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Test: Gary Grigsby’s World at War
Black Bean versucht mit der Brettspielumsetzung von World at War zu punkten. Ob das erfolgreich war, erfahrt ihr hier.
Matrix Games und der italienische Publisher Black Bean bringen uns Gary Grigby’s World at War, eine Umsetzung des gleichnamigen, im 2.Weltkrieg angesiedelten Brettspiels. Damit ist schon fast alles gesagt. Es handelt sich um ein rundenbasiertes Strategiespiel im Stil von Hearts of Iron oder Europa Universalis. Auf einer Weltkarte bekämpfen sich die Alliierten und die Achsenmächte. Im Zentrum des Spiels stehen aber nicht nur das Bauen und Verschieben von Einheiten, auch Forschung, Reparatur und Diplomatie sind enthalten. Angriff ist die beste VerteidigungIn World at War kann der Spieler vier unterschiedliche Startpunkte des 2. Weltkriegs wählen. 1941,1942,1943 oder 1944 beginnt das Spiel und ist mit späterem Beginn natürlich anspruchsvoller. Gespielt wird auf einer recht groben Weltkarte, vergleichbar mit der Risiko-Spielfläche. Deutschland hat z.B. zwei Provinzen. Durch die Provinzen führen Bahngleise, die der Spieler und die KI bombardieren und zerstören können. Wichtig sind diese für eine schnelle Verschiebung der Truppen. So könnte man das Streckensystem in einer Provinz zerstören, um den Vormarsch feindlicher Truppen zu verlangsamen.Das Spielprinzip von World at War ist recht einfach. Rundenweise kann jeder Spieler sein Territorium erweitern, neue Einheiten produzieren, forschen oder reparieren. Interessant ist, dass man die Produktion neuer Einheiten vollständig in die Hände der KI legen und sich so auf das Wesentliche konzentrieren kann. Forschung und Reparatur, sowie die verschiedenen Statistiken helfen zwar dem Spieler bei der Einschätzung der eigenen Stärke, doch muss der Spieler erst mal einige Zeit investieren, um aus den Tabellen richtig schlau zu werden. Für etwas Auflockerung sorgen ein paar Videos, die Zwischendurch und am Ende den Sieg/die Niederlage und die Kriegseintritte der verschiedenen Nationen dokumentieren. Spielbar sind die Achsenmächte, die Sowjetunion, Japan, China und die Alliierten. Wenn dann irgendwann alle diplomatischen Bemühungen scheitern, was eigentlich auch der Sinn des Spiels ist, kann man sich - genügend Truppen vorausgesetzt - daran machen seinen Gegner zu zermalmen. Hat man sich entschieden eine Provinz zu attackieren, verschiebt man ein paar Einheiten dorthin und bestätigt den Angriff. Nach ca. drei bis fünf Minuten hat man es dann überstanden, die Kampfdarstellung, die eigentlich getrost hätte raus gelassen werden können. Hässliche Infanterie und Panzer stehen sich statisch gegenüber und beschießen sich abwechselnd. Das sah schon bei Heroes of Might and Magic 1besser aus und war zu dem noch interaktiv. Hier hätte man mit Leichtigkeit noch eine zweite Spielebene einbauen und dem Spiel mehr Tiefe verleihen können. So ist diese Darstellung einfach nur überflüssig und spätestens nach der 5. Ballerei wird der Spieler den Kampf ständig abbrechen und gleich zur Zusammenfassung gehen. Es kann so einfach seinBei der Steuerung ist es schon wieder besser gelaufen. Eine einfache Maussteuerung erlaubt es schnell seine Truppen zu verlegen und Angriffe auszuführen. Zwar benötigt man etwas Zeit um mit den Symbolen und Einheitengrafiken klarzukommen, doch hat man diese Hürden erst einmal überwunden, geht alles viel schneller. Da World at War weniger umfangreich ist, als vergleichbare Titel wie Hearts of Iron, und die Steuerung sehr einfach ist, eignet sich das Spiel auch für Einsteiger in die globale Strategie. Die KI der Gegner ist in Ordnung. Truppen werden effizient eingesetzt und die historischen Skripte werden abgearbeitet. Wunderwerke künstlicher Überlegenheit sollte man aber nicht erwarten. Für eine Brettspielumsetzung ist das aber ausreichend.Spiel in FarbeDie Grafik des Spiels ist nicht mehr zeitgemäß und wirkt auf mich zu verspielt. Einige Infanterieeinheiten sehen auch so aus, als wären sie aus den 40er Jahren der Computerspielentwicklung. Mitte der 90er Jahre hätte ich diese Grafik toll gefunden. Bei den Fahr- und Flugzeugen sind die Grafiken wiederum besser und auch die Spieloberfläche und die Weltkarte sind in Ordnung. Man sollte sich auch vor Augen halten, dass Grafik bei solch einem Titel nicht wirklich zählt, insofern kann man die Grafik akzeptieren, da sie auch – bis auf die Infanterie – besser ist als bei den Artgenossen.Der Sound ist wiederum wichtiger und da haben sich die Entwickler auch wieder mehr ins Zeug gelegt. Die Sounds in der Kampfdarstellung hören sich gut an und die Musik ist auch nicht schlecht bzw. wird nach 10 min nicht allzu langweilig. Für maximal fünf Personen geht es per eMail um die Wurst bzw. die Welt. Da bietet man einen Mehrspielermodus über eMail an, aber für einen gewöhnlichen Netzwerkmodus hat es nicht gereicht, komisch. |
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