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Test: Xpand Rally
Das dritte Rallyspiel das binnen eines Monats für den PC erscheint. Konkurrenz für Colin?
Neben Richard Burns Rally und Colin McRae Rally 2005 startet mit Xpand Rally vom polnischen Entwicklerteam Techland (Chrome) gleich noch ein dritter Vertreter um die Gunst der Rallyfans. Gerüstet mit einem Meisterschaftsmodus inklusive Tuningpart und einer absoluten Edelgrafik setzt man zum Überholmanöver an. Reicht die Power oder geht auf halben Wege die Puste aus? Vom Minifahrer zum MillionärIm Xpand Rally Meisterschafts-Modus beginnt man mit einem geringen Startkapital und einem kleinen, klapprigen Rennwagen a-la Mini Cooper seine Rennfahrerkarriere. Rennen für Rennen steigert man sich und fährt immer neue Strecken und Meisterschaften frei. Außerdem versucht man Geld anzuhäufen um seinen Wagen zu tunen oder gar gleich einen neuen Flitzer zu kaufen. Zwar erhält man einige Wagen auch als Siegprämie, trotzdem spielt das Geld eine äußerst gewichtige Rolle. So schlagen neben den Anschaffungskosten auch die Kosten für eventuelle Reparaturen enorm zu Buche. Die Devise lautet deshalb: Schnell aber dabei materialschonend zu fahren um Kohle zu sparen.Bares kostet auch das sehr umfangreiche Wagentuning. So lassen sich unter anderem verschiedene Reifen, Bremsen, Turbolader, ein GPS-Navigationssystem, aerodynamische Karoserieteile bis hin zu allerlei Tuning-Kits einbauen. Die meisten Teile gibt es in mehreren Updatestufen, so dass man immer irgend etwas zu verbessern hat. Dies ist auch dringend nötig da die KI-Gegner auch nicht schlafen und ebenfalls ihre Wagen aufrüsten. Doch Vorsicht, der Meisterschaftsmodus hat auch seine Tücken. Viele Rennen darf man nur mit Autos der entsprechenden Klasse fahren. Verkauft man diese Fahrzeuge zu früh kann man dann diese Veranstaltungen nicht mehr absolvieren. Dies ist um so ärgerlicher, geht es bei einer anstehenden Finanzkrise einmal darum, schnell auf bekannten Strecken den leichtverdienten Dollar einzufahren. Nur gut das man den Karrieremodus bis zur letzten Veranstaltung zurücksetzten kann um der absoluten Pleite zu entgehen. Außerdem ist die KI selbst im Arcade-Modus sehr fordernd. Im Modus Simulation wird noch einmal eine Schippe draufgelegt. Zusätzlich gibt es noch die Einzelrennen. Hier kann man auf bereits freigefahren Strecken üben was das Zeug hält. Außerdem lassen sich hier Tageszeit und Wetter vor den Rennen einstellen. Bis das der Tod uns scheidetWer bremst verliert bekanntlich, doch übertreiben sollte man die Sache auch nicht, ansonsten landet man schneller an einem Baum als einem lieb ist. Die Wagen zerlegen sich bei diesen Crashs nach und nach ganz effektvoll in alle Einzelteile. Dabei beginnt alles harmlos mit demolierten Stoßfängern und setzt sich bis zu abgerissenen Motorhauben oder Kotflügeln fort. Dies hat natürlich auch sofort spürbare Auswirkungen auf das Fahrverhalten der Rennautos. Falls einmal die Windschutzscheibe detailgetreu in tausend Stücke zersplittert wird die Sicht in der Cockpitperspektive enorm eingeschränkt. Ein Umschalten in die vier weiteren genreüblichen Ansichten (Motorhaube, Stoßfänger, zwei Verfolgerkameras) verhilft wieder zu mehr Überblick. Das die Spiegel bei allen Crash dranbleiben und erst mit der gesamten Tür fortfliegen, musste ich schon bei den beiden aktuellen Konkurrenten verwundert feststellen. Ab und an gibt es spektakuläre aber unlogische Überschläge, obwohl man