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Test: The Suffering

Nach langer Wartezeit können endlich auch PC-Besitzer in den Horror-Knast kommen!
 The Suffering
Surreal Software hat uns PC-Besitzer lange zappeln lassen. Während PS2- und XBoxler schon lange Bewährung beantragt haben, ist The Suffering erst jetzt auch endlich für den PC erschienen. Wir wandern nun ebenfalls in den Knast um in der Rolle des knallharten Torque auf Monsterjagd zu gehen.

Das Gefängnis ist die Hölle

Alles beginnt mit unserer Ankunft im Abott-Gefängnis auf Carnate Island: Torque, die animalisch anmutende, wortkarge Hauptfigur des Spiels, ist gerade wegen schlechter Führung von einem anderen Knast hierher verlegt worden. Die Massakrierung seiner eigenen Familie ist der Grund für den Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen und entsprechend kühl ist der Empfang der anderen Häftlinge, die ebenfalls im Todestrakt einsitzen. Allerdings kann sich Torque nicht an die Tat erinnern: keine dumme Ausrede, wie sich im Spielverlauf noch zeigen soll.
Doch bevor man sich irgendwelche Gedanken machen kann, bricht im Ekelknast wortwörtlich die Hölle los: ein Erdbeben erschüttert das Gebäude, Lichter flackern und plötzlich tauchen bizarre Monster wie aus dem Nichts auf. Während die Wachmannschaft sich ihrer Haut zu erwehren versucht, werden die Mitgefangenen von den Kreaturen brutal abgeschlachtet und auch den Wachleuten geht es trotz großkalibriger Argumente nicht besser. Tschiing! Noch bevor man weiss was los ist, wird die Zellentür von irgendwas glatt in zwei Teile geschnitten. Ohne vorerst behelligt zu werden kann Torque seine Zelle verlassen. Endlich Frei!
Oder doch nicht? Nachdem man sich ein wenig umgesehen und seine erste Waffe (ein provisorisches Messer) gefunden hat, wird schnell klar das die Kacke in Abott schwer am dampfen ist. Durch das Erdbeben ist das Gebäude schwer beschädigt und zahlreiche Blutspuren zeugen vom Kampf der noch vor kurzem getobt haben muss. Als wir hilflos mit ansehen müssen, wie ein verängstigter Wachmann vor unseren Augen von einem Monster getötet wird, steht Torque’s Entschluss fest: nichts wie weg hier!

Ausbruch der etwas anderen Art

The Suffering präsentiert sich als Singleplayer Horror-Actionspiel das sich wahlweise in der Ego- oder in der Third-Person Ansicht a la Max Payne spielen lässt. Erstaunlicherweise funktionieren beide Ansichten richtig gut. Mit der bekannten Maus-WASD-Steuerung wird die Spielfigur problemlos durchs Spiel dirigiert. Nur ducken kann sich Torque nicht, was ich allerdings auch nicht vermisst habe. Das Ziel des Spiels ist es, ihn durch die geradlinigen, hauptsächlich in Innenräumen spielenden Level zu steuern, sich zwischendurch mit allerlei abgefahrenen Monstern und dem Rest der Wachmannschaft anzulegen und hin und wieder kleine Rätsel zu lösen, die aber leicht zu durchschauen sind. Die Action steht zwar klar im Vordergrund, es gibt aber zwischendurch auch immer wieder ruhige Passagen. Auf seiner Flucht durchquert Torque so manches unheimliche Setting: Neben dem Gefängnis samt Umgebung stehen u.a. Besuche in einer Irrenanstalt, einem Friedhof oder einem alten Geisterschiff auf dem Plan.
Ein popeliges Messer reicht auf die Dauer natürlich nicht aus, um gegen die zahlreichen Alptraumgestalten zu bestehen: zum Glück findet man an praktisch jeder Ecke Waffen und hilfreiche Utensilien: großkalibrige Revolver (später auch im Doppelpack), Schrotflinten, die aus diversen Mafiafilmen bekannte Tommygun und einen Flammenwerfer. Munition gibt’s ebenfalls mehr als reichlich. Blend- und Sprenggranaten komplettieren das Arsenal. An manchen Orten finden sich sogar festmontierte MGs und solche Stellen sind es dann auch, an denen meist ein ganzer Pulk Gegner auftaucht.
Falls Torque trotz allem mal wieder den Hintern versohlt bekommen hat schmeisst er einfach ein paar Xombiumpillen ein um Lebensenergie aufzufrischen. Max Payne lässt grüßen. Neun Stück darf man als Lebensversicherung mitschleppen. In den ersten Spielminuten findet Torque zudem noch eine nützliche (und aus Silent Hill wohlbekannte) Taschenlampe, deren Lichtkegel allerdings nicht allzu weit reicht und die ständig mit neuen Batterien gefüttert werden will. Alternativ gibt es auch noch Leuchtfackeln oder man greift auf das naheliegendste zurück indem man (zumindest in Räumen wo es noch funktioniert) einfach das Licht anknipst. Die zahlreichen Überwachungsmonitore lassen sich ebenfalls noch benutzen, um abzuchecken, was hinter der nächsten Ecke so vor sich geht. Auch herumliegende Lagepläne und Notizen sollte man mitgehen lassen, erleichtern sie doch die Orientierung im Komplex enorm bzw. liefern interessante Hintergrundinfos.

