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Test: Ghost Recon Advanced Warfighter
Kann der Taktik-Shooter auch auf dem PC überzeugen?
Ubisoft ließ sich mit der PC-Umsetzung von Ghost Recon Advanced Fighter etwas Zeit und entwickelte mit dem schwedischen Entwicklerstudio GRIN eine gesonderte Version des Xbox 360-Hits. Das eigentliche Setting und die Story ist gleich geblieben, große Unterschiede gibt es aber in spielerischer Hinsicht. Mehr über die gravierendsten Änderungen und warum das Spiel nicht an die hervorragende Next-Gen-Fassung heranreicht, erfahrt ihr im folgenden Test.Chaos in einer GroßstadtIm Jahre 2013 leben Politiker gefährlich. Während eines Gipfeltreffens einiger nordamerikanischen Staaten in Mexico City, stürmen Rebellen den Regierungssitz und versuchen die aktuelle Staatsmacht zu stürzen. Inmitten dieses Putschversuches befindet sich auch der US-Präsident, der nur mit Mühe und Not dem Tod von der Klinge springt. Zufälligerweise ist auch das Ghost Team unter der Leitung von Captain Scott Mitchell in der Stadt. Die Ghosts sind eine vierköpfige Spezialeinheit, die mit modernsten Mitteln den Terror bekämpfen. Das Team hat eigentlich einen ganz anderen Auftrag zu erledigen, bekommt dann aber von oberster Stelle den Befehl, den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu retten und ihn in Sicherheit zu bringen. Mit diesem Kommando begibt sich Captain Mitchell, dessen Rolle man übernimmt, mit seinen drei Gefährten in den Kampf.Alles anders?Der erste Einsatz beginnt mit einem spektakulären Fallschirmsprung aus einem fliegendem Truppentransporter. Für einige Sekunde kann man die Aussicht über das eindrucksvolle Mexico City genießen, bevor man alleine mitten auf einem Highway landet. Spätestens jetzt sollte jedem eine große Veränderung zur Xbox 360 Version auffallen, denn die Verfolgerperspektive fällt komplett flach. Statt dessen spielt man ausschließlich aus der Ego-Ansicht. Da durch den Fallschirmsprung sämtliche Teammitglieder verstreut sind, gilt es zu Anfang die drei Verschollenen zu suchen. Diese erste Aufgabe dient auch gleich als Tutorial, bei dem die wichtigsten Grundzüge erklärt werden. Hat man alle Kameraden gefunden, beginnt das eigentlich Spiel.Mit Hilfe des Cross-Com befehligt man seine Soldaten aus der Ego-Perspektive oder mit Hilfe einer Satellitenkarte, die das Geschehen in Echtzeit darstellt. Mit Druck auf das Mausrad öffnet man in der Ich-Ansicht ein kleines Menü, mit dem man sämtliche Befehle geben kann. Das Mausrad dient ebenfalls der Auswahl einzelner Mitglieder, die auch solo Kommandos annehmen. Einen Klick später stürmen die Ghosts in die angewiesene Richtung und führen ihren Befehl aus. Wer es etwas genauer mag, wirft einen Blick auf die taktische Karte. Dort können ebenfalls Instruktionen gegeben werden, nur etwas genauer, da man das komplette Kampfgebiet auf einem Blick hat. Dieses Kommandosystem hört sich in der Theorie recht gut an und lässt sich in der Praxis schnell umsetzen, hat aber dennoch ein paar Schönheitsfehler. Die Soldaten kann man leider nicht genau genug dirigieren und meistens nehmen sie nie zu 100 % die Position ein, die man sich selber vorgestellt hat. So suchen sich die Kameraden meist nach eigenem Ermessen Deckung oder laufen sehr ungünstige Umwege, die für sie dann tödlich enden. Das Befehlssystem in Full Spectrum Warrior mag zwar etwas umständlicher sein, birgt jedoch weitaus größere taktische Möglichkeiten als in GRAW. Abgesehen davon reicht es normalerweise aus, die eigene Truppe einfach nur vorrücken zu lassen, da die Jungs ziemlich gut auf sich selber aufpassen können. Es gibt viel zu tun, packen wir‘s anIn insgesamt elf Mission gilt es bestimmte Personen zu schützen, Stellungen zu halten und Rebellennester auszuheben. Dabei wechselt das Missionsziel während der Gefechte häufiger mal und aus einem einfachen Patrouillengang wird schnell ein Kampf auf Leben und Tod. Dabei sind die Areale um einiges weitläufiger als in der Konsolen-Version. Nur wer sich wirklich weit vom eigentlichen Kampfgebiet entfernt, wird auf die Levelbegrenzungen stoßen. Größtenteils hat man wirklich das Gefühl von Freiheit und eine große Auswahl an alternativen Routen durch die feindlich besetzten Häuserschluchten. Dabei sollte man sich immer mit großer Vorsicht bewegen, da an jeder Ecke der Tod lauern könnte. Die Um-die-Ecke-Spähen-Funktion sollte deshalb ständig genutzt werden. Das Nachtsichtgerät wird spätestens zur Pflicht, wenn die Dämmerung einsetzt oder die Auseinandersetzungen in dunklen Räumen stattfinden. Die optisch beeindruckende Wärmebildkamera der Konsolenvariante wurde leider ersatzlos gestrichen.Durch die großen Gebiete ergeben sich viele verschiedene Taktiken, wobei der offensive Angriff meist die schlechteste Wahl ist. Besonders gefährlich sind feindliche MG-Nester, bei denen ein Frontalangriff reiner Selbstmord ist. Ein gut überlegter Flankenangriff sollte jedoch auch dieses Problem aus der Welt schaffen. Richtig übel wird es, wenn die Rebellen mit schwerem Geschütz in Form von Panzern anrollen. Da hilft entweder ein gezielter Schuss mit dem Raketenwerfer oder ein wirkungsvoller Luftschlag, den man in einigen Abschnitten zur Verfügung hat. Die Hilfe von oben erscheint dann links im Bild und kann wie ein Soldat ausgewählt werden. Nun braucht man nur das gewünschte Ziel im Sichtfeld zu haben und das Kommando zum Abschuss zu geben. Wenige Sekunden später sollte sich das anvisierte Objekt mit einer großen Explosion in Rauch auflösen und nur noch Trümmer hinterlassen. Selber steuern kann man die Luftfahrzeuge nicht, bis auf eine Drohne, die die Ghosts an einigen Stellen unterstützt. Der Drohne kann man ebenfalls wie einem Soldaten Befehle erteilen, sie ist aber völlig unbewaffnet und dient nur der Aufklärung. |
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