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Test: Guild Wars

Nach drei Specials hier nun unser Test. Kann Guild Wars World of Warcraft gefährden?
 
Die Welt Tyria befindet sich im Aufruhr, eine bestialische Rasse namens Charr schickt sich an, das Königreich Ascalon vollständig zu überrennen. Prinz Rurik, Sohn des glorreichen Adelbern, trommelt die tapfersten Kämpfer des Landes zusammen, um für den unaufhaltsamen Krieg gerüstet zu sein. Doch er ahnt noch nicht, mit welcher Übermacht sie bald konfrontiert sein werden. Die Ascalonier haben nicht den Hauch einer Chance und in den folgenden zwei Jahren wird alles niedergebrannt, was das größte der drei Königreiche einmal ausmachte.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Doch bevor man diese Welt betritt, muss man den oft schwierigen Teil der Charaktererschaffung absolvieren. Auf den ersten Blick merkt man von dieser Schwierigkeit noch nicht viel, denn es stehen sechs verschiedene Klassen – Krieger, Waldläufer, Magier, Mönch, Nekromant und Mesmer - und ein paar aussehenverändernde Optionen, wie Frisur oder Haarfarbe zur Auswahl. Tatsächlich wird das ganze erst im Laufe des Spiels komplizierter, nämlich dann, wenn man eine Zweitklasse zur Auswahl bekommt. Zumal die Primärklasse jeweils einige individuelle Fähigkeiten mit sich bringt. So freut sich die Klassenkombo Waldläufer/Magier über einen geringeren Energieverbrauch, während Magier/Waldläufer über mehr Energie verfügt. Mehr darüber in unserem Special zur Charaktererschaffung.
Hat man sich darüber den Kopf zerbrochen und noch einen passenden Namen gefunden, landet man schnurstracks in der Stadt Ascalon, wobei man jegliche Anzeichen eines Krieges vergeblich sucht. Aber ein Blick auf den Kalender löst dieses Rätsel schnell, denn wir befinden uns erst im Jahre 1070, also genau in dem Jahr, in dem die Kriege beginnen. Hier erhält man auch schon die ersten Quests und wird mit deren Hilfe immer mehr in die Spielmechanik eingeführt. Sobald man glaubt genug zu wissen, spricht man einfach mit dem örtlichen Kriegsmeister und schreibt sich für den Wehrdienst ein, der dann auch sogleich beginnt. Doch dieser dauert nicht gerade lange, nach ein paar kleinen Scharmützeln findet man sich nämlich schon im Jahr 1072 wieder und muss feststellen, dass alles schon zerstört wurde.
Fortan ist Prinz Ruriks einziges Ziel, die Bevölkerung ins vom Krieg nahezu verschonte Königreich Kryta zu führen, wobei er natürlich auf die Hilfe der Spieler angewiesen ist. Diese Reise wird immer wieder in Form von Missionen erzählt, die man in speziellen Außenposten starten kann.

Konkurrenz für Offline-Rollenspiele?

