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Test: Hearts of Iron 2

Strategische Kriegsführung im Zweiten Weltkrieg. Hearts of Iron 2 verlangt selbst Profis alles ab!
 
Mit Hearts of Iron erschien im März 2003 ein wahrlich anspruchsvolles Echtzeitstrategiespiel, dass den Rahmen des zweiten Weltkriegs auf so ziemlich jeden bekannten Kriegsschauplatz abdeckte. Nun im Januar 2004 folgt der zweite Teil (kurz: HoI2), der den ersten Teil sogar noch überflügeln möchte.

1939 - Wo bitte geht’s zum Krieg?

HoI2 bietet 19 verschiedene Szenarien im zweiten Weltkrieg an, die auf eine bestimmte Aufgabe oder Zeitlimit hin durchgespielt werden müssen. Die Missionen sind jeweils chronologisch sortiert und bieten entsprechend fortlaufend höhere Schwierigkeitsgrade an.
Wer noch nie etwas mit Hearts of Iron zu tun hatte, dem sei zumindest hier im zweiten Teil als erstes das Tutorial sehr ans Herz gelegt. In einfachen Schritten werden hier Themen erläutert, wie z.B. der Überblick auf das Game-Interface, wie man das Spiel grundlegend steuert, die Einheiten kommandiert, Grundlagen der Kriegsführung werden erklärt, Produktionen, Diplomatie, Regierung fehlen ebenso wenig, wie zum Schluss die Kriegsführung für Fortgeschrittene. Die einzelnen Tutorialmissionen sind zwar nicht umwerfend lang und intensiv, aber für einen ersten Einblick reichen sie allemal. Auch erfahrene Strategiefüchse sollten hier durchaus einen Blick riskieren.
Anschließend kann man ins Jahr 1936 einsteigen, um erste Geplänkel Missionen zu versuchen. Dabei geht es in kleineren Rahmen um Grenzkonflikte, hauptsächlich aus deutscher Sicht gegen Länder östlich der damaligen deutschen Grenze gelegen. So richtig fetzig wird es dann schon mit Missionen ab 1939 aufwärts, bis zum Ende 1945. Hier bekommt man Szenarien angeboten wie u.a. den Blitzkrieg gegen Polen und Frankreich, den Wüstenkrieg mit Rommel & Co., die D-Day Offensive, Schlachten in Finnland, den platinischen Krieg zwischen Argentinien und Brasilien, japanische Überfälle auf pazifische Inseln, Angriff der Alliierten auf die japanischen Hauptinseln Kyushu und Honshu etc. Sämtliche Einspieler-Missionen finden sich übrigens auch im Multiplayer-Modus wieder.
Vor jedem Szenario kann man sich für eine der vielen kriegswichtigen Seiten entscheiden. Man kann also ein und dieselbe Mission z.B. aus Sicht der Deutschen, aber auch aus Sicht der Russen, Engländer, Japaner, Amerikaner, etc. spielen, je nachdem wer an dem betreffenden Szenario beteiligt war.
HoI2 hält sich insgesamt historisch gesehen recht streng an die damals wirklich abgelaufenen Schlachten. Allerdings hat man als Spieler trotzdem genügend Freiraum, um das eine oder andere Scharmützel auch ganz neu zu gestalten. In der Regel gilt es vorgegebene Missionsziele einzuhalten, um ein Szenario zu gewinnen. Im Blitzkrieg beispielsweise sollte man aus deutscher Sicht bis zu einem bestimmten Tag eine Anzahl von Ländern erobert haben. Gelingt dies nicht, ist das Szenario aus deutscher Sicht verloren, genauso wie die D-Day Mission aus alliierter Sicht verloren geht, wenn man nicht in einem bestimmten Zeitraum diese oder jene strategischen Ziele erreicht hat. Die Ziele der Missionen variieren auch anhand des Schwierigkeitsgrades, der genauso wie die KI - in fünf Stufen eingestellt werden kann.

