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Test: Sacred
Diablofans können die Klingen wetzen, die Bögen spannen, die Manavorräte anzapfen und vor allem ihren Sammeltrieb ausleben.
Eines ist ja all diesen magischen, in Zeit und Raum verborgenen Fantasyländern gleichermaßen eigen: Irgendwo lauert das Böse. Das Böse, wahlweise vertreten durch Untote, Dämonen, böse Zauberer, Orks oder am allerbesten noch durch das „namenlose Grauen“, kennt nur ein Ziel: Tod und Verderben über das Land zu bringen. Das übliche Programm halt, alle möglichst qualvoll töten, Städte verwüsten, die Wälder und Auen zumüllen und na ja, wenn man schon mal dabei ist, Leichen schänden und in die Balkonkästen pinkeln. In unserer Welt bemüht man diverse Hundertschaften schwerstbewaffneter Schutzpolizei um die englischen Hooligans in Schach zu halten, in Ancaria, dem Handlungsort von Ascarons neuem Action- Rollenspiel Sacred, reicht uns ein Held um alles wieder in den Griff zu bekommen.Hurra, es ist wieder HeldenzeitSacred ist der sehr erfreuliche Versuch die Heerscharen der Diabloveteranen zu reaktivieren, sie zu binden und zu knechten auf dass sie dem gleichen Sammel- und Jagdtrieb verfallen, der sie schon einmal dazu zwang erst zu ruhen wenn jede Truhe geöffnet, die dickste Keule im Inventar funkelt und der letzte Endgegner im „Ich bin die Supersau“- Modus in den Staub getreten wurde.Sechs Charaktere stehen zur Wahl, Gladiator, Dunkelelf, Kampfmagier, Waldelfin, Seraphim und - besonders bei Nacht spektakulär weil glühwürmchenartig - die Vampirin. Eine bunte Mischung aus Nah- und Fernkämpfern, Magiebegabten und Muskelpaketen. Jeder Charakter hat schon zu Beginn seines Abenteuers neben den üblichen Charakterwerten (Stärke, Charisma, psychische und magische Regeneration etc.) auch zwei berufsspezifische Fähigkeiten wie Waffenkunde, Meditation, Klingenkampf oder Vampirismus. Im Zuge der künftigen Levelaufstiege können diese zusammen mit den neu hinzukommenden Fertigkeiten kontinuierlich ausgebaut werden. Der Einstieg ins pralle Heldenleben ist für jeden Charakter unterschiedlich, aber nach einer kurzen Einführung trifft sich der Handlungsstrang für alle beim Hauptplot, die zahlreichen Nebenquests sind ebenso von jedem Helden gleichermaßen zu erledigen. Der Einstieg ins Spiel ist unkompliziert, das kurze Tutorial für Einsteiger instruktiv und rasch stellt sich ein angenehmer Spielfluss ein. Briefmarken sammeln ist einfacherAus der dreifach zoombaren Isoperspektive schicken wir mit lässigen Mausclicks den Helden unserer Wahl ins Abenteuer, Hotkeys erleichtern uns den schnellen Zugriff auf die Tränke, Zauber und Specialmoves. Quasi im Sekundentakt erschlagen wir einzelne und Gruppen von Monstern, zaubern uns nen Wolf, finden magische Verstecke, öffnen Truhen, stöbern in Häusern und Höhlen und erlaufen uns so ganz allmählich die hübsche und ausgedehnte Welt Ancarias.Na, wie würde euch das gefallen? Kommt ein kurios gewandeter Mensch in euer Einfamilienhaus, im Schlepptau eine Horde fluchender Goblins, die er mit einer beiläufigen Handbewegung zu grüner Sülze verarbeitet, nur um dann eure Truhen, Schränke und Vasen zu zerlegen, alles Gold mitzunehmen und selbst Opas Rattentöter (+ 2 Stärke und 15% erhöhte Blasenkontrolle) hat er nicht vergessen. Klar, dass ihr dem Gladiator oder der Vampirin ordentlich eure Meinung geigen würdet, in Ancaria kein Thema, hier gibt man gern. All der nützliche Krempel, gelobt sei die „Sammel-alles“-Funktion, landet im Inventar und nach Sichtung beim nächsten Händler, der den Großteil der Beute in klingende Münze verwandelt. Neben dem unbrauchbaren Kram (Level- oder Charakterbeschränkungen) interessieren uns natürlich besonders die Specialitems und die ausbaufähigen Rüstungen und Waffen. Die sind nämlich vom Schmied an der Ecke mit gefundenem Schmuck oder Schmiedefertigkeiten zu veredeln. Das permanent volle Inventar lässt sich durch die Heldentruhen, die zentral in jeder anständigen Stadt stehen, kurzfristig entlasten, zumindest bis auch hier der Deckel nicht mehr zu geht. HaudraufundschlussWenn auch die Bürger Ancarias bereitwillig ihre Habe hergeben, ist dies bei den Orks und Ogern, Skeletten, Wölfen, Halsabschneidern und dem anderen Gewürm ein klickintensives Unterfangen. Je nach Wahl des Charakters stellt man sich Aug in Aug dem Feind, lockt einzelne Monster aus ihrem Verband an einen „ruhigen“ Ort, und lässt durchschlagende Spezialschläge oder farbenprächtige Zauber sprechen. Pausieren lassen sich die Scharmützel nicht, nach dem blutigen und schmerzhaften Meinungsaustausch geht der Sieger lächelnd von dannen. Im Verlaufe des Spiels findet man klassenspezifische Runen, die entweder neue Kampftechniken oder magische Fähigkeiten bringen, oder die vorhandenen Fertigkeiten aufwerten. Bei den „Gandalf-look-alike“ NPCs lassen sich fremde Runen gegen passende tauschen und Kampfkombos zusammenbasteln, die vier Aktionen zusammenfassen und quasi als Makro im Kampf zur Anwendung kommen können. |
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