|
Du bist nicht eingeloggt. | LOGIN / REGISTRIEREN und OHNE PopUps DUKATEN SAMMELN
|
||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||
![]() | ||||||||||||||||||||||||||||
Lange Zeit war es ruhig um die Mannen von Valve. Gabe Newell und seine Crew tüftelten im stillen Kämmerlein, ohne das irgendwelche Informationen nach aussen drangen, an der neuen Source-Engine. Es war sicherlich nicht einfach, Stillschweigen zu bewahren. Aber als man sich soweit glaubte, wurde es gebrochen. Mit einer simplen Zeitungsanzeige, die jedoch keine Frage offenließ, was denn da in naher Zukunft kommen sollte: Eine Brechstange die zusammen mit ihrem Schatten eine Zwei formte. Klar, es konnte sich nur um die Fortsetzung zu Half-Life handeln. Das seit dieser Zeitungsanzeige trotzdem noch gut und gern ein Jahr ins Land gehen sollte, konnte man damals nicht ahnen. Auch der Codeklau und andere Unwegbarkeiten konnten nicht darüber hinwegtäuschen das Valve mit ihrer Arbeit eigentlich noch längst nicht fertig waren und die auf Messen vorgeführten Gameplayvideos nicht wirklich das fertige Spiel zeigten, sondern lediglich stark gescriptete und teils geschönte Sequenzen, die verdeutlichen sollten, wie das Spiel einmal aussehen würde wenn es fertig wäre. Aber vor kurzem, am 16.11.2004 war es dann tatsächlich soweit. Gordon Freeman is back in Town. Das Abenteuer vor dem AbenteuerBevor man jedoch in Gordons Haut schlüpfen kann, gilt es erst einmal das Spiel zu installieren. Was bei anderen Titeln eine problemlose Angelegenheit von ein paar Minuten ist, artet bei HL2 in eine regelrechte Orgie aus. Die Installation von DVD allein dauert geschätzte 20 Minuten. Hat man diese ungewisse Prozedur überstanden (einen Fortschrittsbalken hat sich Valve nämlich gespart), wird man zudem auch noch genötigt sich die Onlinevertriebsplattform Steam zu installieren, um die Dateien auf der Festplatte freischalten zu lassen. Dieser Vorgang dauert dann nochmal 'ne ganze Weile und lässt sich leider auch nicht umgehen. Da zudem die Valve-Server (was aber vorauszusehen war) am ersten Tag vollkommen überlastet waren, mussten sich viele Spieler bis zum nächsten Tag gedulden. Inzwischen hat sich die Lage aber wieder normalisiert, so das die Freischaltung inzwischen flott vonstatten geht. Man mag ja von Steam halten was man will, aber abgesehen von solchen Extremsituationen funktioniert das Netzwerk inzwischen zufriedenstellend. Trotzdem hätte Valve ja wenigstens eine Telefonfreischaltung nach Microsoftvorbild für die nicht-Internet-Benutzer anbieten können. Die kucken nämlich in die Röhre. Zwar wird ein Internetzugang bei den Systemvoraussetzungen auf der Packungsrückseite erwähnt, meiner Meinung nach gehört das in diesem Fall aber groß auf die Vorderseite der Packung. Es mag ja legitim sein, gegen unlizensierte Kopien vorzugehen, aber doch bitte nicht auf Kosten des ehrlichen Käufers.George Orwell hätte es nicht besser hingekriegtSeit dem Black-Mesa-Vorfall sind inzwischen ein paar Jahre vergangen. Zur Erinnerung: Black Mesa war ein streng geheimer Forschungskomplex in dem mit Teleportertechnologie herumexperementiert wurde. Durch einen Unfall, an dem Gorden Freeman nicht ganz unbeteiligt war, wurde ein Übergang in eine andere Dimension geschaffen, woraufhin Ausserirdische in den Forschungskomplex einfielen. Die Regierung versuchte zwar mit äusserst rabiaten Methoden, den Zwischenfall einzudämmen, hatte dabei aber nicht allzu viel Erfolg. Gordon machte sich daraufhin selbst auf den Weg in die Alienwelt Xen, um das vermeintliche Oberhaupt der Aliens, den „Nihilanth“ auszuschalten, was ihm auch gelang. Inzwischen war der geheimnisvolle „G-Man“ auf ihn aufmerksam geworden: nach dem Sieg über Nihilanth (und am Ende von HL) bot ihm dieser einen neuen Job an.Der G-Man ist dann auch das Erste was man in HL2 zu sehen bekommt. Nach einigen seiner kryptischen, in abgehackter Sprache vorgetragenen Äusserungen erwachen wir, wie auch schon im