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Als aller Erstes stellt sich dem angehenden Spieler von Earth 2160 folgende Frage: „Ist das Spiel besser als die Verpackung?“ Vorne eine blinkende LED, hinten ein 3D-Bild, der Soundtrack als Audio-CD und 130 Seiten farbiges Handbuch. Das macht schon sehr viel her, kann das Spiel dem gerecht werden? Erdé – adéEarth 2160 bietet vier Kampagnen mit vier Fraktionen (EurasianDynasty, LunarCorporation, UnitedCivilizedStates und Aliens) mit je 7-8 Missionen, wobei man bei jeder Mission die Spielzeit locker in Stunden rechnen kann, lange Kämpfe sorgen dafür. Neben den Kampagnen kann man auch Einzelspielergefechte spielen, die auf typische Weise, mit Karten, KI und anderen Startoptionen konfiguriert werden.Düster ist unsere Zukunft. Nachdem der in den Vorgängern behandelte Konflikt auf der Erde zum Exodus geführt hat, flüchteten die verfeindeten Fraktionen auf den Mars. Die LC hatte dabei schon einen Vorsprung und sieht sich jetzt, zu Beginn der Geschichte von Earth 2160, der vorrückenden Eurasian Dynasty gegenüber. Die UCS sind am Anfang noch verschollen, sie kommen später dazu. Die Haupt-KI des Fluchtschiffes hatte kurzerhand entschlossen, alles Leben zu vernichten und so sind die UCS jetzt nur noch Maschinen, eine Armee von Terminatoren (Schwarzenegger lässt grüßen). Die vierte Fraktion sind die Aliens, und als ob es nicht schon schlimm genug ist, dass die LC den Mars gegen Flüchtlinge und Arnies verteidigen muss, sind auch die Aliens nicht gerade von der kumpelhaften Sorte. Sie sind Häftlinge die schon vor Jahrhunderten auf den Mars verbannt wurden und dort ihren Schlaf hielten. Die Story ist irgendwie nicht wirklich neu und überraschend. Sie wird aber packend erzählt und die zahlreichen Effekte verleihen ihr eine schöne, dunkle Stimmung. Wie bei den meisten Spielen wird die Story mit gescripteten Sequenzen in der Spielengine transportiert. Neben dem Mars als Schauplatz des Krieges der vier Fraktionen, sind auch andere Planeten und Monde mit dabei, u.a. auch der Titan oder Io. Für Abwechslung ist gesorgt. InnovationenGleich vorweg: Die Entwickler von Reality Pump haben sich nicht lumpen lassen und mit Earth 2160 ein sehr innovatives Stück Software geschaffen. Neben den üblichen Dingen, die man in fast allen Echtzeitstrategiespielen findet, wie der typischen Steuerung, ist auch einiges Neues und Bekanntes wieder im Spiel. Zum Beispiel der Konstruktionsmodus für Einheiten, der modulare Basisbau, die Virtuellen Agenten uvm.Besondere Anerkennung verdient der Basisbau in Earth 2160. Nicht nur die Gebäude der verschiedenen Parteien sehen anders aus, auch die Basen werden unterschiedlich aufgebaut. Bei der Eurasian Dynasty sind z.B. alle Gebäude durch Gänge miteinander verbunden, die Lunar Corporation baut regelrechte Tower, die sie mit verschiedenen Modulen für Energie, Bau Verteidigung und Forschung ausstattet und die UCS baut ihre Basen auf die traditionelle Weise mit einzelnen Gebäuden. Und zu guter letzt kommen noch die Aliens, deren Strukturen und Einheiten auch umgewandelt werden können. Nach typischer RTS Manier findet man auch nur die klassischen Gebäude für Energieversorgung, Infanterie, Panzer, Forschung und Verteidigung. Ausgenommen sind da die Aliens, die sich einfach nur klonen. Für den Bau von Gebäuden und Kampfeinheiten werden insgesamt nur drei verschiedene Ressourcen benötigt: Metall, Wasser und Kristall. Es gibt verschiedene Quellen für die einzelnen Ressourcen, dabei haben die verschiedenen Quellen für Metall sogar Auswirkungen auf die Kampfwerte der daraus produzierten Einheiten. Es ist ausserdem möglich einen Verteilungsschlüssel für die Ressourcen einzustellen. So kann man bestimmen für welchen Bereich (Produktion, Forschung, Basisbau) die Ressourcen gerade wichtiger sind. „Selberbauen“ ist auch in Earth 2160 wieder angesagt, der Konstruktionsmodus ermöglicht dem Spieler das eigenhändige Erstellen von Einheiten. Nachdem man das Chassis gewählt hat, kann man noch Antriebe, Panzerung, Waffen und Spezialgerät auswählen und fertig ist der eigene Panzer, natürlich kann man das gute Stück auch selbst benennen. Irgendwie hat das Stil, wenn man mit einer Armee von selbsterstellten Panzern oder Bombern über das Schlachtfeld rollt bzw. donnert. Dabei kann man auf Masse oder Qualität setzen, was viele Möglichkeiten bietet den Feind in die Enge zu treiben. Ein Beispiel wäre ein Kampfpanzer, den man entweder mit der klassischen Kanone oder mit Laser- oder Luftabwehrturm bestückt. Natürlich kann man so viele Einheiten konstruieren wie man möchte, damit man auf jede Situation vorbereitet ist. Bevor man aber drauflos konstruieren kann, muss man noch ein Spektrum von entsprechenden Technologien erforschen. Zum Glück kann man mit mehreren Forschungseinrichtungen auch mehrere Projekte gleichzeitig abarbeiten. Das Gleiche gilt auch für die Produktion von Einheiten. | ||||||||||||||||||||||||||
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