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Test: ÜberSoldier
Ein Nazi-Supermensch stellt sich gegen das Regime. Hat es der Ego-Shooter mit dem umstrittenen Gameplay unzensiert in den deutschen Handel geschafft?
Nach dem bereits viel versprechenden Preview im Februar, hat es der Ego-Shooter ÜberSoldier von CDV als Vollversion in die Händlerregale geschafft, aber leider nicht ganz ohne Zensur. Was entfernt wurde und warum das Gameplay immer noch gleichermaßen fragwürdig ist, erfahrt ihr im folgenden Test.Es gibt ein Leben nach dem TodAls der Ausgang des Krieges noch völlig ungewiss ist, experimentieren deutsche Wissenschaftler mit frisch verstorbenen Soldaten. Im Zuge etlicher Versuche finden die Gelehrten heraus, dass der Mensch durch die Schockerfahrung des Todes übernatürliche Fähigkeiten erlangt. Diese Erkenntnis machen sich die Forscher zunutze und erschaffen einen ultimativen Soldaten - den titelgebenden ÜberSoldier. Leider ergeben sich bei der Wiedererweckung einige Probleme. Das Gehirn wird dabei extrem geschädigt und der Proband gehorcht keinem Befehl mehr. Aber Deutschland ist ja nicht umsonst das Land der Dichter und Denker und so erfinden die Wissenschaftler ein Medikament, dass den Soldaten gefügig macht und wieder Befehlen gehorchen lässt. Das hat aber den großen Nachteil, dass nur Befehle von demjenigen entgegengenommen werden, der direkt nach der Erweckung des Verstorbenen Kontakt mit ihm hat.Offizier Karl Stolz, der spielbare Charakter, stirbt bei einem Wehrmachtseinsatz gegen einige Partisanen und wird Teil des grausamen Experimentes. Sein Körper wird wiederbelebt und er erhält übermenschliche Begabungen. Nach seiner Auferstehung geht aber einiges schief. Anstatt in die Augen eines deutschen Offiziers zu sehen, blicken ihn ein Paar weibliche Augen einer Widerstandkämpferin an. Die Rebellin befreit Karl eher zufällig aus dem Sanatorium und da er nicht vergessen kann, was ihm die Nazis während des Versuches angetan haben, beginnt sein Rachefeldzug gegen das Terrorregime. Die Hölle nach dem TodDie Story von Übersoldier wird im weiteren Verlauf in relativ gut gemachten Cutscenes erzählt, ist aber nicht besonders spannend und zählt auch nicht zu den Highlights des Shooter-Genres. Das Spiel besinnt sich auf alte Tugenden und kehrt Rätseln und anderen modernen Spielelementen den Rücken. Stattdessen gibt es Action satt. Aus der Ich-Perspektive macht man sich an die dreckige Arbeit in insgesamt zwölf Abschnitten, den schrecklichen Experimenten ein Ende zu setzen und nebenbei etliche Feinde über den Haufen zu schießen.Das Interface ist wie im Genre üblich, eher schlicht angeordnet. Neben Lebensenergie- und Munitionsanzeige befinden sich in der rechten oberen Bildschirmecke eine Minimap, auf der erlegte Soldaten als rote Punkte dargestellt werden und das aktuelle Missionsziel als roter Pfeil. So verliert man nie die Übersicht in den abwechslungsreich designten Levels und ist immer bestens informiert, wo man als nächsten hinlaufen muss. Wirklich notwendig ist die Karte aber nicht, da die Abschnitte sehr geradlinig sind und keine alternativen Lösungswege zulassen. Dafür ist aber jede Menge los. Es vergeht fast keine Minute, in der nicht irgendetwas explodiert oder ein Horde Landser auf den Spieler zustürmt. Eine Mission führt Karl sogar in ein U-Boot, mit dem Schiffe versenkt und mit Hilfe des Flakgeschützes deutsche Flugzeuge abgeschossen werden müssen. Nicht Waffen töten Menschen, es sind die Kugeln die tödlich sindDas Waffenarsenal reicht von der Pistole, verschiedenen Maschinengewehren bis zum hitzigen Flammenwerfer, der aus den Soldaten lebendige Fackeln macht. Da man nur maximal vier Waffen gleichzeitig mit sich tragen kann, sollte man sich genauestens überlegen, welche man mitnimmt. Von einigen Bleispritzen gibt es jede Menge Munition, von anderen verdammt wenig und das sind meistens genau die, die man zu Beginn mit sich trägt. Deshalb empfiehlt es sich, diese schnellstens einzutauschen. Für welches MG man sich letztendlich entscheidet spielt keine große Rolle, da die Unterschiede hauptsächlich optischer Natur sind. |
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