Die ausgeklügelten Missionen, durch die man Stück für Stück in die Geschichte eingeführt und ständig mit überraschenden Wendungen konfrontiert wird, erinnern - dank Zwischensequenzen in Spielgrafik - verblüffend an so manches Offline-Rollenspiel. Das wirkt sich auch stark auf die Motivation aus, denn man möchte immer wissen, was als nächstes passiert und treibt das Level seines Charakters schon fast unmerklich voran. Zwischen den missionsgefüllten Abschnitten, verbringt man seine Zeit immer wieder mit dem genreüblichen Quests. Hierbei reicht die Variationsbreite erfreulicherweise weit über das übliche „gehe zu X und töte Y“ hinaus, was in den meisten Konkurrenztiteln bis zum Erbrechen ausgeschlachtet wird. Mehr zu diesem Teil des Spiels in unserem Special zum Rollenspielmodus.
Dank den anheuerbaren NPC-Söldnern (=Nichtspielercharakter) kann man diesen Teil des Charakterlevelns auch größtenteils alleine bestreiten, weshalb man nicht zwangsweise stundenlang die passenden Mitspieler suchen muss – die Söldner verhalten sich teilweise sogar schlauer als so mancher Spieler, kranken aber ab und zu an KI-Aussetzern. Leider endet der Spaß nach 25 Missionen, die einen zwar mehrere Wochen fesseln, aber nach der Absolvierung ein gewisses Gefühl der Leere hinterlassen. Denn abgesehen von Spieler gegen Spieler-Wettkämpfen (PvP) bietet Guild Wars nun nicht mehr viel.
Dafür wird in diesem Bereich gleich Kräftig zugelangt, denn unzählige Arenen mit vielen unterschiedlichen Spielmodi bieten tapferen Recken bisher ungeahnte Möglichkeiten, sich gegenseitig die Schädel einzuschlagen. Ob man nun in eine Zufallsarena geht und sich per Matchgenerator einem Viererteam zuteilen lässt, oder in der Team-Arena gleich ein eigenes auf die Beine stellt, bleibt ganz den eigenen Vorlieben überlassen. Alternativ kann man sich auch in die großen Gefechte wie der Schlacht im Grab der altehrwürdigen Könige stürzen, wo man auf Gruppen aus aller Welt stößt. Große Matches zwischen konkurrierenden Gilden dürfen bei diesem Spieltitel natürlich auch nicht fehlen und werden sogar durch eine weltweite Gildenladder auf der offiziellen Homepage gefördert.
Übrigens muss man für die Teilnahme an diesen Wettkämpfen nicht zwangsweise immer einen Charakter bis zum Maximallevel von 20 spielen. Denn per einfachem Knopfdruck vor der Charaktererstellung erschafft man einen voll ausgerüsteten Helden mit einer Hand voll effektiver Fertigkeiten, um im Kampf u überleben. Wer aber die besten Sprüche des Spiels einsetzen will, kommt nicht drum herum, diese vorher durch das Erfüllen von Quests oder Kaufen bei Trainern freizuschalten. Diese schnell generierten Charaktere dürfen sich übrigens nur zwischen den Arenen hin und her bewegen und haben somit selbst keine Möglichkeit, ihr Repertoire zu erweitern. Mehr zum Thema PvP in unserem Special zum Thema Player vs. Player.

Fairness frisst Individualität

Um das angesprochene Motivationsloch für nicht PvP-Begeisterte etwas näher zu erläutern, möchte ich nun noch einige Aspekte ansprechen. Immerhin stellt das Suchen nach neuer Ausrüstung in Titeln wie World of Warcraft einen der grössten Suchtfaktoren dar. Bei Guild Wars vermisst man das ganze allerdings etwas, denn es gibt pro Charakter nur ein paar unterschiedliche Rüstungssets, die man dazu noch ausschließlich vom Händler kaufen kann. Waffen lassen sich zwar, wie üblich, von erschlagenen Monstern aufheben, aber unterscheiden sich lediglich durch ihre Schadenswerte, die am Ende so oder so bei allen die selben sind – eigene Boni besitzen diese nicht. Man kann alles tragbare zwar noch mit unzähligen Upgrades und Runen (auf jedem Ausrüstungsteil kann jedoch nur einer dieser Attributserhöhenden Gegenstände aktiv sein) versehen, aber der tatsächliche Unterschied wirkt im Vergleich zum Beschaffungsaufwand oft schon lächerlich gering. Dies verhindert zwar, dass ein PvP-Kampf allein durch die vielen Boni gewonnen wird, erschwert aber das Streben nach Individualisierung des eigenen Avatars ungemein. Blizzards Genreprimus kann hier in Sachen Balancing zwar bei weitem nicht mithalten, aber dort sieht jeder Charakter individuell aus, obwohl die Möglichkeiten zur Veränderung des Aussehens wesentlich unglücklicher gewählt sind.
Screen 1
Praktisch, die Karte merkt sich die Laufwege
Screen 2
Die Lichteffekte sind zwar schön anzusehen, aber leider vorberechnet
Screen 3
Jeder der fünf Götter wird mit einem Denkmal gewürdigt, hier der nekromantische Gott Grenth
Screen 4
Wenn man Glück hat, bekriegen sich gegnerische Fraktionen untereinander
Screen 5
Diese NPC-Söldner stehen zur Auswahl

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