Vorgänger, in einem Zug der kurz darauf im Bahnhof von City 17 hält. Inzwischen ist viel geschehen: Die Aliens haben in einem lediglich sieben Stunden dauernden Krieg die Erdkräfte geschlagen und einen totalitären Überwachungsstaat nach Orwellschem Vorbild aufgezogen. Auf dem Bahnhof laufen überall niedergeschlagene Menschen in einheitlichen Overalls herum, die nur noch eine Nummer anstatt einen Namen haben. Mit Gasmasken vermummte Soldaten (die sog. Combine) schikanieren die Bevölkerung bei jeder Gelegenheit und durch die Luft schwirrende Spionagesonden beobachten jeden Schritt. Privatsphäre ade. Teilweise erinnert das Szenario auch ein wenig an die Ghettos im dritten Reich, wäre da nicht dieses titanische, turmähnliche Gebäude, das so gar nicht zum restlichen osteuropäischen Stadtbild passen will. Dies ist die sog. Zitadelle: das Hauptquartier der Combine. Dann gibt es da noch Dr. Bren – den von den Aliens eingesetzten Verwalter der Stadt. Dieser Black Mesa Wissenschaftler war es auch, der die Kapitulation in die Wege geleitet hat, mit den Invasoren kollaboriert und von den meisten Menschen deshalb als Verräter angesehen wird. Auf riesigen Bildschirmen finden ständig die gleichen Wiederholungen seiner Propagandareden statt. Diese Person soll im weiteren Spielverlauf noch eine wichtige Rolle spielen. Kurz nach der Ankunft werden wir von einem der Combines in einen Verhörraum nebst blutverschmiertem Stuhl dirigiert. Der vermeintliche Folterknecht entpuppt sich dann aber glücklicherweise als Barny Calhoun, ein alter Bekannter aus Black Mesa, der nun einer Rebellengruppierung angehört, sich bei den Combines eingeschlichen hat und Gordon zur Flucht verhilft. Ein kleiner Schritt für Gordon, ein großer Schritt für das GameplayMehr sei von der Story der Spannung zuliebe nicht verraten. Nur soviel noch: Auf seiner Flucht trifft Gordon noch auf andere alte Bekannte und neue Freunde, schliesst sich der Widerstandsbewegung an und wird im Laufe des Spiels von einem Aussenposten zum nächsten geschickt bis es dann in der Zitadelle zum furiosen Showdown kommt.In den ersten paar Spielstunden spielt sich HL2 im Grunde genommen wie ein handelsüblicher 3D-Shooter: man schlägt sich durch lineare Spielabschnitte und versucht, sich die überall auftauchende Combinesöldner mit altbekannten Waffen wie 9mm, Sniperarmbrust, Handgranaten, Schrotflinte, Brechstange und Maschinenpistole vom Leib zu halten. Das ganze ist allerdings so spannend in Szene gesetzt, das die Gradlinigkeit nicht weiter auffällt. Die zunächst in City 17 spielenden Locations sind großartig gestaltet und ständig treiben gescriptete Ereignisse die Akte-X/1984 mäßige Story voran. Es wird zu keinem Zeitpunkt langweilig und die Entwickler schaffen es mit Bravour, das man sich wirklich mitten im Geschehen glaubt, was auch daran liegt das Zwischensequenzen im klassischen Sinn nicht existieren. Alle Ereignisse laufen im Spiel selbst ab, so das Brüche im Gameplay vermieden werden. Auf seinem beschwerlichen Weg durchquert Gordon nicht nur City 17, sondern auch die Zombieverseuchte Geisterstadt Ravenholm, eine alte Miene oder ein Gefängnis in dem die Combine Menschenexperimente durchführen. Ich hab den Lappen in City 17 gemachtFür einige Abschnitte bekommt Gordon von der Rebellentruppe sogar fahrbare Untersätze spendiert: Ein propellergetriebenes Boot dient im Kanalabschnitt als Transportmittel, da die Combine alle Straßen aus der Stadt raus abgeriegelt haben. In einem späteren Kapitel bekommt man dann auch noch einen Buggy mit dem man eine Küstenstraße entlang brettert. Diese Fahrsequenzen sind ziemlich lang, aber nicht minder spaßig. Es ist schon eine Mordsgaudi mit dem Boot über Rampen zu springen oder mit dem Auto Combines plattzufahren. | ||||||||||||||||||||||||||||
  | ||||||||||||||||||||||||||||
| IMPRESSUM | DATENSCHUTZ | KONTAKT | TEAM | JOBS | ARTIKELDIEB | LINK US | RSS-FEED | ||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||







