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Test: Everquest 2: Kingdom of Sky
Nur wenige Monate nach der Flammenwüste führt uns Ubisoft nun in die Königreiche des Himmels. Ob das zweite Addon ebenfalls wieder genug Potential bietet, um die Spieler zum örtlichen Softwaredealer zu locken, erfahrt ihr hier!
Nachdem mittlerweile so ziemlich jeder Winkel Norraths von tapferen Froschloks und Rattongas unsicher gemacht wird, macht man sich seitens der Entwickler nun eine völlig neue Spielebene zu Nutze. Das neueste Addon spielt nämlich auf riesigen Plattformen weit über den Köpfen der Bewohner von Qeynos und Freihafen. Diese werden von bösartigen Drachen beherrscht, die sich zur Abwechslung mal dazu entschlossen haben, ganz Norrath zu vernichten. Und da die hochgelevelten Helden ebenfalls gerade nichts besseres zu tun haben, sagen sie den schlechtgelaunten Schuppentierchen kurzerhand den Kampf an.Ein Königreich für AbonnentenSo oder zumindest so ähnlich könnte man die Geschichte hinter dem neuesten Everquest 2 Addon beschreiben. Offiziell haben die Drachen, die sich bisher auf den Tod nicht ausstehen konnten, nun dank einer Mischung aus „Machtlust, religiösem Eifer und alles verzehrendem Zorn“ in der Zerstörung Norraths ein gemeinsames Ziel entdeckt, das sie jetzt vehement verfolgen. Klingt auf Anhieb zwar ein wenig aufgesetzt, aber mehr verrät Ubisoft hier nicht und ich werde mich dem anschließen, immerhin möchte das ja jeder Spieler selbst nacherleben. Dazu hat man dann in den unzähligen Dialogen im Spiel und den vielen neuen Quests noch mehr als genug Möglichkeiten.Doch da die Story bei einem Addon wohl eher nebensächlich ist, möchte ich gleich einmal auf die wichtigste Frage eingehen: „Lohnt sich der Kauf des neuen Addons für Abonnenten?“ Wer schon länger durch Norrath streift und das auch noch eine Zeit lang vorhat, für den ist Kingdom of Sky beinahe ein Muss – vor allem für PvP-Interessierte. Da in der Verkaufsbox gleich noch das Hauptprogramm mit enthalten ist, stellt sich aber ebenso die Frage, ob das Himmelsreich auch für jene interessant ist, die bisher eher einen Bogen um Sonys „Everpay“-Welt machten. Wen selbst der eingeführte PvP-Teil in Desert of Flames nicht umstimmen konnte, der wird seine Meinung auch jetzt nicht mehr ändern. Das neueste Addon beschränkt sich nämlich lediglich auf den Ausbau bewährter Stärken und dabei vornehmlich auf die Bedürfnisse der Langzeitabonnenten. Ein Himmel voller GrashüpferWer jetzt noch weiter liest, wird wohl eher zur ersten Kategorie zählen und sich nun sicherlich fragen, was denn nun so tolles neues eingeführt wurde, das den Kaufpreis von 25 Euronen rechtfertigen würde.Da wären einmal die Standardsachen, die man von einer solchen Erweiterung erwartet, also unzählige neue Gegenstände, neue Monster und neue Gebiete. Leider kamen die Monster dabei ein wenig zu kurz, insgesamt gibt es nämlich nur 25 neue, was dann doch eher eine unbefriedigend geringe Anzahl ist, wenn man sich einmal die Möglichkeiten dieser völlig neuen Welt vor Augen führt. Dafür fügen sich diese sehr gut in die insgesamt zehn neuen Gebiete ein, welche von idyllischen Dschungeln bis hin zu beeindruckenden Tempelanlagen reichen. Einen Mangel an Artenreichtum kann man den Bewohnern der Oberwelt ebenfalls nicht andichten, denn auf den Inseln tummeln sich neben eher konventionellen fleischfressenden Pflanzen auch solche Exoten wie die adlerartigen Vogelmenschen namens Aviaks oder an mutierte Grashüpfer erinnernde Ravasekten. Ein Feature, das besonders die höherstufigen Spieler erfreuen dürfte, ist die Erhöhung des Maximallevels auf Stufe 70 und des Gildenmaximallevels auf 50. Das war schon zu Zeiten von Everquest 1 ein probates Mittel, um die Kundschaft bei der Stange zu halten, ruft aber nicht nur positive Reaktionen hervor. Wer verbringt schon gerne etliche Monate damit, die besten Gegenstände für seinen Level 60 Charakter zu sammeln, um diese kurz darauf dank eines höheren Levelcaps wieder verkaufen zu dürfen. Besonders wer gerne an Spieler gegen Spieler-Gefechten in den seit dem letzten Addon eingeführten Arenen teilnimmt, wird regelrecht zum weiterleveln gezwungen, um gegen die Konkurrenz noch eine Chance zu haben. Eine Oberwelt für die OberschichtA propos PvP-Arenen, Kingdom of Sky bringt ganze zwei neue solcher Kriegsschauplätze mit sich und führt gleichzeitig vier neue Arenachampions mit ein. Passend zum Start der Erweiterung wurden auch gleich noch einige waschechte PvP-Server (für die deutsche Version steht ein eigener Server zur Verfügung) gelauncht, wo man nun nicht mehr willkürlich mit Spielern der gegnerischen Fraktion Gruppen bilden kann, sondern eine strikte Trennung zwischen Gut und Böse herrscht. Sämtliche Gebiete dienen dort als Schlachtfelder, lediglich in den Städten ist man davor sicher und unter bestimmten Voraussetzungen geht es selbst dort heftig zur Sache. Für diese Server machte man sich bei Ubisoft viele Gedanken und hat sogar die Effekte der Zaubersprüche und Kampfstile bei Anwendung auf einen anderen Spieler verändert, um die Kämpfe fairer zu gestalten.Wer sich dagegen lieber – vorwiegend mit einer großen Gruppe von Spielern - dem Erlegen von Monstern widmet, wird hierfür sogar noch mehr Möglichkeiten finden, denn der Großteil des Addons ist fast ausschließlich mit mehreren höherstufigen Gefährten bestreitbar. Um gar einen der großen Drachen zu erlegen, erfordert es wie schon in Dark Age of Camelot mehrere solcher Gruppen, wenn man nicht unbedingt vor hat gleich wieder den nächsten Friedhof zu besuchen. Der Begriff „höherstufig“ ist übrigens ein zentrales Wort bei der Beschreibung der vielen neuen Möglichkeiten, denn unter Stufe 55 ist ein Besuch des Himmelreiches nicht unbedingt anzuraten. |
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