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Test: Far Cry

Die deutsche Fassung ist draußen, das Spiel damit vom Index und unser Test endlich online. Ist das Spiel des Rummels würdig?
 Far Cry
Far Cry – einer der meisterwarteten Shooter des Jahres 2004. Kurzzeitig im Handel und dann - wegen der Möglichkeit die s.g. „Ragdollanimationen“ wieder einzuschalten - kurzfristig indiziert. Jetzt hat der in Deutschland ansässige Entwickler Crytek eine überarbeitete Fassung auf den Markt gebracht und einem Test steht nun nichts mehr im Weg. Ob der lang erwartete Karibik-Shooter den Hype rechtfertigt oder eher untergeht wie Atlantis seinerzeit ?

Es ist was faul im Staate Mikronesien

Man übernimmt die Rolle des Jack Carver, der seine einst dunkle Vergangenheit hinter sich gelassen hat und nun im Jahre 2020 arglose Touristen durch die Gegend schippert. Auch die attraktive Valerie Cortez scheint nur eine unbedarfte Touristin zu sein, die zu den mikronesischen Inseln gebracht werden möchte um dort ein paar Fotos zu schiessen. Kaum bei dem Eiland angekommen, rauscht die Bikinischönheit auch gleich mit einem Jetski davon. Dafür tauchen plötzlich finstere Muskelmänner auf, die nichts besseres zu tun haben als ihre Raketenwerfer an Jacks Boot zu testen. Dieser kann sich nur mit knapper Not von Bord retten und in eine Höhle tauchen, die sich als alter Bunker aus dem zweiten Weltkrieg entpuppt.
Hier übernimmt der Spieler die Kontrolle über Jack, in einem der bis dato grafisch eindrucksvollsten Egoshooter. Nach den ersten paar Spielmetern findet man dann in einem Raum ein Funkgerät über das man Kontakt zu einem gewissen Doyle bekommt, sowie dieerste Knarre, eine Desert Eagle. Doyle ist ein eingeschleuster Undercover-CIA-Agent und versorgt den Spieler während des Spiels immer wieder mit Tipps und Aufträgen. Das Ziel scheint zunächst eindeutig: Valerie retten und so schnell wie möglich runter von der Horrorinsel. Denn das da nicht nur ein paar schiesswütige Söldner lauern und Valerie nur ein paar Papageien fotografieren wollte, wird schnell klar. Dr. Krieger, ein einst angesehener Wissenschaftler, ist offenbar durchgeknallt und hat auf den Inseln irgendwelche wirren Experimente laufen. Die (nicht allzu originelle) Story wird durch qualitativ gute Videos oder In-game Zwischensequenzen weitergesponnen.

Ich bin ein Trigen, hol mich hier raus!

Kommt man aus dem Bunker raus und betritt das Freie, wird man erstmal von der grandiosen Optik erschlagen. Was die X-Isle Demo damals schon angedeutet hat findet hier seine Vollendung. Noch nie sah ein Urwald in einem Computerspiel so gut und realistisch aus wie hier. Auch das an den Strand schwappende Wasser (in dem Jack auch schwimmen kann) und die darauf tanzenden Lichtspiegelungen sehen richtig schick aus, eine Grafikkarte mit DX8 Unterstützung vorausgesetzt. Nachdem man dann die Kinnlade erstmal wieder hochgeklappt hat, macht man sich auf den Weg um das Ziel seiner ersten Mission (von insgesamt 20), die quasi als Tutorial dient, zu erfüllen: Man soll sich zu der Hubschrauberauftankstation (ein abgewrackter, auf Grund gelaufener Flugzeugträger) durchschlagen und nebenbei aus den auf dem Weg gelegenen Söldnercamps ein paar ordentliche Waffen mitgehen lassen.
Als Orientierungshilfe hat man unten Links auch noch ein Radar auf dem der nächste Zielpunkt und Gegner markiert werden. Bei den beiden Balken links und rechts daneben handelt es sich um so eine Art „Schleich-o-Meter“ das anzeigt, wie auffällig man grade ist. Zudem gibt’s rechts neben Gesundheits- und Rüstungsanzeige auch noch einen Ausdauerbalken der, man ahnt es schon, bei Sprint- und Taucheinlagen kontinuirlich sinkt. Ist er am Ende kann man nicht mehr rennen oder, falls man unter Wasser war, ertrinkt sogar. Gesteuert wird Jack mit der üblichen WASD-Maussteuerung, was auch tadellos funktioniert.

