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Test: Brothers in Arms
Mit Brothers in Arms kommt ein weiterer WWII Shooter auf uns zu. Kann er sich durch die schöne Grafik und die Tatsache, dass man diesmal nicht allein unterwegs ist sondern eine Gruppe befehligt, vom Rest abheben?
Medal of Honor: Allied Assault, Call of Duty, wer trotz dieser Toptitel von WW2-Shootern einfach nicht genug kriegen kann, wird sich freuen das mit Brothers in Arms (kurz BiA) ein weiterer vielversprechender Shooter erschienen ist, der den schlimmsten Krieg seit Menschengedenken zum Thema hat, und versucht mit taktisch orientiertem Gameplay etwas frischen Wind in das mittlerweile arg ausgelutschte Genre zu bringen. Stillgestanden! Lesen!Wo die Flaks schöner nie klingen - 13. Juni 1944Einen ersten Eindruck bekommt man durch einen Blick auf eine Szene, die eindringlicher kaum zeigen könnte, was den Spieler erwartet: mit einigen anderen Soldaten hockt man in einem Schützengraben, während von allen Seiten Deutsche immer näher auf die Stellung vorrücken. Während um einen herum die Kameraden wie die Fliegen fallen und Befehle gebrüllt werden, versucht man mit seinem M1 so gut es geht Widerstand zu leisten. Da tauchen wie aus dem Nichts auch noch Panzer auf! Man hat kaum noch Zeit zu registrieren das jetzt das Ende naht, als man auch schon von einer wuchtigen Explosion von den Beinen gerissen wird. Gnädige Dunkelheit löscht die letzten Sinneseindrücke aus...Sieben Tage vorher: Zusammen mit einem Dutzend anderer Soldaten der 101 Airborne Divison sitzt man in einem Flugzeug, während draußen das Stakkato deutscher Luftabwehrgeschütze ein gleißendes und ebenso tödliches Kunstwerk in die Nacht malt. Während sich die Gruppe auf den Absprung vorbereitet, wird das Flugzeug von einer Salve getroffen und in einen Schweizer Käse verwandelt. Matt Baker, der Charakter den der Spieler in Brothers in Arms verkörpert, kann sich mit knapper Not aus der Luke fallen lassen. Langsam gleitet der Fallschirm dem Boden entgegen. Nach einem unangenehmen Aufprall und den Schrecken noch in den Gliedern ist man im Feindesland angekommen. Das Adrenalin pumpt durch die Venen. Der „Spaß“ geht los... Anfangs fesselt die Story noch durch die Anfangs beschriebenen Szenen an den Bildschirm wie ein hervorragender Hollywoodstreifen der Marke Saving Private Ryan, doch die anfängliche Euphorie legt sich danach wieder etwas. Die Story um die acht Kriegstage des Matt Baker wird von nun an nur noch durch relativ sinnfreie Monologe des Protagonisten und die Spielhandlung selbst weitererzählt. Im Grunde hangelt man sich von einem Gefecht zum nächsten - nur selten passiert etwas wirklich interessantes. Gameplay aus dem SchützengrabenBiA wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Egoshooter wie man sie in Form oben genannter Titel bereits kennt. Das ändert sich jedoch sobald man auf weitere Kameraden seiner Einheit stößt. Als Gruppenführer hat man nämlich in BiA die Möglichkeit, seinen Untergebenen Befehle zu erteilen. Das ganze erfolgt über ein leicht zu erlernendes Interface das auf militärischen Prinzipien aufbaut und so ähnlich schon bei Full Spectrum Warrior Verwendung fand.Hier ein Beispiel wie das ganze funktioniert: Der Spieler stösst auf ein deutsches MG-Nest und muss dieses ausschalten. Per Tastendruck erscheint ein Kreis auf dem Boden, mit dem man seinen Männern nun z.B. den Befehl geben kann, hinter einer nahegelegenen Mauer in Deckung zu gehen in dem man den Kreis zu eben dieser Mauer bewegt und aufs Knöpfchen drückt. Bewegt man den Kreis danach auf den Gegner, verwandelt er sich in ein Fadenkreuz. Mit diesem befiehlt man seinem Team, ein Ziel unter Sperrfeuer zu nehmen. Während der Gegner nun durch das Sperrfeuer festgenagelt ist (d.h. er muss dadurch in Deckung gehen und kann nicht mehr so effektiv zurückschießen) umrundet der Spieler mit einer zweiten Gruppe die feindliche Stellung und greift den Gegner von der Flanke an. Auf diese Weise lässt sich das Nazigesocks bequem ausschalten. Zur besseren Planung kann auch in eine Vogelperspektive hinausgezoomt werden, in der die Position der Gegner und der eigenen Soldaten sowie landschaftliche Besonderheiten gut zu erkennen sind. Wie schon bei Full Spectrum Warrior laufen so ziemlich die meisten Kämpfe auf diese Weise ab. Auch ein anderes Element hat man aus diesem Spiel übernommen: über den Köpfen der Gegner schweben nämlich Symbole, die dem Spieler die Gemütslage der Braunhemden verraten. Ein roter Kreis bedeutet das der Gegner kampfbereit ist und das Feuer eröffnen will, während ein grauer Kreis heißt das er festgenagelt und demzufolge kurz vorm einnässen ist - ein leichtes Ziel also. Später bekommt man sogar die Gelegenheit Panzer zu kommandieren, was auf dieselbe Art funktioniert wie bei den Soldaten. Diese sind übrigens keine Massenware, sondern haben alle ihren eigenen Charakter und ihr eigenes Aussehen. In Erinnerung bleibt allerdings nur der bebrillte Pseudo-Philosoph Legget. Alle anderen Kameraden bleiben eher blasse Persönlichkeiten. |
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