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Test: Der Pate
Der Film gilt als Must-have-seen. Ist das Spiel ein Must-have-zocked?
Basierend auf dem Roman von Mario Puzo drehte Francis Ford Coppola in den 70er Jahren ein Meisterwerk der Filmgeschichte, das sich bis heute enormer Beliebtheit erfreut: Der Pate (The Godfather). Die starbesetzte, mit Oscars überschüttete Gangsterfilm-Trilogie wurde jetzt von Electronic Arts neu interpretiert – als Spiel zum Film für Konsolen und PC.Familie, Respekt und LoyalitätDie Geschichte des Spiels handelt im New York der Jahre 1945 bis 1955 und ist zum Teil eng mit der Story des Films verwoben. Es beginnt damit, dass eine verzweifelte Mutter den Paten Don Vito Corleone (Marlon Brando) darum bittet, ihren Sohnemann in Amerikas berühmteste Verbrecherorganisation aufzunehmen – als Preis und Gegenleistung für die Dienste des loyalen Vaters, der Jahre zuvor für den Paten arbeitete und von verfeindeten Bandenmitgliedern erschossen wurde. Der Pate gibt daraufhin einem seiner Männer, einem gewissen Luca Brasi, Anweisungen, sich um den Jungen zu kümmern. Bevor es losgeht, muss man noch schnell das Aussehen des Helden ein wenig festlegen. Denn der Held ist wohlgemerkt keine Figur aus dem Film, sondern ein unbekannter Außenseiter, der sich erst mal einen Namen machen muss. Während der Charaktererschaffung, welche ähnlich wie bei manchen EA Sports-Titeln vonstatten geht, spielt die Kleidungswahl mangels finanzieller Möglichkeiten erst mal keine großartige Rolle.Shoprandale, Verfolgungsjagden, SchlägereienDie ersten Aufträge sind relativ kurz und vor allem Laufarbeit. Die erste Mission führt uns zum Beispiel zum Versteck der Corleones. Dort könnt ihr speichern. Man findet einen Baseballschläger und trifft wenig später Kollege Luca. Schon bald stehen die ersten Erpressungsakte auf dem Programm. Ein paar Schläge oder Shoprandale reichen für gewöhnlich, einen Ladenbesitzer gefügig zu machen, doch nicht selten erschweren bewaffnete Türsteher dieses Vorhaben. Doch mit der nötigen Durchsetzungskraft zahlen euch die Erpressungsopfer ein regelmäßiges wöchentliches Schutzgeld und gewähren Zugang zu geheimen Hinterräumen innerhalb ihrer Läden. Dort erwarten euch zum Beispiel illegale Spielervereinigungen und Bordellbetriebe, von denen ihr weitere Gelder einfordern könnt. Es gibt relativ viele Shops, die ihr euch so unter den Nagel reißen könnt, aber auch Banküberfälle, Verfolgungsjagden, Attentate, illegale Geschäfte und Schlägereien könnten sich als lohnende Einnahmequelle erweisen. Nicht alle, aber so einige Missionen haben direkten Bezug zu Szenen aus dem Film. Einmal müsst ihr zum Beispiel den Don zum Krankenhaus fahren, nachdem er niedergeschossen wurde.Ab 18: Execution MovesZwar wird Mentor Luca Brasi schon bald ermordet (siehe Screen Nr. 6), doch hindert das den erfahrenen Altgangster keineswegs daran, seinem Schützling zuvor noch ein paar elementare Gangsterlektionen beizubringen – in Form eines spielinternen Tutorials. In den Konsolenversionen erfolgt der Nahkampf interessanterweise mit dem rechten Stick. Ein paar Rührbewegungen reichen aus, um einen zuvor anvisierten Gegner mit Hieben und - zu Boden gegangen - mit Tritten zu versehen. Auch Packen, Emporziehen und Herumschwingen ist schnell erlernt. Abschließend darf man Gegner bequem vor Wände oder von Hausdächern runter schmeißen.Beim Schießen hat man die Wahl zwischen Freiem Zielen (auf Fahrzeuge) und automatischem Zielen (auf Personen). Nach dem automatischen Anvisieren kann bei Bedarf manuell ein Akupressurpunkt wie Schulter oder Knie erfasst werden, um einen nicht tödlichen Treffer zu landen. So kann man einen Gegner entwaffnen und Informationen aus ihm rausquetschen. Das Ziehen, Wegstecken und Nachladen erfordert Zeit und sollte nach Möglichkeit während einer Feuerpause erfolgen. Die sogenannten Execution Moves sind brutal, bringen viel Erfahrung ein und beinhalten unter anderem einen Genick brechenden Kopftritt oder auch einen Kopfschuss aus nächster Nähe ... Übrigens sind diese Manöver (vermutlich) der Grund, warum das Spiel erst ab 18 freigegeben ist. An Waffen stehen euch zum Beispiel Stahlrohre, 38er Revolver, kurzläufige Shotguns, Molotow-Cocktails, Dynamit und ähnliches zur Verfügung. Jede Waffe kann für gewöhnlich zweimal bei einem entsprechenden Waffenhändler aufgewertet werden. Da er sämtliche Waffen gleichzeitig mit sich herumtragen kann, gleicht der Held schon bald einer Ein-Mann-Armee. |
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