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Test: America's Secret Operations
Wolltet ihr schon immer mal die geheimsten Einsätze der USA anhand eines Ego-Shooters nachspielen? Warum ihr diese Chance besser nicht nutzen solltet, erfahrt ihr im Test.
Der Budget-Bereich angesiedelte Ego-Shooter America’s Secret Operations von City Interactive erschien bereits Ende Januar und ist in der Masse etwas untergegangen. Ganz zu recht, wie folgender Test beweist.Immer und überallIn insgesamt zehn teilweise inhaltlich zusammenhängenden Missionen, macht man sich nun an die Arbeit als „Ein Mann Armee“ die Welt von bösen Terroristen zu befreien. Eine spannende Story sucht man vergebens, statt dessen gibt es vor jeder Aufgabe eine Einsatzbesprechung, bei der die Ausgangssituation und die wichtigsten Ziele erläutert werden. Die erste Mission findet auf einer besetzten Ölplattform statt, die es zu befreien gilt. Aus der Sicht eines namenlosen Soldaten und mit einer Bewaffnung bestehend aus Messer, Pistole, Maschinengewehr sowie Granaten, zieht man ins Gefecht. Dabei wechseln die Missionsziele während des Auftrages häufiger. Hat man z.B. einige Geiseln befreit, kommt vom Oberkommando der Befehl den Raum nun zu sichern. Das hört sich zwar nach Abwechslung an, wiederholt sich aber eigentlich in jeder Mission und außerdem gibt es keine alternativen Routen, das Spieldesign ist streng linear. Besonders viel oder spektakuläre Action gibt es in America’s Secret Operations auch nicht. Selten sind mehr als drei Gegner auf dem Bildschirm zu sehen und so kommt schnell Langeweile auf. Die Hauptaufgabe besteht meistens eher aus dem Suchen von Schlüsseln um damit verschlossene Türen zu öffnen oder ein Ventil finden, das ausströmendes Gas den Hahn abdreht.Eine komplette Mission dauert im Schnitt nur ca. 20 Minuten, aber dafür gibt es keine Quicksave-Funktion und keine Medipacks, mit denen man seine Lebensenergie wieder auffrischen könnte. Statt dessen gibt es unfair gesetzte Checkpoints, die teils minutenlang auseinander liegen. Munition erhält man von getöteten Feinden, aber nicht in dem man einfach über sie läuft, nein man muss erst die Leiche mehrere Sekunden per Aktionstaste durchsuchen. Das ist nicht nur überflüssig, sondern zerrt extrem am Spieltempo und ist einfach nur ärgerlich. Zudem kann man keine anderen Waffen aufnehmen und muss deshalb mit der Standardausrüstung leben. Hey, dich kenn ich doch!Die Gegner sind durchweg menschlicher Natur und könnten alles Klone mit dem selben Schneider sein. Man trifft immer wieder auf dieselben Terroristen, nur die Kombination der Montur ändert sich gelegentlich. Eine weitere Gemeinsamkeit findet sich in deren Angriffsmuster wieder. Erspäht ein Feind den Spieler, so sucht er sich sofort Deckung und aus dieser lugt er dann alle paar Sekunden hervor um zu schießen. Das nutzt man als Elitesoldat natürlich aus und schießt dem Gegner schnellstmöglich in den Rücken oder wartet bis er aus seinem Versteck hervorschaut, um ihm dann den Gnadenschuss zu geben. Das alles hat mit künstlicher Intelligenz wenig zu tun und erinnert eher an Scriptsequenzen. Doch ab und zu kommt doch noch ein Fünkchen Scharfsinn auf, nämlich immer dann wenn ein Feind schwer getroffen ist und sich humpelnd zurückzieht. Aber solche Intelligenz-Ausbrüche sind eher eine Seltenheit.Es graut so grau im MorgengrauenDie Grafik von America’s Secret Operations ist - trotz der lizenzierten Unreal-Engine - extrem farbarm und wenig detailliert. Gute Effekte oder ansehnliches Leveldesign sucht man, bis auf das ordentliche Ragdollverhalten, vergeblich. Statt dessen haben die Entwickler tief in den grauen Farbtopf gegriffen und damit die kantigen Levels tapeziert. Um einem das Gefühl zu geben, sich in einer unrealistischen Umgebung zu bewegen, verzichtete City Interactive auf eine Physik-Engine und das ist ihnen wirklich gut gelungen. Man hat nie das Gefühl, sich im tiefsten Dschungel zu befinden oder in der Wüste, alles wirkt eher wie ein billiges Filmstudio.Etwas besser sieht es da bei der akustischen Untermalung aus. Es gibt immerhin ein paar nett komponierte Musikstücke, die aber fast nie zur eigentlichen Situation passen. Die Waffensounds sind von Realismus weit entfernt. So hören sich die Maschinengewehre an, wie wahre Kanonen mit Dauerfeuer. Zudem neigt der Ton zu ständigen Ausfällen. Deutsche Sprachausgabe gibt es nur in den Einsatzbesprechung und die wird von einem Sprecher lustlos runtergelesen. Jede Menge MultiplayerHat man die Singleplayer-Kampagne beendet, kann man noch auf zahlreiche Multiplayer Varianten zurückgreifen. Es gibt insgesamt acht Spieltypen, die man mit maximal 16 Spielern bestreiten kann. Darunter befindet sich aber nur die Standardkost, wie Deathmatch, Capture the Flag, King of the Hill usw. Innovative Ideen gibt es auch hier nicht. Hat man keine Freunde oder einen Internetanschluss, helfen einem KI-gesteuerte Bots in den insgesamt dreizehn Schlachtfeldern aus. |
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