Kohan II – Kings of War ist ein Echtzeitstrategiespiel mit einer epischen Handlung. Es behandelt die Geschichte eines großen Krieges in der fantastischen Welt von Khaldun. Sechs Völker stehen zur Wahl, um das Land von dem Bösen zu befreien, dass davon Besitz ergriffen hat. Ein komplexes Ressourcensystem und einfaches Einheitenmanagement lassen dem Spieler viel Raum für Taktik. Doch kann das Böse wirklich aus der Welt von Khaldun vertrieben werden?
Was passiert hier?
Die Welt von Khaldun wird wieder bedroht. Doch diesmal sind es nicht die dunklen Ceyah-Kreaturen, die im ersten Teil der Kohan-Serie für Unruhe sorgten. Nur kurz dauerte die Zeit des Friedens nach dem Ende des sogenannten Großen Krieges. Das Bündnis der drei Fraktionen der unsterblichen Kohan droht zu zerbrechen: König Darius zieht zurück in sein Westreich, Regentin Sofiya sucht Schutz bei großen Armeen und Kanzler Ravid nutzt seine Kontakte zu sterblichen Königreichen. In dieser Zeit der Unsicherheit bemerken nur wenige, dass die Schatten sich wieder über das Land ausstrecken. Und noch weniger bemerken, wer der uralte Feind ist.
Auch der Spieler weiß am Anfang nicht vor wem er das Land Khaldun beschützen soll. Die simple Geschichte entfaltet sich erst im Verlauf der Kampagne, die aus insgesamt 25 Missionen besteht. Ansehnliche Cutscenes verbinden die Aufträge. Zwei Tutorialmissionen erläutern jedoch erst einmal, wie sich das Ressourcenmanagement und die Kämpfe in Kohan 2 steuern lassen. Skirmish-Matches sind ebenso vorhanden wie ein Editor und der für Echtzeitstrategiespiele obligatorische Multiplayermodus.
Die Siedlung – der Ort wo alles beginnt
Die Welt von Khaldun wird von sechs verschiedenen Völkern beheimatet, die unterschiedlicher kaum sein könnten: da sind die wilden Drauga, die erdverbundenen Gauri, elfenähnliche Haroun, die vor allem nach Wissen dürsten, die Menschen als ausbalancierteste Rasse, dann die bösen Schatten und die seelenlosen Untoten. Jede der Rassen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und erfordert verschiedene Strategien. Die Unterschiede fallen trotz der großen Zahl an Rassen beim Spielen auf.
Kohan 2 beginnt auf der in Echtzeit ablaufenden 3D-Karte. Zu Beginn jeder Mission starten sie in ihrer Siedlung. Siedlungen bilden den Fixpunkt ihres Imperiums. Je mehr Siedlungen sie unter Kontrolle haben, desto mehr Armeen können sie bauen und ihre Goldeinnahmen steigen ebenfalls. Wichtig ist außerdem, welche der vier Stufen ihre Städte haben. Aber bevor sie ein ganzes Reich schaffen, fangen sie damit an ihre erste Siedlung auszubauen. Auf freie Stellplätze in ihrer Stadt bauen sie Gebäude, die ihnen Gold oder eine der drei anderen Rohstoffe Eisen, Holz und Stein einbringen. Mit den Gebäuden schalten sie außerdem einen speziellen Einheitentyp frei, der zur Rekrutierung eben diesen Rohstoff braucht. Mit der Schmiede bekommen sie zum Beispiel sechs Eisenpunkte gutgeschrieben, für den Unterhalt einer Schwertkämpferarmee benötigen sie vier. Man kann nur Gold anhäufen, die anderen drei Rohstoffe werden nicht gesammelt, können aber auch ins Minus geraten, wenn der Unterhalt der Armeen zu hoch ist. Dann wird der Gegenwert vom Gold abgezogen. Siedlungen können stufenweise ausgebaut werden und so neue Gebäude, Einheitentypen und Technologien freischalten. Viel wichtiger sind jedoch die steigenden Goldeinnahmen beim Ausbau, denn das edle Metall benötigen sie in Kohan II kiloweise.
Die Qual der Wahl
Doch auch die anderen Rohstoffe Holz, Steine und Eisen sind nicht zu vernachlässigen. Beim Ausbau ihrer Rohstoffgebäude müssen sie sich immer entscheiden: Verdoppele ich in meiner Holzmühle den Holzertrag, oder steigere ich lieber die Goldeinnahmen auf Kosten des Rohstoffs? Vor der Qual der Wahl stehen sie ständig. Anfangs ist es auf jeden Fall wichtig die Karte zu erkunden, aber wenn ihre Späher auf Feinde treffen, haben sie schnell ihre erste Armee verloren. Denn nur in einem begrenzten Bereich um die Siedlung herum, werden ihre Einheiten mit Nachschub unterstützt. Auf der anderen Seite sind sie auch auf die Bonusrohstoffe auf der Karte angewiesen, um Einheiten zu bauen. Und wer will nicht gerne wissen, wo sich der Feind versteckt? Wichtig ist außerdem zu erfahren, wo weitere Siedlungsplätze vorhanden sind. Dort können sie mit Bautruppen neue Siedlungen errichten und so ihren Gold- und Rohstoffertrag steigern.