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Test: Battlefield Vietnam
Aus der Hölle des Dschungels frisch auf die Festplatte. EAs jüngster Battlefield-Ableger im Härtetest.
Lange hat sich Battlefield 1942 gehalten. Zweimal wurde Nachschub in Form von AddOns geschickt, es gab auch ein paar vereinzelte, kostenlose Zusatzkarten, doch jetzt erscheint ein Gegner aus dem eigenen Haus am Kriegsschauplatz und beanspruchte den Titel "Beliebtester Onlineshooter" für sich: Battlefield Vietnam. Naht hier eine wahre Revolution oder hat EA sein betagtes Ross nur noch einmal aufpoliert? Unser Test klärt auf.Worum geht's?Beim Spielprinzip hat sich gegenüber dem erfolgreichen Vorgänger nicht viel getan: Immer noch gilt es Flaggen zu erobern und zu halten. Und das möglichst ohne große Verluste, denn im Hintergrund tickt der Ticket-Countdown. Jeder Tote kostet ein Ticket, um wieder ins Reich der Lebenden zurückzukehren. Die Mannschaft, deren Tickets zuerst Null erreichen verliert. Zusätzlich werden bei der Mannschaft, die gerade die Minderheit der Flaggen besitzt, kontinuierlich weitere Tickets abgezogen, um so den Druck zu erhöhen weitere Flaggen zu erobern. Dies sind um so mehr Tickets, je größer der Unterschied ist: Hat der Gegner erst einmal sämtliche Flaggen erobert, rast der eigene Ticket-Zähler geradezu gen Null.Je nach Karte gibt es eine unterschiedliche Ausgangssituation. Ist eine Seite dabei benachteiligt, so erhält sie im Gegenzug mehr Tickets. Auf manchen Karten gibt es auch Missionen zu erfüllen, die, wenn sie geschafft werden, direkt zum Sieg für die eigene Seite führen. Hier gilt es den Einleitungstext nach dem Kartenwechsel genau zu lesen, anstatt sich direkt und kopflos ins Getümmel zu stürzen. Grundsätzlich gibt es zwei Spielmodi: Conquest und Evolution. Conquest, das man auch mit Bots spielen kann und das dann Coop heisst, ist der beschriebene normale Spielmodus. Bei Evolution spielt man zwei Runden hintereinander, wobei das Ergebnis der ersten Runde auf die zweite angerechnet wird. Also quasi eine eingebaute Revanche. Weitere Spielmodi gibt es nicht. Was ist neu?Anstelle des betagten 2. Weltkriegsgerät aus Battlefield 1942 findet sich in Battlefield Vietnam die modernere Kriegsmaschinerie aus den 70er Jahren. Ich erspare es mir mal, jedes einzelne Fahrzeug hier aufzulisten. Generell gibt's natürlich wieder Panzer, Truppentransporter und Jeeps, wobei der amerikanische MUTT-Jeep mit seinem aufmontierten Raketenwerfer etwas an den Warthog-Jeep aus Halo erinnert. Neu ist, dass man in vielen Fahrzeugen auch als Passagier schiessen kann und nicht - wie noch im Vorgänger - zur Untätigkeit verdammt ist. Die Propellerflugzeuge wurden durch Düsenjäger ausgetauscht, die sich sehr angenehm steuern und nicht so nervös sind, wie die raketenbetriebenen Seifenkisten aus Secret Weapons of WWII. Natürlich fehlt auch der Abwurf von Napalm-Bomben nicht, vor dem man aber in Gebäuden und Fahrzeugen geschützt ist. Neu sind die Hubschrauber, die sich angenehm anspruchsvoll pilotieren lassen. Die Transporthubschrauber können auch schwere Lasten wie Panzer an einer Kette durch die Gegend transportieren, was die Steuerung dann aber etwas knifflig macht. Bei den Schiffen wurde die Größe deutlich reduziert, denn schliesslich passen Landungs- und Patrouillenboote besser zu Vietnam als Kreuzer und Flugzeugträger. Einige Boote dienen auch als mobile Respawnpunkte. Als besonderes Vehikel besitzt die NVA einen Motorroller, mit dem man wieselflink über die Karte fegt. Während die Physik der anderen Fahr- und Flugzeuge einen guten Eindruck macht, stört mich an dem Roller, dass er sich nicht in die Kurven legt. Das sieht irgendwie verboten aus, aber man kann natürlich damit leben.Bei den Charakterklassen wurde der Sanitäter eingespart. Dafür kann man jetzt bei jeder der anderen vier Klassen (Soldat, Ingenieur, Panzerabwehr, Aufklärer) zwischen zwei Hauptwaffen wählen. Schrotflinte oder MG, Panzerfaust oder M60? Das ist hier die Frage. Zusätzlich kann man sein Aussehen noch in vier Stufen variieren (zwei Köpfe und zwei Outfits). Zu den interessanteren "Ausrüstungsgegenständen" gehören auf Seiten der NVA die Möglichkeit Speerfallen zu legen, einen mobilen Respawnpunkt zu setzen (Tunnel graben) und gegnerische Fahrzeuge zu verminen. Diese sind auch bitter notwendig, um gegen die technologische Überlegenheit der Amerikaner anzustinken. Überhaupt unterscheiden sich die beiden Seiten recht gut und ermöglichen so unterschiedliche Taktiken. |
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