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Test: X3 - Reunion

Die X-Reihe von Egosoft erhält ein neues Geschwisterchen! Ganz in der Tradition der Reihe spaltet auch der neuste Ableger die Gemüter.
 X3 - Reunion
Es ist noch nicht ganz zwei Jahre her, seit X2 Die Bedrohung die X Serie recht erfolgreich fortsetzte. Kein Wunder, bei der treuen Anhängerschar, die seit X-Tension, mangels echter Ersatzprodukte, jahrelang mehr oder weniger geduldig auf eine Fortsetzung wartete. Bis Anfang des Jahres war noch ein X2 Add-On, namens "Die Rückkehr" angekündigt, dessen Storypart nun wohl in X3 – Reunion aufgegangen zu sein scheint, Parallelen zu X-Tension können also durchaus gezogen werden.

Das X-Universum....

Für die unbedarften Leser hier noch mal eine kurze Zusammenfassung, worum es bei X eigentlich geht. Alte Hasen erinnern sich vielleicht noch an den Klassiker Elite, der es in der Steinzeit der Computerspiele auf diversen Systemen zu finden war und als die ultimative Weltraumkampf- und –Handelssimulation für Furore sorgte. Die X-Serie schafft es seit Erscheinen, mehr als die meisten Konkurrenzprodukte, die Qualitäten von Elite im modernen Gewand zu vereinen und dem Ganzen noch einen draufzusetzen.
Das X-Universum besteht aus etlichen besiedelten Sternensystemen, die wiederum verschiedene Raumstationen besitzen, welche untereinander Handel betreiben, sich gegenseitig bekämpfen usw. Mit jeder Inkarnation der Reihe ist das Universum ein bisschen gewachsen, während ein Großteil der Systeme und Stationen bestehen blieb. X3 macht da keine Ausnahme.
Ganze Raumschiffflotten bewegen sich durch die Sektoren, von denen offenbar jedes einzelne Schiff seine ganz individuelle Aufgabe hat, die in Echtzeit abgewickelt wird.
Es gibt eine ganze Reihe Rassen, die bestimmte Sektoren des Universums beherrschen und mit denen man in Kontakt treten kann.

...wird fortgesetzt

Nachdem man als junger Pilot in X2 das Universum vor der Bedrohung durch die Khaak - eine unbekannte, äußerst feindlich gesinnte Alienrasse – gerettet und das Geheimnis der eigenen Vergangenheit gelüftet hat, setzt die Story von X3 quasi unmittelbar nach diesen Ereignissen an. Die argonische Flotte ist damit beschäftigt, verbliebene Khaak Einheiten zu bekämpfen, doch unser Held hat andere Sorgen. Diesmal geht es um Piraten und Artefakte, des alten geheimnisumwobenen Volkes, welches die Sprungtore errichtete, mit denen die Sektoren miteinander verbunden sind. Aber wie schon im Vorgänger ist die Story nur schmückendes, wenn auch interessantes Beiwerk. Die Missionen, welche die Story vorantreiben, lassen sich in der Regel auf die lange Bank schieben, so dass man sich ganz auf die anderen Qualitäten von X3 konzentrieren kann. Man kann sogar ganz ohne Storymodus starten, oder sich - mit dem entsprechenden Hintergrundwissen - ein eigenes Universum zusammenschustern, bzw. anpassen.
Das Hauptaugenmerk liegt wie gewohnt auf Handel und Aufbau, wobei die Möglichkeiten der individuellen Entfaltung kaum Grenzen kennen. Vom einfachen Händler, Kopfgeldjäger, oder Piraten, bis hin zum Besitzer eine ganzen Handelsnetzwerkes und/oder einer Raumschiffflotte ist so ziemlich alles möglich. Beinahe jede Aktion im X-Universum zieht Folgen nach sich, so dass eine äußerst realistische Simulation entsteht.

