Oliver Lavisheart ist jung und möchte sein Leben genießen, er ist ein Weltenbummler und Abenteurer. Seinen reichen Eltern missfällt das, sie wollen ihren Sohn vermählen. Oliver will seiner Eheschließung entfliehen und mit ein paar Freunden im Ausland ein Geschäft aufmachen, daher sucht er seinen Onkel auf. Er will sich von ihm etwas Geld für seine Reise borgen. Doch sein Onkel hat ganz andere Probleme. Er hat gewettet, dass es möglich ist die Welt in nur 80 Tagen zu bereisen. Als Beweis sollen vier Patente aufgebracht werden, die in vier verschiedenen Teilen der Welt verstreut sind. Da Matthew Lavisheart nicht mehr der Jüngste ist, möchte er dass sein Neffe Oliver die Reise für ihn übernimmt. Oliver nimmt frohen Mutes an, sieht er doch so eine Chance seiner Zwangsvermählung zu entgehen. Doch die Zeit drängt, in nur 80 Tagen muss Oliver mit den vier Patenten seines Onkels wieder in London sein, sonst verliert dieser seine Ehre und seinen Ingenieurstitel.
Eine Reise die ist lustig...
Der aktuelle Titel von Entwickler Frogwares (Sherlock Holmes - Das Geheimnis des silbernen Ohrrings) heißt zwar wie der gleichnamige Roman des Autors Jules Vernes, hat jedoch nur bedingt etwas mit diesem zu tun - lediglich die Thematik der Weltumrundung in 80 Tagen und einige Anspielungen weisen auf die Romanvorlage hin. Insgesamt vier Städte stehen auf der Reiseroute des Spielers: Kairo, Bombay, Yokohama und San Francisco. Alle Städte hat Onkel Matthew in jungen Jahren einmal bereist und mit einer genialen Erfindung beschenkt, allerdings kamen immer wieder die Patente abhanden. Oliver hat die Aufgabe sie aufzuspüren, die Stücke Papier an sich zu bringen und seine Reise um den Erdball fortzusetzen. Zwischen den Städten reist der Spieler mit der Bahn oder sogar einem Luftschiff und muss auf diesen Reise auch diverse Aufgaben erledigen, um keine Zeit zu verlieren.
Zwar kündigte Publisher dtp In 80 Tagen um die Welt als ein Adventure an, doch dem Betrachter fällt sofort auf, dass es sich bei weitem nicht um ein Adventure im klassischen Sinne handelt. Allein in Sachen Rätseleinlagen bekommt der Spieler dies zu spüren, denn die Knobeleinlagen sind, gelinde gesagt, sehr einfach. Zu Beginn des Spiels muss Oliver z.B. nach Kairo kommen, doch ein Embargo verhindert dies. So muss sich der Spieler ein Boot am Hafen suchen um so in die Stadt zu gelangen. Doch die Boote sind alle fest mit Ketten vertäut. Also ist es die Aufgabe des Spielers einen Weg zu finden, ein Boot zu lösen. Dabei kommt einem doch die massive Eisenstange sehr gelegen, die unübersehbar in der Gegend herumliegt. Auf einem derartig niedrigen Niveau befinden sich die meisten der Rätsel des Spiels. Oliver löst aber nicht nur Objekträtsel, auch Maschinenrätsel sowie Schalterrätsel gehören dazu. Die Palette an Rätseln ist zwar durchweg einfach zu lösen, dafür ist sie abwechslungsreich.