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Ende 2003 sorgte der Weltkriegsshooter Call of Duty für Furrore, weil er sowohl Solisten als auch Mehrspieler gleichermaßen begeistern konnte. Als König der Atmosphäre wurde er damals gekrönt - zu Recht. Jedoch gab’s hier und da auch Macken, die das neue Addon ausmerzen könnte, um die Sache zu einem runden Ding zu machen. Die wichtigsten Kritikpunkte waren die kurze Spieldauer, die praktisch nicht vorhandene Story und das langweilige Leveldesign gegen Ende des Spiels. Das alles zu ändern, sollte eigentlich keine große Sache sein, so konnten sich die Entwickler vor allem auf das Feedback der Spieler stützen. Aber haben sie das auch getan? Konnten Kritikpunkte beseitigt werden? Oder wurden gar noch mehr eingebaut bzw. verschlimmbessert? Wer bin ich?Es ist tiefster Winter, frostiger Schnee weht uns ins Gesicht, langsam aber sicher dringt die Kälte durch unsere Eispelze, die Sicht gleich Null, die Munition knapp, Kugelhagel und vergebliche Hilfeschreie schallen durch beklemmende Windböen.Plötzlich kracht es, eine Granate schlägt zwei Meter neben uns ein, die Köpfe dröhnen, es scheint als bliebe die Welt für einen Moment stehen, alles verschwimmt und für einen Bruchteil einer Sekunde läuft unser komplettes Leben in einem Rausch ab. Die uns entgegenkommenden Salven der MGs wirken auf einmal so harmlos, jeder Schuss ist sichtbar. Doch schließlich lässt der Adrenalinschub nach und wir werden wieder volle Breitseite ins Gefecht gepfeffert. Einige von uns haben die Situation unterschätzt und unterlagen dem Kugelhagel. Hier sitzen wir mit unserer Einheit, umzingelt vom Feind, das Gewehr steif an unseren Leib gepresst, dem Ende entgegen sehend und doch alles versuchend, der schier ausweglosen Lage Herr zu werden oder zumindest auf längst überfällige Hilfe zu warten. Und schließlich, begleitet von donnernden Motorengeräuschen am Himmel, trifft sie in letzter Minute ein, wirft einen Bombenteppich über das Feindgebiet und rettet uns das zu kurze Leben. Die Rede ist von einer typischen Mission, hier mit der Kampagne der Amerikaner in den Ardennen. Man merkt sofort, das Spiel hat nichts von seiner damaligen Atmosphäre eingebüßt, die Entwickler verstehen ihr Handwerk und werfen uns von einem Adrenalinkick in den nächsten. Die Ami-Kampagne ist aber wieder nur eine von drei etwa gleich kurzen, zu spielen gibt’s auch die Russen und Engländer. Hier entführt uns das Addon unter anderem auch nach Sizilien in eine rasante Flucht oder in die Schlacht in rund um Kursk. Außerdem muss auch schon mal eine Eisenbahnbrücke in Holland gesprengt oder ein Vorgesetzter in Bastogne beschützt werden. Die meist auf einem hohen Level gehaltene Spannung und Intensität hat aber leider auch ihren Preis. Trotz drei Kampagnen kommt das Addon insgesamt nicht über die Länge des Hauptspiels heraus, welche ca. acht Spielstunden betrug. Und auch eine richtige Story implementierten die Entwickler wieder nicht, wodurch immerhin schon zwei oben angesprochene Kritikpunkte auch im Addon wieder zu finden sind. | ||||||||||||||||||||||||||||
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