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Test: Muzzle
Eine Maus bittet um Hilfe. Lohnt der Einsatz?| Mäuse sind ständig auf der Jagd nach etwas Fressbarem. Hier eine Käseecke, da ein Kekskrümel und als Sonntagsleckerei vielleicht sogar einmal ein Stückchen Schokolade. Genau so verhält sich auch der kleine nagende Hauptdarsteller im Geschicklichkeitsspiel Muzzle vom ukrainischen Entwicklerteam Meridian 93 (u.a. El Grande, Alexander - Die Stunden der Helden). Allerdings hat die Maus so ihre Probleme die Beute schnell nach Hause zu bekommen. Just in diesem Augenblick darf der Spieler aktiv werden und der Maus beim Transport behilflich sein. Spielprinzip: SimpelDas Spielprinzip von Muzzle ist relativ simpel und schnell erklärt. So geht es in den meisten der Levels einfach nur darum, Gegenstände wie Cheeseburger, Schokoladenstückchen, Kekse, Käseecken oder andere Dinge mit einem Vehikel vom eingegrenzten Spielfeld durch ein Mäuseloch zu bugsieren. Dazu bewegt man per Eingabemaus das Gefährt über das Spielfeld und schubst oder schiebt die Gegenstände in das Loch. Das Gefährt kann zusätzlich per Maustasten in beide Richtungen um die eigene Achse (wie ein Propeller) gedreht werden.Klingt einfach, doch es sind einige Handicaps eingebaut. So müssen etwa durch drehen von Zahnrädern erst Tore geöffnet werden um an die begehrten Objekte zu gelangen. Per Gabelstapler muss die Maus u.a. Kisten in eine bestimmte Zone transportieren. Ein anderes Mal sind einige Leckerlis mit Spannfedern miteinender verbunden und lassen sich so nur widerspenstig bewegen. Hin und wieder versperren aber auch feste oder bewegliche Barrieren, wie Elektrozäune, Fischdosen oder Kisten den Weg. Während der Missionen trifft man auf sieben verschiedene Boni und Power-Ups. So bekommt man u.a. hilfreiche Magnetkräfte, erhält einen Schild oder kann Minen einsetzen. Unverständlicherweise werden diese Gadgets weder im Handbuch beschrieben, noch im Mini-Tutorial erklärt. Daher kann man Wohl oder Übel nur über probieren herausfinden, wie sie eingesetzt werden und zu was sie letztendlich taugen. Solo- und MultiplayerFür Solospieler gibt es einen Adventure-Modus mit 60 Levels, die man nach und nach freischalten muss. Zur Lösung sind pro Level immer drei ziemlich knackige Zeiten für Gold, Silber und Bronze vorgegeben. Dabei muss man zwingend Bronze erreichen, um die jeweils nächste Mission des verzweigten Levelbaumes freizuschalten. Wer ständig Gold einheimst, bekommet ferner Zusatzpunkte mit denen man dann zehn zusätzliche Bonuslevel öffnen kann. Wer den Adventure-Modus gelöst (oder aufgegeben) hat, kann sich an den sofort zugänglichen 22 Extra-Levels für Solospieler versuchen. Die Aufgabenstellungen sind hier wieder ähnlich, wobei hier zusätzlich Varianten wie Cheeseburger-Weitwurf oder Würstchenschieben eingebaut sind. Die erspielten Bestzeiten kann man übrigens über die offizielle Spielhomepage online stellen und sich so mit den Bestzeiten anderer Muzzler vergleichen.Weiterhin gibt es noch einen echten Multiplayer-Part. Hier können bis zu acht Spieler im LAN oder Online spielen. Letzteres ist nur umständlich per direkter IP-Eingabe möglich. Neun Spielvarianten wie Kooperation, Klassische Rundenrennen oder Basketball stehen zu Verfügung. Spaßbremse: Fahrverhalten und SteuerungGrafisch bewegt sich Muzzle, wie bei Spielen dieser Art und Preisklasse nun einmal Standard, auf relativ niedrigen Niveau. Zwar sind viele Details und der Nager, sowie das Menü ganz nett animiert, dennoch wirken besonders die Levels auf Grund der sich meist wiederholenden Texturen eintönig und leer. Dazu trägt sicher auch bei, dass man ständig nur von oben auf das Spielgeschehen schaut. Tipp: Den überaus nervenden Hintergrundsound sollte man sofort abstellen!Kommen wir nun zum größten Knackpunkt des ganzen Spiels. Das Gefährt mit dem die Maus ständig unterwegs ist, erinnert sehr stark an das rollende Untergestell eines Bürostuhls. Man bewege nun dieses Gestell auf einer glatten Eisfläche ohne Bremse hin und her und kann sich so ungefähr das Fahrverhalten des Mausvehikels vorstellen. Egal wie man die Eingabemaus zur Steuerung des Mausvehikels auch bewegt, es rutscht garantiert über das anvisierte Ziel hinaus. Und je mehr und hektischer man dem entgegen wirken will, umso schlimmer wird das Rutschen. Dem gleichen Rutscheffekt sind übrigens auch alle beweglichen Objekte im Spiel unterworfen. Einmal angestoßen, bewegen sich diese dann wie ein Puck beim Eishockey. Zwar kann man per Schieberegler die (Eingabe-)Mausempfindlichkeit einstellen, der Rutscheffekt ist aber von den Entwicklern so gewollt und bleibt dennoch bestehen. Dieser Rutscherei ist - wenn überhaupt - nur mit äußerster Feinmotorik an der Eingabemaus Einhalt zu gebieten. Mit dieser Art von „sensibler“ Steuerung ist das Spiel garantiert nicht jedermanns Sache und führt bei vielen Spielern ganz sicher zu erheblichen Frustmomenten. |
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80%
Muzzle

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