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Den 2. Weltkrieg mit Bulgarien oder mal mit Vietnam durchspielen geht nicht? Weit gefehlt, im Strategiespiel Hearts of Iron II geht das. Im neuen Standalone Ableger Doomsday sogar mit erweitertem Szenario. Hier wird der Kalte zum Heißen Krieg. NachkriegszeitHearts of Iron II: Doomsday beginnt im Oktober 1945. Nach einigen Monaten des Friedens werden die Spannungen zwischen den Supermächten USA und Sowjetunion so groß, dass ein neuer Weltkrieg ausbricht. Mit Atomschlägen auf Russland versucht sich die USA in die bessere Position zu bringen, da der Gegner noch nicht über Atomwaffen verfügt. In Deutschland geht der Krieg weiter. Als Spieler eines alliierten Landes, wie z.B. Frankreich oder Großbritanniens hat man gleich die Aufgabe den Durchbruch der Russen zu verhindern, die mit einer Übermacht an Bodentruppen gen Westen rollen. Eine schwierige Aufgabe. Auf russischer Seite will man vielleicht genau das schaffen. Der Spieler kann natürlich auch den Frieden anstreben, es muss ja nicht immer die Eroberung der Welt sein, was ohnehin schwer wird, da das Szenario 1953 endet. Möglich ist natürlich auch wieder das Spiel ganz ruhig durchzuspielen. Vielleicht mit Kuba oder Argentinien. Für Anfänger eignet sich ohnehin das Spielen mit einem kleinen Land, um erstmal die Grundlagen zu verstehen. Später kann man es dann mit einem großen Land probieren, wobei es mit den USA oder der Sowjetunion, mit ihren unzähligen Provinzen und Divisionen, am schwierigsten wird.Neben dem 3.Weltkriegsszenario kann man auch die 2.Weltkriegs-Szenarien aus dem Originaltitel spielen. NationsmanagementWie auch in den Vorgängern, muss man sich durch viel Stoff arbeiten. Für alle Anfänger sind die Tutorials Pflicht und auch erfahrene Strategen, die mal Strategic Command oder etwas ähnliches gespielt haben, sollten es erstmal mit einem kleinen Land probieren. Das Spiel bietet unzählige Einstellungsmöglichkeiten und Betätigungsfelder. Ist man eher isolationistisch oder doch vielleicht Interventionist? Pazifist oder Kriegstreiber? Links oder rechts? Das alles hat Einfluss auf das Ansehen bei den anderen Nationen bzw. die diplomatischen Möglichkeiten. Ist man z.B. Interventionist, hat man die Möglichkeit einem Land die Unabhängigkeit zu garantieren. Wird das Land angegriffen, kann man dann dem Angreifer den Krieg erklären, ohne dass es zu Unruhen im eigenen Land kommt. Das ist gerade für demokratische Nationen eine Möglichkeit, Sanktionen aus dem Weg zu gehen, die sich aus einer Kriegserklärung ergeben. Im Diplomatiemodus kann man ansonsten wieder nach Herzenslust Allianzen schmieden, Kriege erklären, Truppen unter das Kommando eines anderen Landes stellen oder selbst den Oberbefehl über die Truppen der Allianz übernehmen.Altbewährt ist das Produktions- und Handelsmanagement, das sich kaum verändert hat. Mit Slidern verändert man die Produktion, so dass man Schwerpunkte auf Nachschub, Einheitenproduktion, Modernisierung, Konsumgüter oder Verstärkung legen kann, je nachdem wie es die Situation erfordert. Die Einheitenproduktion ist ebenfalls unverändert geblieben. Mit ein paar Klicks baut man Divisionen, Flotten, Geschwader oder Brigaden, mit denen man seine Divisionen aufwerten kann. Es ist auch möglich Einheiten in Serie produzieren zu lassen. Die wichtigste Neuerung befindet sich im Handel und bei den Nachschubkonvois. In den Vorgängern musste man noch alles selber regeln. Wobei es ziemlich nervig war, jedes Handelsabkommen einzeln zu erstellen und auch das Erstellen von Konvois zu Inseln oder auf einen anderen Kontinent, damit die Einheiten dort auch versorgt werden konnten, war nicht gerade angenehm und erforderte viel Zeit. In Doomsday kann man dies jetzt auch der KI in die Hand geben, wodurch das Spiel wesentlich flüssiger wird und Massen von Meldungsfenstern ausbleiben, die noch im Vorgänger ziemlich genervt haben. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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