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Test: Dungeon Lords

Lange haben Bradley-Fans auf das neueste Spiel des Wizardry-Schöpfers gewartet. Leider ist das Ergebnis ernüchternd, wir verraten warum.
 Dungeon Lords
Da haben wir aber lange drauf gewartet Mr. Bradley! Lange, lange Jahre nach dem achten und letzten Teil der legendären Wizardry-Serie beschert uns einer der Pioniere des digitalen Fantasyrollenspiels sein neuestes Werk Dungeon Lords. „Dungeon Lords wurde geschaffen um Ihnen eine lebensechte Erfahrung in einer authentischen Fantasy-Welt zu bieten“ verspricht uns das Vorwort des Meisters im beiliegenden Handbuch. Da ich schon immer das unheimliche Gefühl hatte in einer Welt voller Monster, modriger Verliese und schlecht riechender Schwertkämpfer zu leben, kann ich mich ja nach der Installation des Spiels nur wie zu Hause fühlen - so dachte ich.

Da fehlt doch was?

Die Charaktererschaffung geht flott von der Hand, das liegt nicht etwa an der brillanten Bedienbarkeit sondern ist vielmehr Ausdruck der limitierten Möglichkeiten die mir das Menü bietet. Peinlicherweise sind hier offensichtlich einige Features geplant, aber nie umgesetzt worden. So stehen mir zwar sieben teilweise sehr exotische Rassen zur Wahl und auch gegen die Beschränkung auf die vier Berufe Magier, Schurke, Kämpfer und Adept ist nix zu sagen, allerdings ist die vorgesehene individuelle optische Gestaltung der Avatare nicht zu aktivieren. Da ich des Meisters Vorliebe für bockschwere, teil frustrierende Spielanforderungen kenne, wähle ich neben dem leichten Spielmodus noch die Variante, die mir die wenigsten Zufallskämpfe beschert - und ab gehts.

Das alte „Guter König, böser König“- Spiel

Wie uns der Vorspann informiert, befinden wir uns mitten im Krieg zwischen einem guten König und einem bösen König. Sinnvollerweise hat der böse König auch einen dementsprechenden erzbösen Magier namens Volgar in seinen Diensten, der wiederum den guten Zauberer des lieben Königs Davenport ins Jenseits geschickt hat. Dem verzweifelten Landesvater fällt nichts besseres ein, als seine liebreizende Tochter dem blutigen Eroberer als Gemahlin zur Verfügung zu stellen um Schlimmeres zu verhindern. Na tollo, denkt sich diese und verweigert die unappetitliche Verbindung, zumal sie schon seit längerem ein Krösken mit dem Kommandanten der Stadtwache unterhält. Davenport, der adlige Zuhälter, gerät außer sich und lässt den Liebhaber der Prinzessin ins Verlies sperren, woraufhin sein ungezogenes Töchterlein im Untergrund verschwindet. Und so siehts aus- keine Heirat, kein Frieden und jede Menge Monster überschwemmen das Land der Menschen.
In diese Fantasyidylle stolpert nun unser Held, wie immer von den üblichen Prophezeiungen als Retter angekündigt, und landet mitten in finstrer Nacht am Lagerfeuer des Boten Simon. Der freundliche, junge Mann hat uns schon sehsüchtig erwartet und bietet uns an sein Lager mit ihm zu teilen.... Hust... Nein, nein - keine Angst, dass Spiel ist absolut humorfrei. Also - Simon bittet uns vielmehr die nahegelegene Stadt Fernhain aufzusuchen um dort mit dem Seher Augustus Themen außergewöhnlicher Wichtigkeit zu besprechen. Selbst schuld, wer nun sofort durch den pechschwarzen Wald stolpert, denn da sieht man die Hand vor den Augen nicht. Stattdessen pennen wir erstmal eine Runde am Lagerfeuer, natürlich nicht ohne Simon vorher gefesselt und geknebelt zu haben, hehe. Genug gescherzt, am nächsten Morgen erreichen wir die Stadttore Fernhains nur um festzustellen, dass diese zur Zeit geschlossen sind. Eine wüste Keilerei mit hinterhältigen Goblins später betreten wir unser erstes Dungeon, das uns nach einigen Mühen glücklich ins Innere der Festung entlässt. Erwartungsgemäß hat man hier schon auf einen Laufburschen wie uns gelauert. Für den halbtoten Augustus sollen wir das Reich retten, König Davenport schickt uns auf die Suche nach der flüchtigen Prinzessin und diverse Gilden wünschen unsere Mitgliedschaft, natürlich gegen winzigkleine Gefälligkeiten.
Screen 1
Trollig
Screen 2
Leergefegte Kneípe
Screen 3
Das Objekt der Begierde
Screen 4
Aufdringliches Volk

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Dungeon Lords

Packshot
Rollenspiel
von dtp
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCJuni 2005

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

Bewertungen zum Spiel

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