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Test: COPS 2170: The Power of Law
Seit Jagged Alliance 2 warten Fans vergeblich auf einen würdigen Nachfolger. Ist er mit Cops 2170 endlich gekommen?
Wenig war im Vorfeld von Cops 2170: The Power of Law zu hören. Im Blätterwald der Fachpresse ist der Titel im allgemeinen Trubel um die Weihnachtshits wie Half-Life 2 und Konsorten total untergegangen. Tatsache ist aber auch, dass seit Jagged Alliance 2 Fans von rundenbasierten Taktikspielen bisher vergeblich auf einen würdigen Nachfolger warten. Das von Mist Land entwickelte und von Dreamcatcher vertriebene Cops 2170 versucht als Taktik/RPG-Mix für Singleplayer eben jene Lücke zu füllen. Frisch aus der Schule ins harte LebenMan schreibt das Jahr 2170: Der Mars ist längst von Menschen kolonisiert worden und riesige high-tech-Metropolen überziehen den roten Planeten. Autos fahren auch nicht mehr auf vier Rädern, sondern fliegen ganz wie in Zurück in die Zukunft II mittels Antigrav-Antrieb durch die Lüfte. Verschiedenste Cyberimplantate verbessern die Fähigkeiten von Mensch und Tier und auch hochentwickelte Robotertechnologie ist nichts besonderes mehr. Kurz: die Wissenschaft hat enorme Fortschritte erzielt. Aber auch auf sozialer Ebene gab es gewisse Entwicklungen, die nicht von ungefähr an ein bekanntes Werk von George Orwell erinnern: Jeder Einwohner bekommt von Geburt an einen Microchip implantiert mit dem der Staat in der Lage ist, rigoros jeden Schritt seiner Bürger zu beobachten. Über all dem wacht ein mächtiger Polizeiapparat der für Ordnung sorgt - notfalls auch mit Gewalt.In diesem Cyberpunkszenario schlüpft der Spieler in die Rolle der jungen Katrin (kurz Kati). Diese kommt grade frisch von der Polizeiakademie und hat als Sportass, Klassenbeste und mit einer idealistischen Einstellung genau die richtigen Voraussetzungen um es in eben jenem Polizeiapparat zu etwas zu bringen. Das denkt sich auch ihr Vorgesetzter und schickt sie gleich zu ihrem ersten richtigen Einsatz: Im Slumviertel Lower City findet mal wieder ein Aufstand von Bürgern niedriger Klasse statt (sprich: Punks und Heckenpenner machen Krawall). Soziale Unruhen sind in den Slums in letzter Zeit häufig. Na ja, was soll’s. Als Verstärkung wird im Polizeihauptquartier der eine oder andere gelangweilte Kollege rekrutiert, noch schnell beim Waffenwart und dem Polizeiarzt ein paar Ausrüstungsgegenstände eingepackt und los geht’s in die erste von insgesamt 13 Missionen. Im späteren Spielverlauf wird die Truppe noch auf maximal acht Mitglieder anwachsen. Wie bei Deus Ex wird Kati es während ihres Abenteuers mit verschiedensten Gruppierungen zu tun bekommen, die mit ihren Belangen an Kati herantreten. Egal welcher Gruppe man den Vorzug gibt, man wird sich auch immer dabei Feinde schaffen. Je nachdem welche Entscheidungen man trifft, gestaltet sich der Spielverlauf anders, so dass Cops 2170 einer dieser Titel ist, bei denen sich mehrmaliges Durchspielen lohnt. Cops 2170 wird hauptsächlich aus einer schräg-von-oben Ansicht gespielt die sich per Maus drehen, zoomen und kippen lässt. Zwar kann man auch in eine Egoperspektive schalten, diese ist aber spielerisch eigentlich unnütz. Auch die Steuerung der Spielfiguren funktioniert mit der Maus. Genau wie in diversen Rollenspielen a la Baldurs Gate klickt man irgendwo in die Landschaft, woraufhin sich die ausgewählte Spielfigur bzw. die komplette Mannschaft auf den Weg macht. Rollenspiel und Taktik - das sind ja gleich zwei Wünsche auf einmal. Geht denn das?Grundsätzlich kommen zwei Spielmodi zum Einsatz: Im Rollenspielmodus kann man ungehindert die Umgebung erkunden, mit NPCs plaudern um an Aufträge oder Informationen zu kommen und herumliegende Gegenstände einsammeln. Hin und wieder begegnet man auch Cops die sich der Gruppe anschliessen wollen. Ein NPC kann jedoch nur rekrutiert werden, wenn man über einen entsprechend höheren Dienstgrad verfügt (abhängig vom Level der Spielfigur).Sobald Gegner im Gebiet auftauchen, wird in den Taktikmodus umgeschaltet. Ziel ist dabei immer das Auslöschen aller Feinde. Anders als im RPG-Modus muss nun jede Handlung genau geplant werden, da jede Spielfigur abhängig von Charakterwerten und mitgeschleppter Ausrüstung eine bestimmte Anzahl an Aktionspunkten hat. Jede Handlung wie laufen, schiessen oder die Waffe nachladen lässt das Punktekonto schrumpfen. Haben die eigenen Spielfiguren ihre Punkte verbraucht klickt man auf einen Button, woraufhin der Gegner seine Figuren zieht. Das geht abwechselnd solange weiter bis entweder alle Gegner besiegt sind oder Kati stirbt. Dann heisst es automatisch „Game Over“. Stirbt ein anderes Partymitglied ist das zwar auch ziemlich tragisch (denn tote Partymitglieder können nicht wiederbelebt werden) aber man kann zumindest weiterspielen. Trotzdem wird wohl jeder ehrbare Spieler lieber den letzten Spielstand laden, bevor er auf eine erfahrene Spielfigur verzichtet. Zum Glück lässt sich jederzeit ein Quicksave anlegen. Man sollte davon auch regen Gebrauch machen da die Spielfiguren anfangs noch recht schwach auf der Brust sind. |
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