nur über einen faustgroßen Stein gefahren ist.Doch nicht nur die Wagen gehen entzwei, nein auch der Fahrer, kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Neben der Schadensanzeige für den Wagen gibt es auch eine für den virtuellen Fahrer, bei der man den Gesundheitszustand (Beine, Rumpf, Arme und Kopf) ablesen kann. Bei unbedachter, sinnloser Rumraserei führen die folgenden Unfälle, wie im richtigen Leben, zu gesundheitlichen Einschränkungen ganzer Körperpartien. Dies geht sogar soweit, das ein Fahrer auch durchaus einmal sterben kann. Verletzungen des Fahrers haben natürlich auch Auswirkungen auf die Fahrweise. So erschweren verletzte Arme das Lenken oder angeschlagene Beine verzögern das Bremsen. Tiny Hooper, Center Cord, RV WolfNein, keine Angst, die Entwickler haben nicht etwa falsch übersetzt, dies sind wirklich die Namen der Autos im Spiel. Sie haben zwar eine gewisse Ähnlichkeit mit Mini Cooper, Ford Focus und VW Golf, doch aufgrund fehlender Lizenzen kommt es zu diesen Fantasienamen. Insgesamt findet man im Programm neun Doubles unter anderem von Peugeot 206 (Witzig: Das Peugeot Zeichen ist ein Löwe und die Entwickler nennen das Auto Lion), BMW X5 oder Subaru Impreza. Wer die Verpackungsaufschrift „35 Rally-Autos“ zu wörtlich nimmt, wird gewaltig in die Irre geführt. Dabei handelt es sich lediglich um unterschiedlich motorisierte Autos der neun Grundmodelle. So gibt es Fahrzeuge von 1,1 Liter Hubraum mit 70 PS bis hin zu 3 Liter Maschinen mit 390 PS, die sich auch dementsprechend unterschiedlich steuern lassen.Damit die Rallyboliden auch immer schön das machen was der Spieler will, gibt es natürlich vor jedem Rennen die Möglichkeit des Wagen-Setups. Hier können die Reifen, die Aufhängung in Höhe und Härte, die Bremskraft und -balance, die Lenkung und die Getriebeübersetzung in verschiedenen Stufen eingestellt werden. Zudem darf man noch vor jedem Rennen wählen ob man per Automatik fährt oder lieber selber schalten will. Weiterhin darf man bei Allradfahrzeugen den Antrieb verstellen. Doch keine Angst, Laien müssen keinen Kurs als Kfz-Mechaniker besuchen. In kleinen Textpassagen wird vorbildlich beschrieben was die Änderungen am Auto bewirken. In der Rennfahrerkarriere fährt man über 75 Rennen unterteilt in Meisterschaften, Spezialveranstaltungen und Herausforderungen (1:1 Duelle gegen virtuelle Rivalen mit dem Verliererfahrzeug als Siegprämie). Nettes Gimmick: Einige Rennen werden als Rally-Cross veranstaltet. Dies bedeutet, das man ohne Streckenfestlegung quer übers Terrain brausen muss, um fixierte Wegpunkte abzuklappern. Zum Großteil kurvt man aber auf immer den selben Kursen aus den fünf Ländern Deutschland, USA, Finnland, Island und Kenia umher. So beackert man ungefähr 50 verschiedene Strecken, die aber wiederum aus unterschiedlich abgesteckten Teilstücken bereits bekannter Strecken zusammengesetzt werden. Alles in allem bleibt da nicht mehr viel von der versprochenen Abwechslung, da sich die Kurse viel zu sehr gleichen. In Sachen Originalfahrzeuge, Umfang und Streckenvielfalt kann daher Colin McRae Rally 2005 deutlich gegenüber Xpand Rally punkten. |
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81%
Xpand Rally

Rally-Simulation
von Deep Silver, Techland
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
von Deep Silver, Techland
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| PC | September 2004 | |
| Xbox | 2005 |
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