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Test: F/A-18 Operation Desert Storm
Auf Seiten der USA fliegt man während des Irak-Krieges gegen Saddams böse Buben, auf zu wilden Luftkämpfen!
Einmal mehr heißt es einsteigen in einen modernen Kampfjet der USA und dem Gegner zu Lande und in der Luft zeigen, wer der Herr im Hause ist. In F/A-18 - Operation Desert Storm gilt es im irakischen Luftraum den bösen Buben ordentlich einzuheizen.Triebwerke startklar!Installation und Setup verlaufen problemlos, so dass der geneigte Kampfjet-Spieler kurze Zeit später sofort einen Überblick erhält, worum es in F/A-18 geht. Nämlich darum, diverse Missionen in diesem Jet auf Seiten der USA zu erledigen, und das alles während und nach der Zeit des zweiten Irak-Krieges. Auffällig ist sofort, dass es keinen Karriere- oder Kampagnen-Modus gibt, sondern die Missionen allesamt sofort einzeln spielbar sind. Mit knapp 40 Einsätzen rund um den irakischen Luftraum bietet F/A-18 augenscheinlich eine ganze Menge an Aufgaben, sodass das Spielpotentional gar nicht mal gering ist.Die Missionen selbst haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, die allerdings nicht fortlaufend schwerer werden, sondern quasi zufällig gemischt sind. Dazu zählen Aufgaben wie das Aufspüren feindlicher Jäger, Zerstören von Bodeneinheiten, Gebäuden, Abwehrstellungen oder auch Begleitschutz-Missionen. Gestartet wird entweder von einem Rollfeld oder von Flugzeugträgern aus. Die Bewaffnung entspricht aktuellem Standard, von der Bordkanone über Sidewinder, Hellfire SAMs, und diversen anderen Bomben und Raketen ist alles dabei, um dem Gegner das Leben schwer zu machen. Als Bonus gibt es noch den Multiplayer Modus und einen Karteneditor. Im Multiplayer-Modus können bis zu vier Flieger-Asse miteinander die selben Missionen nochmals durchspielen, oder gegeneinander in einer Art Deathmatch antreten. Technische DetailsDie Steuerung der F/A-18 erfolgt wahlweise über Tastatur, Maus und/oder Joystick. Zu empfehlen ist eine Kombination aus Tastatur und Joystick, da doch recht viele Befehle flotter über die Tastatur zu erledigen sind. Die Tasten sind entsprechend vorprogrammiert und logisch definiert. Die Steuerung über den Joystick ist butterweich und erfolgt ohne Ruckeln, Hakeln oder gar Verziehen der Flugbahn.Die Grafik dagegen wirkt teilweise hinterwäldlerisch, zumindest für ein Fliegerspiel im Jahr 2005. Die F/A-18 selbst ist im großen und ganzen recht gut modelliert, auch das Cockpit wirkt ganz ansprechbar. Dafür erinnern gegnerische Flugzeuge eher an Fliegen, als an echte Kampfjets. Auch die Bodeneinheiten wirken arg einfach definiert. Dazu kommt, dass Umgebungen wie Rollfelder, Gebäude und Flieger-Baracken, Aufbauten auf Flugzeugträgern, etc. an grafische Momente aus den späten 90er Jahren erinnern, aber nicht bei Fliegerspielen aus den letzten ein bis zwei Jahren mithalten können. Die Bodenlandschaft sieht vom Cockpit eintönig grau-braun aus, selbst der Himmel zeigt kaum Veränderungen. Von einem echten Landschafts-Feeling ist man hier Lichtjahre entfernt. Die Karten bestehen aus Satellitenaufnahmen, die für das Spiel entsprechend grafisch angepasst wurden. Leider wird man aus den Karten bezüglich der Einsatzziele nicht immer ganz schlau, so dass es durchaus vorkommen kann, dass man etwas hilflos irrend in der Gegend herumdüst. Weiteres Manko ist der Sound. Abgesehen von den Düsentriebwerken, dem Abfeuern der Waffen und den Explosionsgeräuschen passiert nichts weiter. Dazu wirken die Soundeffekte schwach und lieblos. Obendrein sind auch die schwierigsten Missionen nach einiger Übungszeit locker zu absolvieren. In relativ kurzer Zeit hat man daher somit das komplette Spiel durch. Nur was für echte FansIm Vergleich zu dieser Version der F/A-18 Reihe gibt es wesentlich bessere und günstigere Alternativen, da wären insbesondere Lock On Modern Air Combat und IL2-Sturmovik sowie dessen Erweiterungen zu nennen! Neben den genannten Mängeln fallen auch die ausgelutschte Thematik Irak-Krieg und die zusammenhanglosen Missionen negativ auf. Einzig die gute Steuerung und der leichte Einstieg ins Spiel sind Lichtblicke. Trotz zusätzlichem Multiplayer-Modus (aber auch hier bietet IL2 beispielsweise einiges mehr) und einem Karteneditor bleibt festzustellen, dass dieses Spiel eigentlich nur etwas für die wirklichen Fans der Kampfjets ist, denn es bietet von Umfang und Aufmachung her einfach zu wenig. Selbst Neueinsteigern kann man eher zu guten Flieger-Alternativen raten, die inzwischen für weitaus weniger Geld zu bekommen sind. |
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