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Test: Euro Rally Champion
Statt den drei großen des Genres Konkurrenz zu machen, erleidet diese Rally-Sim einen kapitalen Motorschaden. Wir sagen Euch warum...„Zeit für den ultimativen Adrenalinschub! Schnall dich an, pack das Steuer und bereite dich auf das Rennen deines Lebens vor...“, soweit das Zitat vom Cover des Rallyspiels Euro Rally Champion. In der Realität erwartet den Käufer dann allerdings eher die Enttäuschung seines Lebens. Aber der Reihe nach...Es war einmal......vor langer Zeit, nämlich 2003, da brachte Codemasters das Spiel IndyCar Series auf den Markt. Das Spiel war nicht gerade der Überflieger und konnte seinerzeit nur mittelmäßige Wertungen einfahren. Was hat das aber nun mit Euro Rally Champion zu tun? Ganz einfach: Oxygen Interactives neues Rallyspiel basiert auf der gleichen Engine. Kann so etwas denn gut gehen? Klare Antwort: Nein! Was bei den Ovalrennen der Indy Car noch halbwegs funktionierte, geht bei dem kurvigen Rallyespiel kräftig daneben.Angefangen bei der dürftigen Grafik mit der man wohl niemanden mehr hinter dem sprichwörtlichen Ofen hervorlocken kann. Die Umgebungen sind öde, die Bäume sind schlichtweg zum Lachen und Zuschauer am Streckenrand sucht man vergebens. Die stehen sich wohl viel lieber bei den um Welten besseren Genregrößen Colin McRae 5, Richard Burns Rally oder Xpand Rally die Füße platt. Wundern braucht man sich darüber nicht, sind doch bei Euro Rally Champion nur unlizenzierte Autos auf den Pisten zu sehen. Immerhin ein halbes Dutzend dieser Pixel-Fantasiewagen gehen an den Start. Diese sind unterteilt in drei Frontgetriebene und drei Allradfahrzeuge. Zu allem übel gleichen sich auch noch die Fahrzeuge selber Antriebsart wie ein Ei dem anderen. Lediglich die lächerlichen Lackierungen bieten eine Unterscheidungsmöglichkeit. Immerhin wartet die Grafik noch mit einigen „Effekten“ auf. So wird gleichförmig tennisballgroßer Schotter von den Reifen hochgeworfen und auf den Winterstrecken schwebt hinter dem Auto eine Sandmännchenwolke aus schneekristallähnlichen Gebilden. Der Motorensound ist nicht viel besser und erinnert eher an ein 25kmh-Auto als an einen Rallyboliden. Für den Hintergrundsoundtrack wird ein langweiliges vierminütiges Musikstück auf die Festplatte installiert. Einmal Alpen, Savanne und zurückBei der Streckenvielfalt sieht es ähnlich dünn aus. Knapp 15 Strecken warten auf den wagemutigen Fahrer. Wohlgemerkt Strecken, nicht Szenarien - derer gibt es nämlich nur drei. So fährt man in den verschneiten Alpen auf der ewig selben Straßen-Eis-Schlamm-Textur herum. Weiterhin gilt es in Bayern u.a. auf der sogenannten Bauernhof-Strecke zu fahren. Nicht das da etwa auch nur eine Kuh, ein Traktor oder ein Huhn zu sehen wäre? Bis auf ein paar Strohballen gibt es da rein gar nichts von einer Bauernhofatmosphäre. Außerdem verschlägt es den Spieler noch nach Afrika. Hier erlebt man dann die wohl ödestete Savanne der Spielgeschichte. Zu guter Letzt gibt es noch eine Stunt-Arena. „Ganz typisch“ für Rallyfahrzeuge findet man hier Rampen und Sprungschanzen wie beim Motocross oder Steilkurven wie auf dem Hochgeschwindigkeitskurs zum austoben vor. |
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von East Entertainment Media
USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
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