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Test: Cold War
Journalist unter Terrorverdacht. Matt Carter muss sich im Kalten Krieg mit dme KGB anlegen.
| Der Job des investigativen Journalismus ist nicht immer ganz ungefährlich. Diese Erfahrung muss auch Matt Carter machen als er in der UdSSR zu Zeiten des kalten Krieges bei Nachforschungen für eine Story in ein politisches Komplott gerät. Eigentlich hatte Matt lediglich vor sich bei einem Geheimtreffen zwischen dem russischen Präsidenten und einigen hohen Regierungsvertretern einzuschleichen und ein paar Fotos zu schießen. Stalinistische Kräfte mit Putschambitionen im KGB bekamen jedoch davon Wind und tauschten bei Matts Einreise seine Kamera gegen ein tödliches Duplikat aus mit der man Leute nicht nur knipsen, sondern mittels Strahlung regelrecht ausknipsen kann. Der perfide Plan des KGB: beim fotografieren des Präsidenten sollte der arglose Reporter diesen unfreiwillig töten und würde daraufhin als CIA-Attentäter hingestellt. Dies würde dafür sorgen, dass die Beziehungen zwischen der UdSSR und dem Westen geschädigt werden würden. Glasnost und Perestroika wären damit am Ende und eine Machtübernahme durch die Stalinisten ein Kinderspiel. Zum Glück für unseren Reporter mit dem Gordon-Freeman-Gedächtnisbart haben die KGB-Leute aber offensichtlich gepennt, denn neben der Schussfunktion haben die Konstrukteure der Kamera auch eine Art Röntgenblick eingebaut mit dem Matt durch Wände sehen kann. „Ich durchschaue zwar jeden Fall, aber das ist lächerlich. Das ist nie und nimmer meine Kamera!“, fällt ihm dann auch folgerichtig auf. Aus Vorsicht richtet er seine Kamera zunächst auf einen Feuerlöscher und drückt ab um zu sehen was passiert. Wir wissen es natürlich schon: der Feuerlöscher explodiert und wenige Sekunden später ist Matt auch schon entdeckt. Matt gelingt zwar zunächst die Flucht, wird aber wenig später überwältigt und in ein KGB-Gefängnis geworfen. Jetzt geht es darum aus dem brutalen Zuchthaus zu fliehen und Beweise für das politische Komplott zu finden, die seine Unschuld an der ganzen Sache belegen. Und Lächeln bitte!Cold War ist ein typischer Vertreter des momentan recht angesagten Stealth-Action Genres, wobei das Spiel eher an das weniger bekannte Aurora Watching als an Genreprimus Splinter Cell erinnert. Man steuert Matt Carter in der 3rd-Person Perspektive durch recht überschaubare Innenareale, meist auf der Suche nach Dokumenten, Schlüsselpersonen oder Schaltern die gedrückt werden müssen, damit Türen geöffnet oder Laserbarrieren abgeschaltet werden. Im Laufe seines Russlandtrips bereist Matt u.a. das Lenin-Mausoleum, den altehrwürdigen Kreml, einen kuscheligen KGB-Knast oder ein Atomkraftwerk.Genau wie Schleichopa Sam Fisher kann man Matt per Mausrad mit vier verschiedenen Geschwindigkeiten laufen lassen. Auch das inzwischen wohl als obligatorisch anzusehende Schleich-o-Meter hilft dem Spieler, sich vor den zahlreichen Wachen im Schatten zu verstecken. Je kleiner der Balken, desto schwerer ist unser Frontkämpfer der Regenbogenpresse zu sehen. Allerdings scheinen die russischen Wachen aufgrund exzessiven Wodkakonsums annähernd erblindet zu sein. Und taub macht das Zeug neuerdings wohl auch. Auf jeden Fall ist es relativ einfach sich von hinten an eine Wache heranzuschleichen und sie dann umzuhauen. Und der Kamerad der nur ein paar Meter weiter steht kriegt natürlich auch nichts mit. So wie beschrieben kommt das im Spiel häufiger vor. Wenn einen die Wachen allerdings erst mal gesehen haben, wird es eng: dann legen die Feinde eine Reaktionsgeschwindigkeit an den Tag, die eher an cheatende CS'ler erinnert. Spätestens dann ist der Augenblick gekommen ebenfalls zu den Waffen zu greifen. Neben einer normalen 08/15 Pistole kann Matt später auch noch andere Waffen erbeuten oder aus allerlei gefundenem Krempel neue wie z.B. eine Schleuder oder Stinkbomben zusammenbauen. Ausgeknockte Wachen lassen sich wie in Splinter Cell schultern und in dunklen Ecken ablegen. Wirklich notwendig ist dies allerdings nicht: anders als bei SC ist es relativ egal wenn eine bewusstlose Wache gefunden wird. Sie wird dann halt vom Kollegen wieder aufgeweckt, aber es gibt keine Begrenzung auf drei Alarme wo es dann von der Einsatzleitung heisst „Mission gescheitert“ (ausser natürlich man hat das vorher als Spielmodus so eingestellt - dazu später mehr). Insofern hat man es in dieser Hinsicht relativ leicht. |
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| PC | Oktober 2005 | |
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