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Fünf Jahre ist es her, das GSC Game World seine erste Horde Kossacken auf die Verkaufsregale losgelassen hat. Nun folgt die zweite Angriffswelle, in der es, wie schon der Untertitel verrät, um die Napoleonischen Kriege im 19. Jahrhundert geht. Einfaches PrinzipSeit Rome: Total War drängen immer mehr Spiele auf den Markt, die eine strategische (bzw. rundenbasierte) und eine taktische (bzw. Echtzeit-) Ebene besitzen. Cossacks 2 gehört auch dazu.Zunächst wählt man eine Nation, für die man kämpfen möchte. Frankreich, England, Preußen, Österreich, Russland und Ägypten gehören zu den wählbaren Nationen. Zur Auswahl stehen dann die Lern-Kampagne, der Modus „Schlacht um Europa“ und „Gefechte und Schlachten“. Die Lern-Kampagne dient als Einführung in die neuen taktischen Möglichkeiten von Einheiten, Gelände, Dörfern und Straßen. Die Story in der Lern-Kampagne behandelt den Kampf eines englischen Offiziers gegen ein paar Adlige, die das Land unter Kontrolle bringen wollen. Neulinge, aber auch erfahrene Spieler sollten zunächst diese Kampagne durchspielen bevor es zum eigentlichen Spiel geht, der Schlacht um Europa. Die historischen und fiktiven Schlachten, die man mal auf die Schnelle spielen kann, stellen den abgespecktesten Teil von Cossacks2 dar. Nur die Armeen stehen sich gegenüber. Wer zuletzt noch ein Regiment besitzt, hat gewonnen. Die Gefechte sind dann noch am ehesten mit Cossacks vergleichbar. Hier wird eine Basis gebaut, Truppen aufgestellt und gekämpft. Alle Ressourcen, bis auf Holz und Stein, werden durch die Dörfer gefördert und an das Stadtzentrum geliefert, was bei den manchmal recht großen Karten, eine Weile dauern kann. Feindliche Truppen können so schnell eine Blockade aufbauen. Massenschlachten gibt es hier aber nicht, denn es ist kaum möglich vier und mehr Regimenter mit nur einem nahrungsproduzierenden Dorf zu ernähren. (Das andere besetzt meist der Feind). Auch Schießpulver wird oft knapp, was natürlich ein großer Nachteil ist. Problematisch sind auch die Bürgerwehren in den Dörfern, die schnelle Übernahmen mit kleinen Truppen praktisch unmöglich machen. Dafür kommt aber mehr Taktik ins Spiel, ohne dass man sich zu viel um das Ressourcenmanagement kümmern muss. Aufgefallen ist auch, dass Cossacks 2 auf Upgrades in Schmiede oder Akademie größtenteils verzichtet. Nur ein Upgrade, die Granatenproduktion für die Grenadiere, ist geblieben. Die Schlacht um EuropaHier stehen sich auf einer Europakarte die sechs Nationen gegenüber und kämpfen unter Führung der berühmten Kommandanten wie Napoleon oder Wellington mit Waffengewalt aber auch diplomatischen Mitteln um die vorhandenen Provinzen (ca. 20). Bündnisse können geschlossen oder eine Durchmarscherlaubnis angefordert werden. Die einzelnen Provinzen liefern pro Runde eine bestimmte Anzahl verschiedener Ressourcen (Stein, Holz, Nahrung, Kohle, Gold, Schießpulver und Rekruten), so werden einzelne Provinzen wichtig für Kohle, andere z.B. für Gold. Grundsätzlich liefert aber jede Provinz eine bestimmte Menge von jedem Rohstoff. Da man nur eine(!) Armee mit begrenzter Regimentsanzahl hat, gibt es in den Provinzen Garnisonen, die man teuer aufrüsten kann, um sie besser vor Angriffen zu schützen. Die eigentliche Armee kann man selber mit verschiedenen Typen Infanterie, Kavallerie und Artillerie ausstatten und in den Kampf schicken. Mehrfrontenkriege sind also nicht drin und um von einem Ende Europas zum anderen zu gelangen sind auch ein paar Runden nötig. Der Kommandant gewinnt durch jeden Kampf Erfahrung und kann so mehr als die anfänglich vier Regimenter in seiner Armee mitführen.Greift man eine Provinz an, wird vorher eine Übersicht angezeigt, die hilft die Gewinnchancen einzuschätzen. Die Anzahl feindlicher Regimenter, eine Übersichtskarte und die Missionsziele werden dort dargestellt. Dann entscheidet man sich, ob man angreift oder sich zurückzieht. ...in den Kampf!Wenn man sich entscheidet in die Schlacht zu ziehen, gelangt man in den guten alten Echtzeitkampf wie man ihn aus dem Vorgänger kennt, abgesehen davon das nichts mehr gebaut wird (nur in Einzel- und Mehrspielergefechten wird noch gebaut). Die mitgeführten Regimenter sind die einzigen Truppen, die einem zur Verfügung stehen. Allerdings füllen sich die Regimenter wieder auf, wenn sie in der Nähe eines Dorfes postiert werden.Die erste Aufgabe besteht darin, Ressourcen für den Unterhalt der Truppe zu sichern, denn die Armee braucht Essen und Munition. Dörfer, die Nahrung und Schießpulver produzieren, sind also die wichtigsten Ziele zu Beginn des Gefechts, dabei gibt es meist mehrere Dörfer (1-2) für jede Ressource. Auch die Kartengröße variiert abhängig von der Provinz. Um sich schneller fortzubewegen gibt es jetzt Straßen, die die einzelnen Dörfer miteinander verbinden. Truppen ermüden nicht so schnell und kämpfen dann auch besser. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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