Knallharte Gegner

Man robbt also durchs Gras in die Nähe der Söldner und schaut sich an was die Typen so treiben: Einer angelt, ein anderer schleppt Kisten durch die Gegend - das wirkt angenehm lebendig. Eröffnet man dann das Feuer, ist sofort die Hölle los. Die Söldner lassen alles fallen, holen ihre Waffen raus und fangen an den Spieler in die Zange zu nehmen. Hier merkt man auch gleich, das man es nicht mit dem üblichen Serious Sam Kanonenfutter zu tun hat. Während man mit dem einen beschäftigt ist, versuchen zwei andere einen zu umrunden und von hinten in den Rücken zu fallen. Wer hier nicht auf der Hut ist und während eines Kampfes auch mal die anderen Richtungen checkt, wird ganz schnell von den KI-Gegnern in der Luft zerrissen.
Dabei sind die menschlichen Söldner noch recht harmlos. Im weiteren Spielverlauf bekommt man es zudem noch mit Spezialeinheiten, Helikoptern und den Trigenen zu tun. Dabei handelt es sich um eine üble Mutantenbrut bzw um Kriegers geheimes Forschungsprojekt. Anfangs laufen einem extrem sprungstarke mutierten Affen, später dann sogar riesige, nur noch entfernt an Menschen erinnernde Supersoldaten über den Weg. Diese Jungs haben Rakentenwerfer an ihren Armen montiert, können eine ganze Menge einstecken und gehören zu den härtesten Gegnern. Besonders fies sind jedoch die getarnten Exemplare, die man nur nach einem Treffer oder mit dem CryVision sehen kann, einer Mischung aus Nacht- und Wärmesichtgerät. Grundsätzlich empfiehlt sich bei diesem Spiel eher die „Mit-Bedacht-vorgehen-Methode“. Wer meint, mit tumben drauflosballern käme man weit, kann ganz schnell den letzten Spielstand laden. Apropos Spielstände: gespeichert wird nur an vorgegebenen Checkpoints, die aber in den meisten Fällen fair genug verteilt sind.
Nachdem man den ersten Kampf mit den Söldnern dann hoffentlich überlebt hat, kann man die von ihnen fallengelassenen Waffen einsammeln. Wichtig hierbei: Jack kann nur vier Waffen nebst Munition gleichzeitig plus sechs Spreng- Blend- oder Rauchgranaten mit sich herumtragen. Die Laufgeschwindigkeit hängt dabei von der Waffe ab die Jack grade in der Hand hält. Die Waffenauswahl kann sich durchaus sehen lassen und gibt alles her was die moderne Kriegsführung so zu bieten hat: Falcon (sieht für mich aber klar nach Desert Eagle aus), MP5SD, P90, M4, die Hightech-Knarre OICW, Raketenwerfer, G36G, Scharfschützengewehr, Pancor (Automatik-Schrotgewehr), M249 und schlussendlich eine Machete für chronische Rambos denen mal wieder die Munition ausgegangen ist. Hierbei auch wichtig: Im Liegen zielt es sich besser, vor allem mit dem Snipergewehr. Zudem kann man auch eine Weile die Luft anhalten, was das hin- und herschwenken beim Zielen eindämmt und sogar den Zoomfaktor etwas verstärkt. Bei den anderen Feuerwaffen kann man mittels der rechten Maustaste über Kimme und Korn auch ein wenig ranzoomen und zwar nicht mehr so schnell, dafür aber genauer zielen.
Screen 1
In diesem Bunker startet das Spiel
Screen 2
Eines der fest montierten Standgeschütze
Screen 3
Dr. Krieger in Person
Screen 4
Er mag uns nicht. Warum nur?

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Far Cry

Packshot
3D-Shooter
von Ubisoft, Crytek
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCMärz 2004

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

Bewertungen zum Spiel

GameCaptain
90 %
Test lesen
Magazine
90 %
Übersicht
Unsere Leser
92 %
Übersicht
Deine
70 %

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