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Test: Mad Tracks

Verrückte Rennen mit kleinen Autos sind nichts neues? Mad Tracks hat trotzdem einige witzige Ideen auf Lager...
 
Mit kleinen ferngesteuerten Autos wilde Rennen zu veranstalten ist keine neue Idee. Unter anderem wurde das schon vor ein paar Jahren mit Re-Volt sehr gelungen umgesetzt. Aber heutzutage sind die Autos noch viel kleiner geworden und die kleinen Flitzer mit Handy-Motor haben eine große Fangemeinde. Doch nicht nur die könnten mit Mad Tracks eine Menge Spaß haben.

Racing as usual?

Wer das Spiel mal eben einlegt und startet, wird zunächst nichts weltbewegendes entdecken. Man fährt ein Rennen gegen x Gegner, oder gegen die Zeit, so scheint es. Dazu gibt es diverse Extras wie Raketen, Boost usw, auch das hat man schon gesehen. Die Grafik ist zudem alles andere als beeindruckend, vor allem die Autos sehen so richtig schlecht aus und ihre Reifen versinken in Clipping-Fehlern schon mal gern im Streckenrand. Die Strecken sind da noch das verrückteste, z.B. eine Eisbahn durch mehrere Stockwerke eines Einfamilienhauses. Also ein stinknormaler Funracer? Mitnichten.

Total abgefahren

Mad Tracks bietet vier Spielmodi. Im Abenteuermodus fährt man in den Stufen Amateur und Profi die insgesamt 46 Szenarien sowie diverse Extras frei. In einzelnen Rennen oder Wettbewerben kann man die Disziplinen dann nochmals gegen die KI oder im Splitscreen mit bis zu vier Spielern vor einem PC spielen und zu guter letzt gibt es noch einen Onlinemodus für LAN oder Internet (nur Direct-IP).
Der Abenteuermodus ist dabei das Herzstück des Spiels und hier offenbart Mad Tracks auch, was hier „mad“ ist. Denn es gibt beileibe nicht nur die üblichen Rennen und Jagden nach Bestzeiten, sondern man hat die Winzigkeit der Fahrzeuge genutzt um völlig abgedrehte Minispiele einzubauen. So gilt es z.B. Tischfussball zu spielen, zwei rote und zwei blaue Fahrzeuge schubsen dazu den Ball hin und her und versuchen ihn ins gegnerische Tor zu bugsieren. Beim Minigolf gilt es, das Auto so nah wie nur möglich am Loch landen zu lassen, nachdem man über eine Schanze gesprungen ist. Auf dem Billardtisch muss man seine sieben Kugeln schneller einlochen als der Gegner. Die Liste ließe sich noch lang fortsetzen.
Einige Grundideen wiederholen sich. Zum Beispiel sind mehrfach alle Gegner auf einem Plateau, jeder hat drei Leben und es gilt die anderen vom Plateau zu schubsen bzw. mit Raketen runterzuballern. Wer zuletzt noch ein Leben übrig hat gewinnt. Oder es gilt auf rutschigem Untergrund wie beim Kegeln möglichst viele Objekte umzuwerfen. Oder man muss mehrfach diverse Dinge von z.B. einem gedeckten Tisch kicken, wer die meisten Teller und Gläser zerdeppert gewinnt.
Schliesst man eine Disziplin unter den besten drei ab (bzw. erfüllt die Siegbedingungen), werden neue Strecken freigeschaltet. Für einige muss man aber besondere Bedingungen wie „30 erste Plätze“ erfüllen. Leider hat man nach dem Amateur-Modus schon fast alles gesehen, im Profi-Teil gibt es beinahe nur noch Variationen des bekannten.
Auch die Extras sind teilweise recht ausgefallen. So kann man seinen Gegner in einen Eisklotz verwandeln, was auch eine entsprechende Straßenlage seines Autos mit sich bringt. Oder man lässt für alle anderen die Zeit langsamer vergehen, während man selbst mit gleichbleibender Geschwindigkeit weiterfährt.
Dauerbleifuss ist auch nicht angesagt, denn die Autos werden von einer Art Feder angetrieben, die sich langsam aber sicher zusammenzieht. Deshalb muss man bei Sprüngen oder in Kurven immer mal wieder den „Fuß“ vom Gas nehmen, damit die Feder sich wieder ausdehnt, denn ist die Feder ganz zusammengezogen, kommt das eigene Gefährt keinen Berg mehr rauf.

Kurzweilig neu definiert

Das beste ist: Die meisten Minigames dauern kaum eine Minute. Hin und wieder mal gibt es längere Rennen oder man muß mal zwei Runden auf einem längeren Kurs gegen die Uhr fahren, die spaßigen Fun-Games sind aber ideal für ein schnelles Spiel zwischendurch. Nicht so gelungen fand ich aber die Idee, dass man erst bestimmte Flaggen abseits der Strecken suchen muss, um die Wettbewerbe überhaupt spielen zu können. Diese sind manchmal so weit ab vom Kurs, das man sogar das Auto-Respawn abschalten muss, um überhaupt dorthin zu gelangen.
Zur Grafik ist alles gesagt, sie ist flüssig aber gewinnt sicher keinen Schönheitswettbewerb. Drei Perspektiven stehen zur Wahl, Stoßstange sowie zwei Verfolgungskameras. Bei weiten Sprüngen schaltet die Kamera manchmal automatisch um, das war es dann aber auch an Effekten. Die Musik plätschert unauffällig im Hintergrund. Die Steuerung ist denkbar simpel, mit den Pfeiltesten steuert man, dazu noch zwei Tasten zum umschalten bzw. Abfeuern der Extras, wobei die Tastenbelegung frei konfigurierbar ist. Nicht selbstverständlich in dieser Preisklasse ist auch das beiliegende Handbuch.
Screen 1
Die diversen Minispielchen und Rennen
Screen 2
Am Start im 4-Spieler Split-Screen
Screen 3
Diese Strecke ist wirklich mad
Screen 4
Und, schaffe ich den "Bulls-Eye"?
Screen 5
Als Eisklotz ist der Karren kaum noch manövrierbar
Screen 6
Bloß kein Tor verpassen

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Mad Tracks

Packshot
Funracer
von Frogster Interactive
USK-Freigabe ab 6 Jahren
PCFebruar 2006

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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11.01.06
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