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Test: Freedom Force vs. the 3rd Reich
Mit Superhelden gegen Nazis.... Da fliegen die Fetzen.
Während Deutschland glaubt seine Super(helden)stars in Form von Alexander, Elli oder Daniel gefunden zu haben, setzt Amerika schon lange auf die wahren Superhelden a la Batman, Spiderman oder Superman. In der Riege der ultimativen Comic-Helden spielt seit 2002 auch die eigens von Entwickler Irrational Games (u.a. System Shock 2) für das Spiel Freedom Force erschaffene Heldentruppe eine gewichtige Rolle. Inzwischen sind die vor Superkräften nur so strotzenden Heroen zurück auf dem PC, um in Freedom Force vs. the 3rd Reich wieder einmal die Welt zu retten.Neue Helden, neue GegnerEin „Old Adolf“-Verschnitt (O-Ton Spiel) namens Blitzkrieg hat mit seinen Schergen an der Vergangenheit herumgebastelt und eine alternative Zeitlinie geschaffen. Den Comic-Nazis ist es in dieser Zeitlinie doch tatsächlich gelungen, die gesamte Welt zu unterjochen. Dabei werden die ultimativ Bösen von starken Kämpfern tatkräftig unterstützt. Da wäre zum Beispiel der italienische Tenor Fortissimo, der allein mit seiner Stimme ganze Stadtteile zum Einsturz bringen kann. Oder da hätten wir noch den Japaner Redsun, der mit seinem Samuraischwert den Tod bringt.Die Freedom Force wird bei ihrem Kampf gegen das Böse immer tiefer in den Sog der abgedrehten und verworrenen Story hineingezogen. Welche Rolle spielen wohl die Bösewichte des ersten Teils wie Lord Dominion oder Nuclear Winter? Und was hat es mit dem üblen Mutanten Time Master auf sich? Fragen über Fragen, welche die altbekannten Helden des Vorgängers klären müssen. Mentor der allwissende Gründer der Elitegruppe, Minute-Man der Anführer, El Diablo der Feuerteufel oder etwa der Eisenmann Man-Bot dürften Insidern noch bestens bekannt sein. Auch die mysteriöse Südstaaten-Schönheit Alchemiss spielt wieder eine entscheidende Rolle. Doch das reicht bei weitem nicht mehr um gegen die Nazis der Comicwelt zu bestehen. Also hat sich auch die Freedom Force kräftig verstärkt und kann gleich mit sechs neuen Superhelden aufwarten. Unter anderem wäre da Sky King, der mit einer ganzen Reihe von Waffen und Granaten aufwarten kann. Außerdem ist er mit seinem Raketen-Tornister der Herrscher der Lüfte. Tombstone, der fälschlich zum Tode verurteilte, wurde noch auf dem elektrischen Stuhl dank Energie-X-Strahlen zum Superhelden. Weiterhin werden der Brite Blackjack, die Französin Tricolour, Green Geniemit ihrem fliegenden Teppich und der verkappte Azteke Quetzacaotl aufgeboten. Vier Helden - ein ZielIn der relativ kurzen Kampagne hat man über 20 Missionen Zeit die Welt wieder ins Lot zu bringen. Startet man dabei auf den einfachsten der sechs verschiedenen Schwierigkeitsstufen, ist man bereits in knapp acht bis zehn Stunden durch. Wer allerdings wirklich etwas vom taktischen Tiefgang des Spiels mitbekommen möchte, sollte eine der mittleren oder höheren Stufen wählen.Einer der wenigen Kritikpunkte des Vorgängers war die relativ eintönigen Missionsziele. So galt es meist die Umgebung von allen nur erdenklichen Gegnern zu säubern. Dies ist in Freedom Force vs. the 3rd Reich in den meisten der Missionen auch immer noch der Fall, allerdings haben es die Entwickler geschafft ein wenig mehr Abwechslung ins Spiel zu bringen. So müssen die Superhelden auf Kuba eine Flakstellung stilllegen, während unaufhörlich ein Bombenregen der Russen niederprasselt. Ein paar Missionen weiter gilt es drei gerade gestartete Atomraketen umzulenken. Dumm nur, das es pro Rakete immer gleich zwei Möglichkeiten gibt. Eine mit dem Ziel eine Großstadt zu vernichten und eine mit dem Alternativziel Ozean. Nur gut das einem die Wachmänner nach reiflicher „Überredungskunst“ des Freedom Force-Teams gewissermaßen ganz von allein sagen ob A oder B die richtige Variante ist. Ein anderes mal gilt es drei Energiebarrieren gleichzeitig auszuschalten um in einen unterirdischen Geheimgang zu kommen. Klingt einfach, allerdings hat man immer nur vier Teammitglieder dabei. Selbst wenn das rechnerisch eigentlich kein Problem darstellt, kommt es doch darauf an, ob man auch die richtigen Helden mit den richtigen Fähigkeiten im Team hat. Was nützt einem in diesem Fall ein Gedankenüberträger, der auf Grund fehlender durchschlagskräftiger Bewaffnung die blöde Energiebarriere partout nicht kaputt bekommt. Dummdoofe GegnerIn diesen Situationen kommt ganz deutlich der Rollenspieltouch des Spieles zum tragen. So muss man das Team der kommenden Aufgabe entsprechend zusammenstellen um die Mission erfolgreich abschließen zu können. Dafür gibt es dann als Lohn reichlich Erfahrungspunkte. Durch diese wird es möglich, weitere Fähigkeiten und Attribute der Helden freizukaufen, sowie bestehende zu verbessern. Meist gibt es vier bis sechs Angriffs- und genauso viele Verteidigungsfähigkeiten. Dazu kommen jeweils zwei bis fünf Attribute, wie Speed, schnelle Heilung usw. Doch keine Angst, der Schwerpunkt des Spiels liegt klar auf Taktik und so reichen meist gut aufgelevelte Standardfähigkeiten um die Missionen siegreich abzuschließen. Rollenspiel-Freaks bleibt es dennoch freigestellt die optimalen Fähigkeiten und Charakterwerte für die Heldentruppe herauszufinden. |
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70%
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