Das dunkle Ich

Wenig später bekommt Torque sogar die Fähigkeit, sich selbst in ein muskelbepacktes Hulk-artiges Monstrum zu verwandeln - das dunkle Ich. Für jedes gekillte Monster füllt sich der sog. Insanity-Balken ein Stück auf und wenn der voll ist, kann es per Tastendruck abgehen. Zwar kann man in der Monsterform nicht rumballern, die Nahkampfattacken des Biests haben aber dermaßen Dampf auf der Pfanne, dass das mehr als ausgeglichen wird. Allerdings kann man nicht allzu lange in dieser Form bleiben. Der Balken leert sich langsam und verwandelt man sich nicht rechtzeitig zurück, gibt Torque den Löffel ab.
Spätestens hier geht einem ein Licht auf, das unsere Anwesenheit hier kein Zufall sein kann. Einer der Häftlinge, die man unterwegs trifft, will von Regierungsexperimenten an Gefangenen gehört haben. Ist man gar selbst ein Teil dieses Experiments? Zudem stolpert der Spieler alle Nase lang über paranormales. Da wäre z.B. der Geist eines irren Gefängnissarztes der dem Spieler immer wieder Beispiele seines grausigen Exekutionshandwerks zeigt. Oder der von Blitzen umzuckte Geist des auf dem elektrischen Stuhl hingerichteten, der einem meist hilfreiche Tipps gibt. Während letztere aber eher harmlos sind, ist einer der Kollegen weitaus bedrohlicher: Der Geist des Gaskammeropfers verlockt Torque immer wieder dazu, sein dunkles Ich zum Vorschein zu bringen und scheint allgemein keine guten Absichten zu hegen. Nicht einmal von seiner eigenen Sippschaft wird Torque verschont, tauchen doch immer wieder die verblichenen Familienmitglieder auf, die anklagende (und ziemlich einseitige) Dialoge mit Torque führen und genauso schnell verschwinden wie sie aufgetaucht sind. Oft werden auch blitzlichtartige Bilder über das Spielgeschehen gelegt, die Szenen aus der Vergangenheit zeigen und den Spieler verwirren sollen. Ähnliches geschieht auch wenn sich der Insanity-Balken aufgefüllt hat: Ständig aufblitzende Bilder des Monsters sollen den Drang zur Verwandlung symbolisieren.
Screen 1
Aus der Egoperspektive ballert es sich am besten
Screen 2
Gegen das MG stinken selbst die dicksten Monster ab
Screen 3
G. Metzel auf dem Weg zur Arbeit. Die Monsterform
Screen 4
Neulich in der Dusche - Ey Kumpel, kannst mal die Seife aufheben?

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The Suffering

Packshot
Action-Adventure
von Konami, Midway
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PC2004
PS2September 2004
XboxSeptember 2004

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

will ich habenhabe ich angespielt
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