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Test: LocoMania
Knobelspass an der Eisenbahnplatte.
Logik und Knobelei ist eurer Ding? Tetris oder die Lemminge zählen zu euren Lieblings-Games. Dann findet ihr in LocoMania genau die richtige Herausforderung. Denn hier müsst ihr ein komplettes Schienennetz in Echtzeit verwalten und binnen Sekunden die richtigen Entscheidungen treffen.Aller Anfang ist leichtGespielt wird auf zwölf immer umfangreicher werdenden Karten, die Modeleisenbahnplatten aus dem Hobbykeller ähneln und nach und nach freigeschaltet werden müssen. Mehrere Zu- und gleichzeitig Ausgänge, sowie Bahnhöfe und Stationen sind auf den Karten vorhanden. Der neue Job als Fahrdienstleiter fängt harmlos an. Da will ein Zug von A nach B und gleichzeitig ein Zug von B nach C. Alles kein Problem, hier eine Weiche gestellt, da ein Signal auf Grün und die Züge fahren ihrem Ziel sicher entgegen. Letztere rollen übrigens wie die Lemminge stetig geradewegs vorwärts und halten nur vor falsch gestellten Weichen und roten Signalen. Zusammenstöße gibt es daher nicht. Immerhin kann man die Triebwagen mit einem einfachem Mausklick auch noch Rückwärts fahren lassen. Über den Loks schweben immer entsprechende Zeichen, die das Ziel anzeigen. Allerdings kann man aber auch noch eine Karte mit dem Gleisplan einblenden. Auf dieser kann man dann allerdings keine Signale oder Weichen stellen. Das Umstellen der Weichen funktioniert ebenfalls ganz einfach per Maus. Insofern ist die Steuerung recht simpel gehalten. Lediglich die Steuerung der in allen Richtungen frei beweglichen Kamera ist etwas knifflig. Sobald etwa Berge aus der Landschaft herausragen, bleibt die Kamera oft daran hängen und man muss umständlich neu drehen und zoomen.Logistikwunder gesuchtDas Spiel bietet drei Modi in denen es darum geht die höchste Punktzahl zu erreichen. Letztere kann man übrigens auf die LocoMania-Homepage hochladen und seine Leistungen so mit anderen virtuellen Fahrdienstleitern vergleichen.Im Haupt-Modus „Zeitangriff“ gibt es für jeden richtig geleiteten Zug Punkte. Hat man eine Mindestpunktzahl erreicht, schaltet man die nächste Karte frei. Im Modus „Kontrollpunkt“ läuft ein Timer ab. Sobald man einen Zug zum richtigen Ausgang bugsiert hat wird einem wieder Zeit gut geschrieben und man kann das Ende des Levels weiter herauszögern. Auf allen freigeschalteten Karten darf man sich dann im Modus „Zeitangriff unbegrenzt“ ganz ohne Limit in Ruhe austoben. Schon nach einigen Karten zieht der Schwierigkeitsgrad allerdings drastisch an. Die Zugänge und Stationen werden immer zahlreicher, der Gleisplan mit Tunnels, Brücken und mehrspurigen Strecken immer umfangreicher. Ein Dutzend Züge wollen dann gleichzeitig nicht mehr nur von A nach B, sondern das auch noch mit einem Pflichthalt an mehreren Stationen, die auch noch in der richtigen Reihenfolge angefahren werden müssen. Welcher Zug soll aufs Abstellgleis? Welchen schickt man auf die Warteschleife? Welcher bekommt grün? Richtig nervenaufreibend wird es dann, wenn Sonderzüge im Einsatz sind. So muss etwa ein Countdown-Zug innerhalb einer Vorgabezeit zum Ziel oder ein Atomtransporter muss ganz ohne Stopp über die Karte geleitet werden. Hat man anfangs eine Karte in 15 Minuten abgespult, muss man später schon einmal eine Stunde und mehr einplanen um die logistische Herausforderung zu meistern. Schade, dass man nicht speichern kann. Für den schnellen Knobelkick zwischendurch taugt LocoMania daher eher nicht. Modelleisenbahn-CharmeDie mehr als 25 Loks und über 30 Waggons sind alle liebevoll animiert. Man kann übrigens wählen ob man etwa Züge aus Tschechien (Heimatland der Entwickler) oder aus anderen Ländern fahren lassen will. Alles was Rang und Namen hat ist auf dem Gleisbett vertreten, von der schnaufenden Dampflok über E-Loks bis hin zu Hochgeschwindigkeitszügen. Diese unterscheiden sich natürlich auch in der Geschwindigkeit, was bei der Planung zusätzlich Beachtung finden sollte.Die Umgebungsgrafik ist leider etwas karg ausgefallen. Zwar fährt hier und da einmal ein Auto auf den Straßen oder ein Helikopter zerreißt mit seinen Rotoren den Rauch der Schornsteine von Industrieanlagen, im großen und ganzen bewegt sich aber eher nicht viel. Trotz Wettereffekten wie Regen oder Schnee, sowie Tages- und Nachtwechsel, haben die verschiedenen Szenarien (Wüste, Gebirge, Schneelandschaft, usw.) eher den Charme einer Modelleisenbahn, als das man sich in natura wägt. Doch das ist sicher von den Entwicklern so gewollt und tut dem eigentlichen Knobelsspass keinen Abbruch. Auch über die Kaufhaus-Hintergrundmusik wollen wir uns angesichts des Kampfpreises von knapp unter 20 Euro nicht näher auslassen. Dafür sorgen die Umgebungsgeräusche der Loks wiederum für ein entsprechendes Eisenbahn-Feeling. Das HUD ist aufgeräumt und das Handbuch und das spielbare Tutorial verraten alles wissenswerte. |
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