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Test: Majestic Chess

Statt einer puristischen Simulation bietet Majestic Chess interssante Ideen rund um das königliche Spiel, toll vor allem für Neulinge!
 
Zum Einstieg mal etwas Megaschlaues und aus der Hüfte heraus aufs Papier geschossen, Powerselling für Dummies: Wer erfolgreich seine Produkte an den Mann bringen will, muss Ideen haben, neue Wege gehen, das Unerwartete tun, besonders wenn er in ein Marktsegment eindringen möchte, das eigentlich schon von anderen Anbietern erfolgreich abgegrast wird. Knackiger Tipp finde ich und völlig für lau, intelligentere Menschen als ich beflecken mit solchen Weisheiten Unmengen jungfräuliches Papier und verdienen gemeinerweise ein Schweinegeld damit. Aber hier soll es nicht um verpasste Gelegenheiten und die Ungerechtigkeiten der Welt gehen, sondern um Jowoods mutigen Versuch den Freunden des königlichen Spiels ein neues Schachprogramm schmackhaft zu machen.
Keine leichte Übung möchte man meinen, schließlich beherrschen seit Jahren die Fritz- und Chessmaster-Serien die Szene und das aus gutem Grund. Unbestritten bieten sie hohe Spielstärke, hervorragenden Analyse- und Trainingmöglichkeiten, reichlich Datenmaterial, simple Bedienbarkeit und lebendige Schachserver. Macht aber nix - Majestic Chess verbeugt sich vor den Meistern und versucht erst gar nicht in den Wettstreit der höchsten Spielstärke einzusteigen, sondern wendet sich ganz bewusst an Anfänger und spielstarke Amateure. Neben dem bekannten normalen Solospiel gegen den Computer und der Möglichkeit online einen Schachpartner zu finden, bietet Majestic Chess einen sehr innovatives und unterhaltsames Schach-Adventure das die Aufgaben eines Tutorials übernimmt.

Kill the King

Stürzen wir uns doch direkt ins Abenteuer, denn außer den kurzen Gastrollen im ersten Harry Potter Spiel und in American McGee`s Alice kann ich mich beim besten Willen an keine abenteuerlichen Schacherlebnisse erinnern. In Majestic Chess übernehmen wir die Rolle eines Königs der hoch zu Ross ein ganzes Königreich vom Tyrannen befreien darf. Dazu bewegen wir uns auf sehr hübsch und liebevoll gezeichneten Karten durch insgesamt acht Regionen und lösen Schachrätsel am Fließband. Ein wenig erinnert die Sicht aus der Vogelperspektive an den Look der Fantasy Strategical Age of Wonders oder HoMM, eine zunächst wolkenverhangene Märchenwelt mit trutzigen Burgen, lieblichen Landschaften und geheimnisvollen magischen Orten. So groß wie bei den optischen Vorbildern ist die Bewegungsfreiheit bei Majestic Chess allerdings nicht. Auf vorgegeben Pfaden besuchen wir die diversen Locations und stellen uns den zunächst sehr leichten Schachaufgaben die dort auf uns warten. Im munteren und angenehm leichten Ton werden kleine Geschichten erzählt oder Miniquests vergeben, in der Regel geht es dann sofort ans Brett. Stehen am Anfang noch die reinen Schachregeln im Vordergrund, geht es bald um komplexere Themen wie ungedeckte Figuren, Fesselungen, Materialgewinn und Mattstellungen.
Die Lernkurve steigt angenehm langsam an, durch die Einbettung in das spielerische Szenario tritt das eigentliche Blut-, Schweiß- und Tränenpauken völlig in den Hintergrund. Nicht alle Aufgaben müssen 100% gelöst werden, manche zeitlich begrenzte Aufgabenstellungen sind optional. Zur Steigerung der Motivation gibt es kleine Belohnungen für erfolgreich bestandene Prüfungen. Das sind manchmal Goldstücke, Zugänge zu neuen Gebieten oder weitere Schachfiguren zur Stärkung der eigenen Armee. Denn wohlgemerkt, zu Beginn des Abenteuers führen wir nur den nackten König! Mit den Goldstücken können wir in speziellen Shops übrigens recht ungewöhnliche Gegenstände erwerben. Der Trank erlaubt es uns den letzten Zug zurückzunehmen, die Bombe zerstört eine beliebige Figur, der Gral erweckt eine geschlagene Figur zu neuem Leben und beim Spielen der Panflöte spielt der Gegner seinen nächsten Zug "im Zustand der Verwirrung"... Also die würde ich zu gerne mal und ohne Skrupel beim Schachabend gegen allzu schlaue Gegner einsetzen. Selbst alten Schachhasen dürfte das durchqueren der Ländereien Spaß machen, denn noch nie wurde ein Schachlernkurs so amüsant und grafisch einladend präsentiert.
Screen 1
Hoch zu Ross
Screen 2
Har har har....
Screen 3
Und wieder zerlegt
Screen 4
Letztens in den Alpen

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Packshot
Schachprogramm
von JoWooD
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
PCNovember 2004

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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