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Test: Prince of Persia: The Two Thrones
Noch gehört dem Prinzen die Genrekrone. Kann er diese in seinem neusten Abenteuer verteidigen?
Wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, weiß, dass sich das persische Reich zu antiken Zeiten über einen Großteil von Eurasien erstreckte. So ein gewaltiges Gebiet bedarf natürlich einer Menge Schutz. Und nachdem der Kalif verschwunden ist, darf sich nun der Prinz um die Verteidigung vor bösen Mächten kümmern. Eigentlich kein neuer Zustand. Ubisoft bringt nun das mittlerweile dritte Abenteuer der Neuauflage. Bietet der neue Teil noch genug Abwechslung gegenüber den Vorgängern, oder setzt hier langsam aber sicher das Lara-Syndrom ein?Es war wieder einmal…Der Prinz ist zurück! Diesmal wörtlich. Nach all seinen Abenteuern in vergangener Zeit kommt er erschöpft mit seiner Geliebten in der Heimat am Hafen von Babylon an, um endlich den wohlverdienten Urlaub zu genießen. Das war der Plan. Doch unheimliche Dämonen attackieren die Küste und entführen nebenbei auch noch die Herzensdame. Das lässt der Prinz natürlich nicht auf sich sitzen und so macht er sich auf den Weg zum großen Turm von Babylon, um das Geheimnis des Angriffs zu lösen und herauszufinden, wer hinter all dem steckt. Ein hartes Unterfangen wie sich bald herausstellt.Nach dem stimmungsvollen Intro, das uns anschaulich ins Spiel einführt, merkt man schnell, dass der dieser Teil wieder zu alten Tugenden zurückkehrt. Der Ausflug in die düsteren Welten ist größtenteils beendet und der Prinz darf wieder in weitläufigen Häuserschluchten und Gartenanlagen seine Aerobicübungen machen. Das verhilft dem Image der Serie wieder zu neuer Stärke, denn der Abenteuerlauf in orientalischer Atmosphäre ist schließlich ihr größter Trumpf. Das wirklich Gutgemachte an The Two Thrones ist aber, dass man immer ein Ziel vor Augen hat: Den riesigen Turm im Zentrum von Babylon zu erreichen. Denn in ihm befindet sich der Thronsaal. Anfangs nur aus der Ferne zu erblicken, dringt der Spieler immer weiter zu ihm vor und schließlich gilt es, ihn zu erklimmen und sich dem zu stellen, was den Prinzen an der Spitze erwartet. Ein weiteres Feature: Die Story des Abenteuers wird stets von einer allwissenden Sprecherin erzählt, ähnlich wie in einem Märchen. Ab und zu setzt die Stimme ein und berichtet von der Geschichte. Diese kleinen aber feinen Details machen das Abenteuer wirklich zu einem orientalischen Märchen, welches dadurch äußerst motivierend wirkt. Doch jede Geschichte nimmt leider irgendwann ihr Ende und dieses erreicht der eifrige Spieler nach ca. 15 Stunden. Schizophren?Aber der Prinz hat nicht nur das Problem der Befreiung Persiens. In ihm haust ein viel größeres Übel. Denn kurz nach Spielbeginn trifft er zum ersten Mal auf seinen Erzgegner (an diese Stelle sei nicht verraten, um wen es sich handelt) und dieser infiziert ihn prompt mit einer mysteriösen dunklen Macht. Diese teilt ab sofort den Körper mit dem geschundenen Prinzen. Ab und an kommt sie dann zum Vorschein und er verwandelt sich kurzzeitig in den dunklen Prinzen. Der Unterschied zwischen den beiden: Die dunkle Seite hat mehr Kraft, muss dafür aber ständig Energie tanken, sonst segnet er früh das Zeitliche. Außerdem steht ihm eine lange Kette als Waffe zur Hilfe. Sobald er aber auf Wasser trifft, verwandelt er sich wieder in den „normalen“ Prinz. Dieser kann sich aber auch wehren. Wie gewohnt mit Dolch, oder sogar mit Zweitwaffe, die er bei toten Gegnern oder in Kisten findet. Das dynamische Kampfsystem, welches auch schon bei Warrior Within zum Einsatz kam, wurde nochmals verbessert, um Kombinationsmöglichkeiten zu erweitern und intuitiver zu gestalteten. Ebenfalls intuitiv gestaltet sich wie gewohnt der Rest der vorbildlichen Steuerung. Hier sind sowohl die Konsolenspieler als auch die PCler nicht benachteiligt.Durch die Verwandlung in den Schattenprinzen und den vielseitigen Einsatz der Kette bieten sich aber vor allem hier neue Möglichkeiten was die Rätsel angeht. Diese sind ebenfalls gewohnt gut, abwechslungsreich und knackig. Es kommt oft genug vor, dass der Spieler in einen neuen Raum kommt und erstmal ein paar Minuten überlegen muss, was zu tun ist. So schwingt, hüpft, rollt und klettert der Prinz wie eh und je. Einzig stößt hier die Levelarchitektur etwas sauer auf. An vielen Stellen könnte man meinen, die jeweilige Anlage wäre extra für seine Akrobatikübungen gestaltet worden. |
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USK-Freigabe ab 16 Jahren
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