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Test: Die Siedler - Das Erbe der Könige: Legenden
Diesmal darf man u.a. als Bösewicht mal Dario richtig einheizen. Aber macht das dieses AddOn legendär?
Blue Byte und Partner Ubisoft schicken mit Legenden die zweite Erweiterung für Die Siedler - Das Erbe der Könige ins Rennen. Dabei darf man diesmal auch die Rolle des Bösen übernehmen. Wie sich das so siedelt klären wir im Test.Was gibt es für Neuerungen?Um die Frage gleich aufzugreifen: Im Grunde keine. Es gibt weder neue Bauwerke noch neue Truppen und das bei Freund und Feind. Nicht einmal neue Upgrademöglichkeiten oder Waffen, etc. wurden eingebaut. Das ist - mit Verlaub - wirklich etwas enttäuschend.Auf was darf sich der Siedlerfan vor dem PC für seine investierten 25 Euro denn dann freuen? Immerhin haben die Entwickler vier neue Kampagnen mit jeweils vier bis fünf Missionen gestrickt, so dass man insgesamt 17 neue Missionen spielen kann. Dabei ist für jeden Siedlertyp etwas dabei. So beinhaltet die Kampagne Der Wolf im Schafspelz“ vier umfassende Aufbaumissionen für den gemäßigten Siedlertyp. Die Natur spielt hier auf Grund des Raubbaus einfach nicht mehr mit. Dürre und Feuer überziehen das Land - genau richtig für jeden Hobbyökologen. Der kriegerische Spieler bringt seine Speere, Bögen und Kanonen in den Missionen der Kampagne Brennende Ufer richtig zum glühen. Hier müssen Schafherden vor Wolfsrudeln (immerhin auch neu!) beschützt werden. Außerdem greifen Barbaren die Ländereien an. In gleich fünf Missionen darf man im Kampf in der Smaragdebene selbige vor dem Ritter Scorillo beschützen. Das „Highlight“ wartet aber in der Kampagne Das Böse in mir“ auf den Spieler. Hier schlüpft man auf die dunkle Seite der Macht und darf die bekannten Helden Varg, Mary de Mortfichet und Ritter Kerberos persönlich spielen. Dabei nutzt man so allerlei miese Tricks und Spezialfähigkeiten, wie Gift oder Demoralisierung um die Guten in Schach zu halten und Dario zu beseitigen. Zäher SpielverlaufSpielerisch gibt es auch nichts neues. Man baut und baut und baut und baut ewig lang seine Siedlung auf. Dann wartet man, wartet, wartet und wartet, bis man alle Ressourcen zusammen hat, um eine schlagkräftige Armee aufzubauen. Der Part bis hier her ist in fast allen Missionen immer der Gleiche. Dies wird friedliebenden Siedlerfans mit Aufbautatendrang anfangs auch sicher noch Spaß machen. Doch leider fängt man in jeder Mission meist bei null an und baut und erforscht von der Pike auf jedes Dorf und jedes Upgrade neu. Das wird leider schnell langweilig und unheimlich zäh. Etwas Abwechslung bringen da die Erkundungsgänge mit den Helden quer durch die riesigen Ländereien. Diese lohnen sich wieder, da man hier und da Schatztruhen mit Geld, Rohstoffen etc. findet, neue Rohstofflager entdeckt und wieder Nebenquests erfüllen kann. Letztere erleichtern dann meist die Hauptaufgabe.In vielen Missionen wartet der PC-Gegner brav mit Attacken, bis man selber angreift. Natürlich hat man dann eine große Armee aufgebaut mit der es meist ein leichtes sein sollte, das Missionsziel im Handumdrehen zu erledigen. Doch etwas Abwechslung gibt es auch hier, da sich die Missionsziele ständig ändern oder erweitert werden. Letztendlich kommt man daher mit seinen Truppen auf der ganzen Map zum Einsatz. Das gibt Spaß, wenn – ja wenn die Gemetzel nur nicht so hektisch und unübersichtlich vonstatten gehen würden. Daran hat sich leider auch nichts geändert. In dem Gewusel behält man leider selten den Überblick und die Kontrolle über seine Streitmacht, so dass man meist herbe Verluste einstecken muss. Was gibt es sonst noch?Legenden liegt ein überarbeiteter Editor bei, mit dem man nun endlich das Gelände nach dem Zufallsprinzip erstellen lassen kann. Dazu wird noch das neue intuitive Baumdiagramm zum leichteren Sortieren und schnelleren Edieren angepriesen. Wow, welch Durchbruch!?Ferner findet man zehn neue Mehrspielerkarten und fünf zusätzliche Solokarten auf der CD. Grafisch bleibt alles beim alten – will sagen – schick und hübsch wie eh und je. Da geizt das Spiel nicht mit optischen Reizen. So gibt es nun auch Küstenlandschaften mit Steilküsten, Deichen und Leuchttürmen zu bewundern. Nicht zu vergessen die neuen (!) Schafe und Wölfe. Soundtechnisch setzt man nach dem überdrehten Erzähler (Oliver Kalkofe) aus dem Hauptprogramm diesmal auf das Prinzip „Selber lesen“. Das bedeutet, das vom Erzähler und einigen Figuren während der schicken Zwischensequenzen meistens leider gar nichts zu hören ist. Nach wie vor nerven die Einheiten mit ihren dusseligen Sprüchen, der Soundtrack stimmt aber wieder. |
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