Handeln, Kämpfen, Bauen, Denken

Wie gewohnt, ist das Cockpit des aktuellen Schiffs, die Kommandozentrale für die Steuerung aller Besitztümer. Vor hier aus lassen sich je nach installierten Schiffserweiterungen, im eigenen und im angesprochenen Schiff, verschieden detaillierte, bzw. spezialisierte Befehle erteilen. Je nachdem lassen sich auch viele Aufgaben automatisieren. Ja, selbst das eigene Schiff kann gegebenenfalls per Autopilot auf die Reise geschickt werden, so dass man sich eigentlich nur noch zurückzulegen bräuchte. Ein paar Haken hat die Sache allerdings: Handelsfunktionen lassen sich nur automatisieren, wenn die Schiffe eine Heimatstation haben, für die sie Ressourcen besorgen, bzw. deren Produkte sie zum Verkauf verschiffen können. Weiterhin gestalten sich automatisierte Raumkämpfe meist nicht zufriedenstellend und die diversen Aufrüstungen für die Schiffe, wie Schilde, Waffen, Erweiterungssysteme, usw. installieren sich auch nicht von alleine.
Bis man allerdings seine erste Station im Trockenen hat, können durchaus ein paar Spieltage vergehen, es sei den man knackt den Jackpot in der Lotterie, oder man hat ein extrem glückliches Händchen beim Handel. Neu in X3 ist die Möglichkeit verschiedene Größenordnungen von Stationen zu kaufen und mehrere Stationen zu einem Produktionskomplex zusammenzuschließen.
Auf so ziemlich allen Stationen findet man immer noch ein Schwarzes Brett, auf dem hauptsächlich der neuste Tratsch geschrieben steht, aber auch Aufträge angeboten werden, die man unter bestimmten Voraussetzungen, als Minimissionen, abseits der Story absolvieren kann. Zu den Voraussetzungen gehören weiterhin aktueller Schiffstyp (mit einem kleinen Aufklärer lässt sich z.B. keine Transportmission, mit vielen schweren Gütern ausführen), Status des Spielers bei dem entsprechenden Volk, sowie Handels- und Kampferfahrung.
An allgemeinen Handelsstationen kann nun auch Tauschhandel mit weiteren angedockten Händlern betrieben werden, die bestimmte Warenkontingente im Austausch gegen andere Waren, oder eben harte Credits anbieten. Mit der entsprechen Marktkenntnis lässt sich so u.U. das eine oder andere Schnäppchen machen, das im normalen Handel nur schwerlich zu erreichen ist.
Raumkämpfe mit anderen Völkern, als Piraten, sowie den permanent feindlichen Rassen Xenon und Khaak, ziehen ein Sinken des Status bei diesen nach sich. Das kann wiederum dazu führen, dass mit bestimmten Stationen, oder gar dem ganzen Volk kein Handel mehr möglich ist, bzw. man sogar als Feind betrachtet und gezielt angegriffen wird. Ansonsten sind Raumkämpfe durchaus eine mögliche Einnahmequelle, wenn man eine Polizeilizenz von dem Volk hat, welches den aktuellen Sektor beherrscht. Oder man kapert Fracht, oder gar aufgegebene Schiffe, vorausgesetzt der Finger verweilt nicht zu lange auf dem Feuerknopf.

Mehr Action

Eines der Mankos von X2 war die recht kantige Steuerung und die fehlende Flugphysik, sofern man davon reden kann. Damit ist jetzt Schluss, X3 steuert sich deutlich geschmeidiger und die Action kommt besser rüber. Wo man zuvor noch echte Knochenarbeit investieren musste, um so was ähnliches wie einen Dogfight auf die Beine zu stellen, geht nun locker flockig die Post ab. Im Storymodus wird man gar mit einigen arg arcademäßigen Missionen konfrontiert, in denen man sich als Kanonier in einem Geschützturm betätigen muss. Letzteres ist natürlich auf den entsprechenden Schiffen auch außerhalb dieser Missionen möglich, hat dann aber weniger den Flair von Tontaubenschießen.
Screen 1
Außenansicht des Argon Buster
Screen 2
Wen es da wohl zerrissen hat?
Screen 3
Sehr detailierte Schiffsmodelle
Screen 4
Andockvorrichtung, die man an so ziemlich allen Stationen vorfindet
Screen 5
Sonnenkraftwerk von Weitem...

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Packshot
Weltraum-Simulation
von Egosoft, Deep Silver
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCNovember 2005

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