Produktion, Handel…

Je mehr Fabriken man als Spieler besitzt, desto höher ist die Produktionsfähigkeit und desto höher ist auch die gemessene Industriestärke. Um überhaupt effektiv Einheiten produzieren zu können, muss in einem besetzen Land mindestens eine Fabrik stehen, die automatisch mit Rohstoffen wie Metall, Öl, aber auch Energie versorgt wird. Diese Stoffe kommen entweder aus dem eigenen Land, auf dem die Fabrik steht, oder können über Handel mit anderen Ländern erworben werden. Reicht die Versorgung aus dem eigenen Land nicht mehr aus, kann es zum Stillstand kommen. Dem kann man z.B. durch Rohstofftausch oder kauf mit ebenfalls eigen-besetzten Ländern, oder aber mit politisch verbündeten Partnern entgegenwirken. Die Produktion der jeweils gewünschten Einheiten wird ebenfalls imProduktionsmenü verwaltet und verläuft dann automatisch. Sobald eine Einheit (Infanterie, Panzer, Schiffe, etc.) fertig gestellt ist, taucht sie auf der Spielkarte in dem Land auf, wo sie hergestellt worden ist. Ein Einheitenlimit gibt es zwar nicht, aber dennoch kann man aufgrund der Tatsachen, dass Rohstoffe eigentlich immer knapp sind und dass man ja auch ein gewisses Zeitlimit hat, nicht unendlich viele Einheiten produzieren.

… und die Diplomatie

Im Diplomatiebereich kann man z.B. Handelsbeziehungen mit fremden Ländern abschließen. Entweder gehören diese zur eigenen Achse oder aber sind mehr oder weniger neutral. Der Rohstoffbezug basiert auf eine Art Tauschhandel, so dass man auch immer einen eigenen Rohstoff an das Partnerland liefern muss, sonst bekommt man selber nichts. Weiterhin lässt sich die Innenpolitik hier steuern. Das umfasst einerseits die Auswahl der Minister und deren Fähigkeiten in den jeweiligen Bereichen, andererseits lässt sich auch die Staatsform anpassen. Dazu zählen Dinge wie Markt- oder Planwirtschaft, Demokratie oder eher Diktatur, etc. Dies alles hat dann wiederum Auswirkungen auf die Produktionsfähigkeit und/oder auch auf die Beziehungen zu verbündeten oder neutralen Ländern.
Doch die Politik umfasst noch weitaus mehr. Man kann Ländern natürlich den Krieg erklären, oder mehr oder weniger feste Bündnisse schließen um eine Durchmarscherlaubnis oder natürlich auch um Frieden bitte. Für jede politische Aktion muss man also in klingender Münze bezahlen, daher ist es wichtig, im Staatshaushalt genügend Devisenreserven vorrätig zu haben. Der zu zahlende Preis hängt von der Gewichtung der Aktion ab. Eine Durchmarscherlaubnis ist logischerweise ebenfalls wesentlicher günstiger zu bekommen, als ein komplett verhandelter Frieden.

Forschung!

Und dann gibt es natürlich noch die Forschung, die immens wichtig ist damit die eigenen Truppen weiterentwickelt werden. HoI2 hält sich heir streng an historische Vorgaben, so stecken bei einem Szenario aus dem JAhre 1939 die Entwicklungen bei Panzern, Flugzeugen usw zum Teil noch in den Kinderschuhen und man sollte die Forschung umgehend vorantreiben. So wird man mit Sicherheit keine dicken Shermanpanzer oder gar Könmigstiger auf der Landkatrte finden. 1944 hat man dagegen schon weite Fortschritte in allen Bereichen gemacht und es stehen schon die weiterentwickelten Fahrzeuge zur Verfügung.
Screen 1
Das sehr übersichtliche Startmenü
Screen 2
Eine Mission aus dem Tutorial
Screen 3
Im Wüstenrkieg mit Rommels Truppen
Screen 4
Auf russischer Seite in 'Operation Barbarosse'
Screen 5
Im besetzten Frankreich

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Hearts of Iron 2

Packshot
2D-Echtzeitstrategie
von KOCH Media, Paradox Entertainment
USK-Freigabe keine Angabe
PCJanuar 2005

» Alle Infos  » Preisentwicklung

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