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Test: The Fall - Last Days of Gaia
Ein düsteres Endzeitszenario, taktische Kämpfe.... Ist das Spiel ein Geheimtipp für Fallout-Fans?
| The Fall - Last Days of Gaia (TF) aus der Softwareschmiede Silver Style ist ein reinrassiges (Endzeit-)Rollenspiel und entführt sie in eine düstere, zerschundene Welt von morgen. Einst, in glücklicheren Zeiten, machten ihre Bewohner atemberaubende technologische Fortschritte... den Weltraum zum Greifen nahe. In beispielloser Zusammenarbeit baute die Menschheit sechs gigantische Terraformer - mobile Fabriken, deren einzige Aufgabe die Produktion von CO2 ist - um die noch sehr dünne Atmosphäre des Mars mittels Treibhauseffekt zu erwärmen. In Folge dessen sollte eine Kettenreaktion ausgelöst werden, an deren Ende ein bewohnbarer Nachbarplanet stehen sollte. So weit sollte aber nicht kommen... die Horde, eine fundamentalistische Sekte, erlangte Kontrolle über die Terraformer und aktivierten sie noch auf der Erde. Bevor die Fabriken abgeschaltet werden konnten, gelangte schon soviel CO2 in die Erdatmosphäre, dass in den folgenden Jahren die Durchschnittstemperatur um über 10 Grad Celsius anstieg. Naturkatastrophen tobten über den Erball, schleiften die Bauwerke der Zivilisation und überließen die Menschheit schließlich der Anarchie. 21 Jahre später „heute“ - fristen die Menschen ein kärgliches Dasein, leben vom Tauschhandel und leiden unter der Knechtschaft von unzähligen Gangs. Als eines Tages ein friedliches Dorf von der sogenannten Ratskull-Gang angegriffen wird und nur einige der Bewohner mit dem Leben davon kommen, starten Sie ins Spiel, denn Sie sind eine(r) der glücklichen Überlebenden dieses Angriffs. Anfangs nur angetrieben vom Durst nach Rache stolpern Sie schon kurze Zeit später in ein sehr spannendes Abenteuer. Im Laufe der Zeit schließen sich Ihnen bis zu fünf Gefährten an, um Sie nach Leibeskräften zu unterstützen. TagesablaufGemäß den Traditionen im Rollenspielgenre beginnt auch TF mit der Erstellung eines Charakters, wobei die Einstellungsmöglichkeiten zunächst nur auf die Wahl eines Namens sowie eines Bildes und damit auch die Bestimmung des Geschlechtes begrenzt sind. Nach kurzer Spielzeit wird schließlich die Auswahl der Fertigkeiten des Charakters geschickt in den Spielfluss eingebaut. Hervorzuheben ist besonders, dass hier auch wirklich alle Fertigkeiten regelmäßig im Spielverlauf angewendet werden können. Gute Kenntnisse in Survival bewirken beispielweise nicht nur eine größere Menge extrahierter Nahrungsmittel aus einem erlegtem Wildtier, sondern zusätzlich noch die Sonderfertigkeit die Felle dieser Tiere verwerten zu können. Felle und andere Fundstücke (häufig bei den Leichen der Feinde zu finden) dürfen bei den örtlichen Händlern gegen bessere Ausrüstung getauscht werden. Geld im Sinne von heute ist, außer zum Anzünden eines Lagerfeuers, nichts mehr wert.Ganz wie bei der Baldur’s Gate- Saga reisen sie auch bei TF zwischen unzähligen, auf eine Landkarte verstreuten, Ortschaften hin und her. Jede einzelne Region strotzt vor gesprächs- und/oder gewaltbereiten Einwohnern, leer stehenden Ruinen, in denen mehr oder minder wichtiger Plunder zu finden ist, Geheimnissen und (bösen) Überraschungen. Faule oder unfähige Bürger des Landes versorgen die Helden tüchtig mit abwechslungsreicher Arbeit. Einmal spielen sie für einen Zeitungsverleger Reporter und versorgen ihn mit einer ganze Reihe Geschichten für die Titelseite seiner neuen Zeitung. Ein anderes mal verstecken sie Sprengstoff in der Leiche eines gehängten Gangers, um sich einer Übermacht (die Freunde des Toten) zu entledigen. |
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