shooters BREED kamen viele Redakteure verschiedener Game-Magazine, so auch wir, zu einem einhelligen Schluss: „Das sieht ganz nett aus, das könnte der Halo-Killer werden“. Doch dabei winkten die Redakteure auch mehrheitlich mit dem erhobenen Zeigefinger und mahnten die Entwickler an, den einen oder anderen Bug noch auszumerzen. Das englische Entwicklerteam Brat Designs schien sich der Ernsthaftigkeit dieser mahnenden Worte bewusst zu sein und ließ sich mit der Fehlerbehebung Zeit. Viel Zeit. Über ein halbes Jahr lang wurde angekündigt und wieder verschoben, angekündigt und wieder verschoben. Doch nun endlich halten wir die deutsche Verkaufsversion in den Händen und können sie auf GRUNTS-Herz und Breed-Nieren prüfen und sehen ob die Entwickler die Hinweise ernst genommen haben. Der Kampf beginnt von vornLang und opferreich war der Krieg gegen die aggressive Alienrasse Breed um die menschlichen Kolonien im Besalius-System. Die Besatzung der „USC Darwin“, des einzigen übriggebliebenen Schlachtkreuzers einer ehemals großen Kriegsflotte der USC (United Space Corps), freut sich im Jahr 2625 auf ein wiedersehen mit Mutter Erde. Doch statt einem wohlverdienten heißen Bad, inklusive der Erfüllung weiterer menschlicher Bedürfnisse, erwartet die Kriegsveteranen hier ein „Begrüßungskomando“ der verhassten Breed. Diese haben, während die Erde vollkommen schutzlos war, die komplette Herrschaft über die Welt übernommen und die ganze Menschheit mehr oder minder versklavt.Für einige Rebellen, die mit einer Art Guerillataktik den Kampf gegen die Breed aufgenommen haben, stellt die Ankunft der „USC Darwin“ mit ihren kampferprobten, in Genbrutstätten gezüchteten Elitesoldaten, den GRUNTS (Genetically Revived UNiversal Tactical Sentient), die letzte Hoffnung für die Menschheit dar. Zugegeben die Story ist nicht der Hammer aber es wurden schon aus weniger substanzhaltigen Geschichten ganze Filme gedreht. Als Hintergrundstory für einen Ego-Shooter reicht dies allemal. Allerdings fehlt einem nach kurzer Spielzeit eine Identifikationsfigur. Die namenlosen GRUNTS geben da einfach nichts her und bringen uns den Überlebenskampf der Menschheit nicht wirklich nahe. Der Mix stimmt, aber....Die 16 Missionen, plus zwei Tutorials, bieten einen actionreichen Mix aus reichlich Ballerpassagen, rasanten Fahrzeugeinsätzen und packenden Luft- und Orbitkämpfen. So kann es passieren das man in einer Mission zuerst am MG eines Fluggleiters die Landezone säubern muss und dann mit einem Panzer abgesetzt wird um auf Zeit Ziele der Breed zu zerstören. Schon in der nächsten Mission ist man wieder zu Fuß unterwegs um einen Ingenieur zu beschützen der ein Gebäude infiltrieren soll.Doch trotz alledem kommt kein richtiges Shooter-Feeling wie etwa bei Halo auf und das Spiel beginnt sogar zu langweilen. Ein Manko ist dabei das Missionsdesign. So abwechslungsreich die Aufgaben auch von der Papierform her klingen mögen, in Wirklichkeit spielen sie sich leider viel zu eintönig. Der Grund hierfür ist in dem stupiden Wegpunktesystem zu suchen, das wir streng nach vorgegebener Reihenfolge abklappern müssen. So rennt das Team stellenweise auf den recht großen Karten im Kreise herum, um an der einen Ecke einen Schalter zu betätigen, damit an der anderen Ecke eine Tür geöffnet wird. Dabei trifft man, welch Überraschung, an jedem Wegpunkt garantiert auf neue Gegnerhorden die nur darauf warten ins Alienparadies befördert zu werden. Ein weiterer Grund sind einige Bugs die das Spielvergnügen arg vermiesen. So wurde zwar die Flugsteuerung etwas erleichtert (eine Autopilot-Landung wurde eingeführt) aber die automatische Zielerfassung der Lenkraketen funktioniert nur auf gut Glück. Außerdem sind die Breedjäger viel zu schnell, als das sie von dem mächtigen Bordgeschütz heruntergeholt werden könnten. Die Steuerung der Bodenfahrzeuge, wie Buggies oder Panzer, bedarf etwas Übung. Hier kann man sich an den Bordgeschützen austoben, die man mit der Maus steuert, während man das Vehikel mit der Tastatur lenkt. Dabei ist besonders ärgerlich, das man in hektischen Kämpfen schnell einmal den Überblick verliert und mit seinem Panzer samt Besatzung einen Abhang ins todbringende Wasser runterrutscht. Weiterhin können die Vehikel nicht all zu viele Treffer einstecken was umsichtiges Handeln und gerade in Missionen mit Zeitlimit stählerne Nerven und eine gehörige Portion Geduld erfordert. Teamwork ist TrumpfBeim Missionsstart schlüpfen wir in die Rolle eines sogenannten Grunt, eines Kämpfers mit Allroundfähigkeiten. Je nach Mission gesellen sich noch bis zu vier Spezialisten, wie Sniperin, Ingenieur oder Sanitäter zum Team. Doch wir müssen nicht schmollen das wir „nur“ als Grunt beginnen. Brat Designs hat dafür gesorgt das wir jederzeit praktischerweise zwischen den Teammitgliedern per Tastendruck umschalten und somit auch die Rolle der Spezialisten übernehmen können. Auch in Fahrzeugen können wir so von einem Geschütz zum nächsten wechseln. Besonders praktisch: Per Tastendruck kann das Team Munition oder Sanipacks untereinander austauschen.Dazu haben die Entwickler noch ein einfaches Befehlsystem für die Koordinierung des Teams eingebaut. So kann der Spieler einfach per Tastendruck etwa den Befehl zum „Ausschwärmen“, „Feuer einstellen“ oder „Stellung halten“ geben sowie verschiedene Formationen anordnen. Das klappt im Spiel auch ganz gut und muss in den meisten Fällen auch dringend genutzt werden um zu überleben. Grund dafür ist die KI der Teammitglieder. Von allein kommt da etwa die Sniperin nicht auf die zündende Idee die Breedschützen auf dem in Reichweite liegenden Wachturm zu eliminieren. Genauso wenig nehmen die verschiedenen Spezialisten ihre passende Munition oder herumliegende Sani- oder Powerpacks auf. In beiden Fällen hilft nur umswitchen und die Aktion selbst ausführen. Im Teamkampf bringt einem der Ungehorsam des Teams regelrecht zur Weißglut. So werden die Formationsbefehle nicht konsequent eingehalten, so dass schnell einmal ein Teammitglied dummerweise in die eigene Schusslinie rennt. Zu blöd sind die Kameraden auch beim Umgang mit dem Kompass. Geht etwa der Spieler mit seiner Figur voraus und gibt dann den Befehl “Aufschließen“, verheddern sich die Soldaten teilweise an Gebäuden oder rutschen Abhänge ins Wasser hinunter aus dem sie nicht mehr lebend herauskommen. Die Entwickler scheinen diesen Umstand der verbugten Wegfindung zu kennen, da ein roter Punkt vor dem Charakter auf dem Bildschirm anzeigt, das der Kamerad nicht von allein weiterkommt und die Hilfe des menschlichen Spielers braucht. | ||||||||||||||||||||||
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