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Test: Top Spin
Auf der Xbox ein Hit, nun endlich auch auf dem PC. As oder Doppelfehler?Der PC wird von fast keiner Spielegattung „verschont“. Besonders im Bereich Sport gibt es kaum etwas das noch nicht mehr oder weniger oft für die heimischen Daddelkisten umgesetzt wurde. Aber wo vor allem Fußball und Rennspiele die Spieler anziehen, da fristen einige „Randsportarten“ ungerechterweise im Schatten ihr Dasein. Eine davon ist Tennis. Sämtliche Ableger dieser Gattung kann man an einer Hand abzählen (mal abgesehen von der immer wieder aufgekochten Roland Garros Reihe). Aber warum so wenig Anteil? Die Publisher fürchten vor allem, dass diese Spiele keiner haben will. Doch gerade das vor einiger Zeit erschienene Virtua Tennis hätte den Skeptikern das Gegenteil beweisen müssen. Jedoch sehnte man sich hier nach mehr Realismus. Und diesem Ruf folgte nun das ernstzunehmende Top Spin. Zunächst auf der Xbox einen fulminanten Siegeszug durch die Wohnzimmer tätigend, versucht es sich jetzt auch als Portierung bei den PClern einzuschmeicheln. Aber was steckt wirklich in der viel versprechenden Filzball-Schlacht?KarrieregeilTop Spin kommt nicht als Noname-Spiel daher. Immerhin einige bekannte Gesichter wie Pete Sampras oder auch Anna Kurnikova sind spielbar. Jedoch beschränkt sich die Lizenz nur auf ein Paar, der Rest der Spieler ist frei erfunden. Dieser Fakt stört aber wenig, da das Spiel generell auf andere Tugenden abzielt. Denn viel spannender als mit einem bereits verfügbaren Profi ins einfache Spiel zu starten, ist es, sich sein eigenes Alter Ego zusammen zu basteln.In dem äußerst umfangreichen Editor können sie sich ihren Spieler so gestalten wie sie wollen, inklusive Outfits und Spieleigenschaften wie Linkshänder oder Techniker. Nach der Erstellung des eigenen Charakter beginnt das Herzstück des Spiels: Der Karrieremodus. Hier gilt es ihren Spieler an die Spitze der Weltrangliste zu führen. Klingt einfacher als es ist, denn bis dorthin ist es ein weiter Weg. Zuerst müssen sie ihren Schützling aufpeppen, in dem sie auf einer übersichtlichen Karte in aller Welt umherfliegen um den entsprechenden Trainer zu finden. Umsonst macht der aber nichts, deswegen müssen erstmal Mücken an den Start. Die bekommen sie wenn sie eines der zahlreichen Turniere gewinnen. Aber halt, sie sind ja noch viel zu langsam, viel zu ungenau und viel zu schwach in ihren Fähigkeiten. Also muss irgendwo anders Abhilfe geschaffen werden. Da bieten sich die zahlreichen Original-Sponsoren wie Adidas oder Reebock an. Für die können sie Testmatches absolvieren und so an Geld kommen, sogar richtig viel, hier hängt ihr Vorankommen aber von der Position in der Rangliste ab. Zusätzlich bietet ihnen ihr Sponsor noch exklusive Werbe-Accessoires wie neue Schläger oder Schuhe an. Die erste Hürde gepackt können sie nun endlich trainieren gehen. Jeder Trainer spezialisiert sie dabei auf etwas anderes, sei es Vorhand, Rückhand oder Netzeigenschaften. Das Training gestaltet sich dabei ähnlich wie bei Virtua Tennis, jedoch nicht ganz so anschaulich. Meist geht es darum die von einer Ballmaschine geschossenen Bälle mit bestimmten Tasten an bestimmte Positionen auf dem Platz zu schlagen und dabei unter Zeitdruck Punkte zu sammeln. So werden sie nach und nach immer besser und haben nun rein physikalisch endlich eine Chance bei den Turnieren. Jedoch macht es ihnen der Computer auch so nicht all zu leicht. Der immer faire Schwierigkeitsgrad steigt nämlich proportional zu ihrem Vorankommen in der Welt. Schließlich treffen sie auf echte Raketen wie Pete Sampras himself. Alternativ zum Karrieremodus können sie aber noch ein eigenes Turnier kreieren oder einen bloßen Schaukampf starten. Entdecke die MöglichkeitenDie guten Ansätze waren bereits in der Konsolenfassung vorhanden, hier liegt aber auch der Knackpunkt der ganzen Sache. Denn nicht nur die Modi wurden eins zu eins umgesetzt, sondern der Rest des Spiels auch. So auch die Steuerung und die Menüs, welche für Tastatur-Maus Verhältnisse inakzeptabel sind. Der eigentlich hilfreiche Nager wird hier völlig missachtet und nur mit den Pfeiltasten steuern sie ihren Recken. Jedoch kommt dieser dann einem nassen Sack gleich, denn er reagiert so träge auf ihre verzweifelt hämmernden Schläge der Tasten, dass dieses Spiel nur mit einem Gamepad spielbar ist. Ähnlich verwirrend ist teilweise die Menüführung geworden, sie müssen zum Beispiel mehrmals ohne erkenntlichen Grund vor einem Match bestätigen, dass sie bereit sind. Außerdem fällt die Einstellung des Spiels teilweise viel zu verwirrend aus. |
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